Stadion am Bruchweg, 18. März 2017, Endstand 0:3

 

Mainz wie es singt und lacht – während der gemeine Mainzer eine Frohnatur zu sein scheint, ist es für Holstein-Fans nicht gerade ein Vergnügen, den Weg in die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz zu beschreiten. Gegen zweite Mannschaften tut sich Holstein nach jahrelanger Erfahrung irgendwie schwer, der Mainzer Bruchweg ist schon irgendwie individuell, aber bei Spielen der Drittligamannschaft eher spärlich besucht und dann wäre natürlich noch die Distanz von über 600 Kilometern bis zum Auswärtskick, Hin- und Rückweg zusammen genommen wäre auch ein Trip nach Italien möglich.

 

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Aber der gemeine Kieler Auswärtsfahrer ist ja irgendwie routiniert darin, sich mit seinem geografischen Schicksal abzufinden und logistische Vorkehrungen zu treffen. Auch die anderen Unannehmlichkeiten konnten in der Woche vorher aus der Welt geschaffen werden. Zweite Mannschaften spielen meistens sehr technisch versierten Fußball, sie möchten über spielerische Elemente zum Erfolg kommen. Da muss es doch Räume für das gefürchtete Holsteiner Kombinationsspiel geben? Außerdem besann sich die Mainzer Fanszene auf den doppelten Abstiegskampf in 1. und 3. Liga und wollte bereits am Sonnabend damit beginnen, ihre zweite Mannschaft gegen Holstein zu unterstützen. So wirkt der Bruchweg nicht ganz so leer und ein Gegner auf den Rängen ist schließlich besser als keiner.

 

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Nach frühem Aufbrechen und einer Fahrt über glücklicherweise relativ leere Straßen sowie der Förderung der nordhessischen Konjunktur in Form von Ahleworschd begrüßte einen das ehemalige Bundesligastadion zum dritten Mal in Holsteins Geschichte.

 

Das 2:0 gegen Duisburg hatte Mut gemacht, dass die KSV auch mit einer zeitweisen defensiveren Ausrichtung und ohne ihre Prinzipien von spielerischen Elementen und Dominanz aufzugeben in der 3. Liga Erfolg haben kann. Beim Blick auf die Tabelle hat der Drittligafan sowieso den Eindruck, wer es in dieser Spielklasse mit durchweg versiertem Fußball versucht, der habe eh schon verloren.

 

Trainer Markus Anfang sah keinen Grund, seine Startelf im Gegensatz zum Match gegen die Zebras zu verändern. Trotz des Tabellenplatzes hatten die kleinen Mainzer in der letzten Zeit einige Erfolgserlebnisse zu verbuchen, so z. B. Siege in Magdeburg und Wiesbaden. Was die Spieler des Teams für Qualitäten haben, dürfte man innerhalb der nächsten Jahre in Ober- und Unterhaus entdecken können, selbst, wenn sie es nicht schaffen, die Klasse zu halten.

 

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Die KSV agierte von Anfang an mutig am Mainzer Bruchweg und drückte den FSV in seine eigene Hälfte. Nach vier Zeigerumdrehungen landete ein Freistoß noch in der Mauer, 120 Sekunden später platzierte der aktive Lenz eine Ecke auf Czichos' Kopf, aber knapp vorbei. Die Leihgabe von Union Berlin verursachte im Anschluss auch gleich mit einem Foul die erste gute Standardchance für die Gastgeber. Mainz versuchte mit seinen gut ausgebildeten Spielern immer wieder in die Holstein-Hälfte vorzustoßen, da mussten Czichos und Schmidt ein ums andere Mal in Zentrum einiges investieren. Trotz des Tabellenplatzes merkte man der U23 den Willen an, für den Verein wäre ein Klassenverbleib von elementarer Bedeutung für die gute Jugendarbeit. Nicht umsonst kommen Spieler wie Andre Schürrle, Manuel Friedrich oder Roman Neustädter oder Trainer wie Thomas Tuchel (Deutscher U19 Meister mit Mainz 2009) aus dem NLZ am Bruchweg. Auch Trainer Sandro Schwarz ist für andere Vereine mehr als nur interessant. Und auch der KSV merkte man den Respekt an, der Gegner wurde erst recht spät angelaufen.

