...FSV Frankfurt

 

FSV Frankfurt

 

Unsere Störche starten am ersten Spieltag der neuen Saison gegen den Zweitligaabsteiger FSV Frankfurt.

Die Bornheimer dürften im Laufe ihrer Geschichte die Bezeichnung "Fahrstuhlmannschaft" quasi erfunden haben. Seit der Gründung der Bundesliga, in die man es im Gegensatz zu den Nachbarn aus dem Waldstadion bisher übrigens nie geschafft hat, pendeln die Schwarz-Blauen zwischen der Viert- und Zweitklassigkeit hin und her. Tiefpunkt waren sicherlich die 2000er, in denen erst nach sieben Jahren Oberliga Hessen wieder der bezahlte Fußball in greifbare Nähe rückte. In der Regionalliga Süd schaffte man dann 2008 den direkten Durchmarsch in die zweite Liga. Somit kommt es, dass der FSV Frankfurt in der anstehenden Saison die Drittligapremiere feiert. Denn diese wurde erst mit Beginn der Saison 2008/2009 gegründet.

Und auch gegen unsere Störche steht eine Premiere an. Bereits drei Mal (Hin- und Rückspiel Oberliga Endrunde 1953, DFB-Pokal 1996) durfte die KSV gegen die Eintracht antreten. Ebenfalls im DFB-Pokal wurde 1974 Rot-Weiss Frankfurt (Heute Hessenliga) im Holstein-Stadion empfangen.

Gegen den FSV Frankfurt können wir bisher nur ein weißes Blatt vorweisen. Das ändert sich am ersten Spieltag, wenn vor einer hoffentlich tollen Kulisse in die Saison gestartet wird. Ein Wiedersehen mit Holsteins Ex-Trainer Falko Götz bleibt dabei verwehrt (erspart?). Nachdem auch er den Abstieg nicht verhindern konnte, hat St. Paulis ehemaliger Trainer (2013/2014) Roland Vrabec am Main übernommen.

"Wir freuen uns wirklich, dass wir mit einem Heimspiel beginnen. Der FSV Frankfurt ist dabei eine große Unbekannte. Es gab dort einen totalen Wechsel, neue Spieler, neuer Trainer. Daher müssen wir uns richtig schlau machen bis zum Punktspielauftakt.", heißt es bei Holstein-Trainer Karsten Neitzel.

Weitere Termine:

 

2. Spieltag (05.08. - 07.08.2016):      VfR Aalen vs. Holstein Kiel
3. Spieltag (09./10.08.2016): Holstein Kiel vs. Sportfreunde Lotte
4. Spieltag (12.08. - 14.08.2016): Fortuna Köln vs. Holstein Kiel
5. Spieltag (26.08. - 28.08.2016): Holstein Kiel vs. FSV Zwickau

 

Alle Termine im Überblick gibt es hier. Die zeitgenaue Ansetzung der ersten Spiele erfolgt voraussichtlich in der 28. Kalenderwoche.

 

PS: Die ersten drei Spieltage geisterten bereits ab ca. 12:20 Uhr durch das Forum eines Ligakonkurrenten mit übereifrigem Praktikanten. Trotzdem haben wir zur Sicherheit eine Bestätigung von offizieller Seite abgewartet. ;)

 

14. Mai 2016, Endstand 0:3

 

Schluss, aus, vorbei, Feierabend!

 

Die Saison ist zu Ende gegangen, wie sie angefangen hat: Mit einer zu deutlichen Niederlage. Gerne hätte man die Chance genutzt, noch auf einen ordentlichen achten Platz zu klettern. Aber irgendwie sollte es heute nicht sein.

 

Abschied

 

Manu

 

Bevor der Ball ins Rollen gebracht wurde, gab es erst einmal Blumen. Sechs Akteure, „Urgestein“ Manuel Hartmann, Willi Evseev, Fabian Schnellhardt, Fabian Arndt, Louis Mandel und Robin Zentner sowie Sportlicher Leiter Uwe Stöver wurden verabschiedet.

 

Das Spiel selber enttäuschte. Holstein blieb weiter hinter den Möglichkeiten zurück, kassierte von den wesentlich agileren Erfurtern insgesamt drei Tore. Den meisten Spaß hatten wohl die Gästefans, die sich in der Sonne amüsierten. Es wurde gepogt, sich gekabbelt und etwas Chaos gestiftet.

 

Gäste

 

Heider

 

Manu 2

 

Danke Holstein

 

So beendet die KSV die Saison auf einem vielleicht doch etwas ernüchternden 14. Platz. Nicht schön. Aber letztenendes kein Beinbruch. Die wirklichen Dramen spielten sich an diesem Tag am Tabellenende ab. Der SV Wehen Wiesbaden und Werders Zweite können sich retten, Energie Cottbus und Stuttgarter Kickers folgen dem VfB-Nachwuchs.

 

Zeit für Sommerpause. Und nachdem sich das Personalkarussell bei Kiel schon fleißig gedreht hat, kann man sich auch irgendwann im Laufe des Sommers schon wieder auf die neue Saison freuen.