 

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Die KSV blieb auch in der Folge mit aktivere Mannschaft, nach 20 Minuten verpassten erst Bieler und dann Lenz das 1:0. In der Defensive konnte Holstein die kleinen Mainzer vom eigenen Tor weghalten und hatte selbst immer wieder Gelegenheiten, die beste in dieser Phase war der Kopfball von Drexler nach einer Flanke von Lewerenz, die Keeper Watkowiak noch mühevoll klären konnte. Augenblicke später trudelte eine Bieler-Ecke durch den Sechzehner und Sliskovic bugsierte den Ball auf undurchschaubare Weise in die eigenen Maschen – die verdiente Störche-Führung!

 

14. März 2017, Endstand 2:0

 

Kiel gegen Duisburg – dieses Duell gab es in den deutschen Profiligen lange nicht, in den letzten Jahren waren diese Spiele aber immer einen Ausflug auf den Fußballplatz wert. Nicht der Sieg im DFB-Pokal, auch die Auftritte von Holstein in der Liga wie z. B. in der Hinrunde, als man beim 0:0 im Pott den drei Punkten sogar etwas näher war als der MSV. Insgesamt stechen die Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften spielerisch immer aus dem eher grauen durchschnittlichen Drittligaspiel heraus.

 

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Alles sprach für einen milden Fußballabend, leider erlebten die Duisburger Gäste bestes norddeutsches Frühlingswetter (= einen stetigen Nieselregen) im Kieler Gästeblock. Wirklich gut durfte die Stimmung vor dem Anpfiff auf beiden Seiten auch nicht gewesen sein. Der MSV grüßte zwar immer noch von der Tabellenspitze, hatte aber seit drei Spielen kein Tor mehr geschossen. Holstein zeigte immer wieder vernünftige Leistungen, verlor das Spiel in Osnabrück aber aufgrund einer wirklich schlechten ersten Halbzeit.

 

In der Innenverteidigung agierte Schmidt wieder zusammen mit Czichos, davor der ebenfalls zurück gekehrte Peitz und Alexander Bieler. Bei den Duisburgern war der Kader bekanntermaßen gespickt mit für Drittligaverhältnissen großen Namen -  wer einen Onuegbo auf der Bank lässt, der hat Qualität im Kader. Auch Fabian Schnellhardt streifte sich das Zebratrikot über, den haben die Holstein-Fans noch in bester Erinnerung. Der gebürtig Thüringer offensichtlich auch, im Interview mit dfb.de blickte er sehr positiv auf seine Kieler Zeit zurück.

 

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Flutlichtspiel bedeutet in Kiel auch immer, dass die Leute, die am Wochenende anderes zu tun haben, auch einmal den Weg ins Holstein-Stadion finden. Insgesamt über 5700 Anhänger passierten die Kontrollen, darunter auch etwa 250 aus dem Pott, die mit viel Material in der Luft der Witterung trotzten, ordentliche Zahl und Auftritt.

 

Bei einem Blick ins Stadionheft erwartete den Zuschauern eine nette Überraschung, neben den bekannten Rubriken gab es die ersten beiden Teile des Patrick Herrmann Starschnitts! Noch ein Grund sich auch die nächsten Heimspiele zu geben und sich ein Arm oder Bein des Verteidigers zu sichern. Ein Must-Have für jeden Fußballgott-Schrein.

 

Nach dem Anpfiff durch Schiedsrichter Storks gingen beide Teams sofort engagiert zur Sache. Spielerisch sah das auch ganz ansehnlich aus, beide Mannschaften haben eben auch Spieler im Kader, mit dem diese Ausrichtung möglich ist. Nach 12 Minuten kam die Kugel nach einem Ballverlust zu Kingsley Schindler, der sah Bieler am zweiten Pfosten, welcher den Ball Ducksch maßgenau auf den Fuß servierte. Das ließ sich der Ex-Dortmunder nicht nehmen und vollendete zum 1:0. Gute Balleroberung, schnörkellos vorgetragener Angriff, top!

 

Die Duisburger zeigten aber ebenso ihre ganze Klasse und setzten Kiel früh unter Druck. In vielen Situationen schaffte es die KSV aber dennoch, sich spielerisch aus der Umklammerung zu befreien. Die Duisburger blieben dennoch hochgefährlich, zunächst musste sich Kronholm nach einem sich senkenden Fernschuss von Dausch wider Erwarten doch noch mächtig strecken. Kurze Zeit später hämmerte Brandtstetter den Ball auf den Kieler Kasten – Aluminium! Die Duisburger hatten mehr Ballbesitz als die KSV, konnten aber auf den temporären Abwehrriegel der Holsteiner keine wirklichen Antworten finden.  Zwar bleibt Duisburg schon die bestbesetzte Mannschaft der Liga - zu was die Mannschaft fähig ist, ließ sich heute allenfalls erahnen.

 

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Nach der Pause wurde es schnell wieder gefährlich für die Holstein-Defensive, aber Brandstetters Versuch ging glücklicherweise am Tor vorbei. Nach einer Stunde nahm Markus Anfang Marvin Ducksch runter und brachte Hoheneder – auch eine Mannschaft wie Holstein kann hinten dicht machen. Das klappte in der Folge auch ganz vernünftig, Holstein stand zwar ungewohnt tief, aber auch sicher.

 

Stadion an der Bremer Brücke, 10. März 2017, Endstand 2:1

 

Eine Abhandlung darüber, was ein Derby ausmacht, ersparen wir uns an dieser Stelle. Es ist verständlich, dass in Ermangelung eines echten Derbys, welches ja zumindest mit dem Pokalhalbfinale am 25. April gegen Lübeck stattfinden wird, jede Gelegenheit genutzt wird, ein solches kreieren zu wollen. Doch weder das Duell der Ostseestädter gegen den FC Hansa noch die traditionelle Begegnung gegen den VfL Osnabrück sind ein Derby. Nennen wir letzteres doch einen Nordklassiker.

 

 

In der Regel sind Reisen in das niedersächsisch-westfälische Grenzgebiet aus Kieler Sicht recht entspannt. Ist es doch eine verhältnismäßig gut überbrückbare Distanz. Doch an einem Freitagnachmittag durch die Nadelöhre Hamburg und Bremen zu müssen, lässt einen die Abfahrt auf einen möglichst frühen Zeitpunkt terminieren. Das Lotte-Rasen-Pokal-Liga-Desaster hat uns genau diesen Umstand beschwert. Das Pokalspiel der Sportfreunde wurde auf den 14. März verlegt, somit musste deren Ligaspiel gegen den FC Hansa von Sonntag auf auf Samstag vorverlegt werden. Rostock und Kiel zeitgleich in der Region war den Ordnungskräften zu heiß.

 

Konsequenz: Flutlichtspiel in Osnabrück und Anfahrt durch den Bremer Freitag-Feierabendverkehr. Und mit Umgehungen rund um Bremen ist das so ein bisschen wie mit der Supermarktkasse. Wie man es macht, macht man es falsch. Andererseits schnitt man bei dem Vergleich Abfahrtszeit in Kiel, Ankunftszeit am Stadion dann nicht wirklich schlecht ab. Trotzdem wurden die Nerven zwischendrin doch arg strapaziert. Zum Glück für die Besatzung konnte das Stadion, das seit Januar wieder seinen traditionellen Namen "Bremer Brücke" trägt, aber noch rechtzeitig vor Anpfiff erreicht werden.

 

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Die sportliche Ausgangslange war vor dem Spiel klar. Es herrschte Punktgleichheit, wobei der VfL mit 13 Toren weniger einen Platz hinter Holstein residierte. Osnabrück, die nach einer starken Hinrunde in 2017 bisher nur 4 Punkte erbeuten konnten, waren auf der Suche nach ihrer Form. Holstein, mit 8 Punkten im laufenden Jahr hingegen, schien die bittere Niederlage gegen Zwickau verkraftet zu haben und hatte im Heimspiel gegen Paderborn eine solide Leistung gezeigt und ein dreckiges 2:1 erkämpft. Allerdings musste Markus Anfang im Vergelich zur Vorwoche auf Rafael Czichos und Dominic Peitz verzichten. 

 

 

Das Spiel begann temporeich und in der Anfangsphase ausgeglichen. Holstein konnte bereits nach wenigen Sekunden die erste Riesenchance durch Duksch verbuchen. Frei vor dem Tor legte der Winterneuzugang dann allerdings den Ball knapp am Pfosten vorbei. Die Gastgeber übernahmen dabei aber die Kontrolle und ließen den Ball in der 16. und in der 37. den Ball im Netz hinter Kenneth Kronholm einschlagen. Beides Mal eine präzise Flanke und anschließender Kopfball. 0:2 aus Kieler Sicht - nicht unverdient, ließ Holstein den Hausherren doch zu viel Raum, stand hinten nicht immer sicher und brachte in der Offensive wenig zustande. Zudem machte das 6er-Duo nicht den besten Eindruck.

04. März 2017, Endstand 2:1

 

Obwohl schlechtes Wetter vorhergesagt war, fühlte sich die vergangene Woche schon an, wie die ersten Vorboten des Frühlings. Trotz der Niederlage in Zwickau fanden sich vielleicht auch aufgrund der angenehmen Witterung an die 5.000 Zuschauer im Holstein-Stadion ein. Vielleicht lag es aber auch am Gegner, schließlich spielte der SC Paderborn im Mai 2015 noch in der 1. Bundesliga und beschäftigte in der letzten Saison noch eine schillernde Persönlichkeit wie Stefan Effenberg. Auch für einige Kieler Spieler gab es ein Wiedersehen mit ihrem alten Verein: Niklas Hoheneder und Marvin Ducksch schnürten einst die Stiefel für die Blau-Schwarzen. Diese bewiesen im Winter, dass an der Pader auch noch ein wenig Geld auf dem Konto war, Heidinger kam von Greuther Fürth und mit Riskii spielt der Toptorschütze der ersten finnischen Liga nun in Paderborn. Auch sonst ist der SC mit einem namenhaften Kader bestückt, das spiegelt sich aber nicht in der Tabelle wieder.

 

 

 

Dominik Schmidt war aufgrund seiner Ampelkarte aus Zwickau gesperrt, ihn vertrat Niklas Hoheneder. Paderborn begann druckvoll und engagiert. Wenn man eines in dieser dritten Liga gelernt hat, dann, dass der Tabellenplatz nichts mit der spielerischen Klasse zu tun hat. Nicht einmal zehn Minuten waren gespielt, da segelte ein langer Ball auf Holsteins linke Seite. Lenz war aufgerückt, sodass Zolinski Lewerenz ziemlich unglücklich aussehen ließ und Kronholm mühelos überwindete. Nackenschlag für die KSV und eine Bestrafung für die anfängliche Passivität der Störche. Holsten wachte nun auf und begann etwas mutiger den Weg nach vorne zu suchen. Nach einer Viertelstunde blieb Paderborns Christian Strohdiek an der Außenlinie liegen, Holstein schaltete schnell um, Drexler bediente Schindler in der Schnittstelle und Ausgleich. Das ging schnell, tolle Kombination, schnelles 1:1.

 

 

Holstein blieb jetzt dran. Herrmann spielte den Ball in seinem 201. Ligaspiel in den Fünfer und der Vorbereiter des 1:1 Drexler kam nicht rechtzeitig mit einem Körperteil an das Spielgerät. Das Spiel wurde jetzt ein wenig giftiger, besonders Paderborn versuchte es über den Kampf. Aber auch spielerisch ging beim Absteiger einiges, Koen van der Biezen probierte es einmal und Kronholm hielt reaktionsschnell das 1:1.

 

Dennoch hatte Holstein nach einer halben Stunde das Spiel im Griff. Torschütze Schindler versuchte es gegen Kruse und auch Lewerenz zog aus der Distanz ab – dieses Spiel ein gern gewähltes Mittel – der Ball flatterte und bereitete dem Keeper schon mehr Probleme, gute Aktion des wieder gesunden Lewerenz. Holstein schaffte es heute endlich einmal über den Kampf ins Spiel zu finden, konnte aber auch spielerisch überzeugen. Auch Dominick Drexler schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein. Nach 37 Minuten versuchte er es aus 20 Metern von halb rechts, Kruse flog zwar in Richtung Lattenkreuz, der Ball strich aber knapp über das Tor. Danach ging es in die Kabinen und man war sich einig, dass man in dieser doch oft nicht von spielerischen Fähigkeiten geprägten Liga eine ganz ansehnliche erste Hälfte gesehen hatte.

Stadion Zwickau, 26. Februar 2017, Endstand 0:1

 

Zwickau – für viele Kieler ging es sicherlich das erste Mal in die Stadt an der Mulde. Eigentlich kaum zu glauben, schwärmte doch einst Melanchton: „Eine Perle in diesen Landen ist Zwickau von jeher gewesen […]. In Kunst und Wissenschaft übertrifft Zwickau alle Städte dieser Lande.“ Und mit dem FSV Zwickau hat diese Perle in Westsachsens ein sportliches Aushängeschild, das seit dieser Saison auch wieder drittklassig ist und somit den Anlass zum Besuch bot.

Gegründet wurde der Vorgängerverein des heutigen FSV im Meisterjahr der KSV, 1912, unter dem Namen Planitzer SC. Gemeinsam mit Vereinen wie dem Dresdner SC, dem Vogtländischen FC Plauen oder VfB Leipzig spielte man von 1933 bis 1945 in der Gauliga Sachsen und konnte 1942 den dortigen Titel erringen und scheiterte in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erst im Viertelfinale gegen den First Vienna FC.

Wie allen Vereinen ereilte dem Planitzer SC das Schicksal der Vereinsauflösung in der Sowjetischen Besatzungszone. Es folgte die Neugründung als SG Planitz und ab 1948 der Betrieb als Betriebssportgemeinschaft. Zunächst als ZSG Horch, dann als BSG Motor. Es folgte die erfolgreichste Zeit mit einem Meistertitel und drei Pokalsiegen. 1968 bis zur Auflösung der DDR firmierten die Zwickauer unter BSG Sachsenring. Obwohl 1990 die Zeit des FSV Zwickau begann, halten die Fans die BSG Sachsenring bis heute in Ehren. Davon vier Jahre in der 2. Bundesliga. Es folgte der tief Fall bis runter in die Landesliga. Elf Jahre später kehrte Zwickau 2016 zurück auf die deutschlandweite Fußballbühne.

 

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Im Hinspiel konnte sich Holstein relativ deutlich mit 3:0 durchsetzen. Dies in Kombination mit dem 5:1-Kantersieg gegen Fortuna Köln am vergangenen Spieltag und der Hoffnung den Relegationsplatz drei zu erklimmen, ermunterte knapp über 100 Kieler sich auf den Weg zu machen. Viele, wie auch wir, nutzten die Ansetzung am Sonntag für ein Fußballwochenende in Deutschland und Tschechien, dessen krönender Abschluss im „Stadion Zwickau“ stattfinden sollte. Der moderne Neubau auf der Grünen Wiese ersetzte zu Beginn der Saison des wunderschöne Westsachsenstadion, dessen Renovierung leider zu teuer wurde. Wobei Eröffnung zu Beginn der Saison nicht ganz geschafft wurde, weshalb das erste Heimspiel im Stadion der befreundeten SG Dynamo Dresden ausgetragen werden musste. Gut, im Vergleich zu anderen Großbauprojekten, gerade im Berliner Raum, ist eine solch minimale Verzögerung eigentlich zu vernachlässigen. Die 21 Millionen wurden zudem gut investiert. Der Bau hat durchaus einen eigenen Charakter und bietet 10.134 Personen Platz, wobei in den Ecken noch Ausbaureserve vorhanden ist, falls sich der FSV zu höheren Zielen aufschwingt.

 

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