 

Alle Bilder gibt es in der Galerie.

Flyeralarm-Arena, 7. Mai 2016, Endstand 1:1
 
Tags zuvor hatte man bereits die örtlichen Gegebenheiten rund um das Nachtlager gecheckt. Hier war auch die Beschilderung "Sportplatz" nicht unentdeckt geblieben. Bei strahlendem Sonnenschein hielt sich die Reisegruppe am Spieltag also nicht lange in der Unterkunft auf. Dem Schild gefolgt und siehe da: der SC-Stettfeld 1946 kann mit einer kleinen, aber feinen Anlage glänzen. Im Anschluss ging es direkt zur ansässigen Schlachterei, wo man sich neben kulinarischen Mitbrinseln auch mit Frühstück eindeckte. Leberkas'-Semmel und belegte Brötchen. Die wurden in der Sonne am Ebelsbach im gleichnamigen Örtchen zu sich genommen. Einstige Attraktion vor Ort war das aus dem 16. Jahrhundert stammende Schloss, welches allerdings 2009 einem verherenden Brand zum Opfer fiel. Die Überreste stehen bis heute nur notdürftig gesichert zum Verkauf. 
 
Scstettfeld
 
Metzger
 
Frühstück
 
Schloss
 
Unter dem Motto "Krug tut gut" wurde vor Weiterfahrt nach Würzburg in der Krug Brauerei Einkehr gehalten. Im betriebseigenen Getränkemarkt kann man selbstständig einpacken, was das Herz begehrt. Bezahlt wird gegenüber im Brauerei-Büro, in dem die Zeit irgendwo in den 80ern stehengeblieben ist. Die Quittung: ein handbeschriebener Notizblock-Zettel. Wäre um 13:30 Uhr nicht ein Holsteinspiel in Würzburg angepfiffen worden, so hätte man den Tag auch damit verbringen können, am Main entlang zu fahren, Dörfer und Landschaften zu genießen und an jeder Brauerei Mitbringsel einzupacken. Doch natürlich wollte man das letzte Auswärtsspiel der Saison nicht verpassen.
 
Getränkemarkt
 
Gästeblock
 
Stadion 2
 
 Stadion 2

30. Mai 2016, Endstand 1:0

 

Holstein gegen die Zweite vom VfB Stuttgart. Diese Partie gab es bis jetzt in jeder Drittligasaison der Störche. Selten jedoch sollte der Ausgang dieser, auf Bundesebene wohl eher als unspektakulär bezeichneten Begegnung, so richtungweisend sein. Das Nachwuchsteam aus dem Süden könnte seit Ewigkeiten in die Viertklassigkeit abrutschen, die KSV den Klassenerhalt aus eigener Kraft perfekt machen.

 

Das gelang in den letzten Spielen mit Kieler Beteiligung noch nicht. Zwar kassierte man erfreulicherweise mit einer stabilen, sich gefundenen Viererkette keinen einzigen Gegentreffer, vorne vergab man aber bestens heraus gespielte Chancen. Doch alles Lamentieren hilft nicht. Am drittletzten Spieltag sollten endlich alle Entscheidungen herbeigeführt werden. Trainer Karsten Neitzel begann heute mit Sigurbjörnsson für Schmidt, Jakusch vertrat Zentner im Tor und auf der Bank fand sich erstmals in dieser Saison Milad Salem wieder. Besonders gespannt durfte man auch auf den Auftritt der Stuttgarter sein. Schwierig, wie die Talente des VfB das Spiel zwischen fast feststehendem Abstieg und dem Kopf bei einer neuen Aufgabe angehen würden.

 

 

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In der ersten Viertelstunde konnten die etwas über 4500 Zuschauer auf den Traversen bei nasskaltem norddeutschem Frühling noch keine großartigen Highlights sehen. Holstein lief den Gegner rund 15 Meter vor der Mittellinie an und stand hinten sicher. Das änderte sich nach der ersten Abtastphase: Hereingabe vom linken Flügel, der kleine Lewerenz stahl sich Richtung langen Pfosten und Aluminium! Holstein suchte jetzt den Weg nach vorne, Kegel und besonders Fabian Schnellhardt schafften es auch unter Druck die Bälle immer wieder über die gesamte Breite des Spielfelds zu verteidigen. Zehn Minuten vor der Pause legte sich Fetsch den Ball am Stuttgarter Innenverteidiger vorbei und scheiterte an Uphoff. Die Toranzahl von Fetsch möchte man sich gar nicht ausmalen, hätte der ex-Dresdner nur die Hälfte seiner herausgearbeiteten Großchancen genutzt. Kurz danach wurde es am Störche-Sechzehner fast noch einmal eng, aber Jakusch musste nicht eingreifen. Dr. Riem Hussein, neben Steinhaus einzige Schiedsrichterin im deutschen Profi-Herrenfußball, bat bald darauf in die Kabinen.

 

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23. April 2016, mechatronik-Arena, Endstand 0:0

 

Wenn erst 10 Kilometer vorher der Ort, 8 Kilometer vorher der Ortsteil und ganze 6 Kilometer vorher das Stadion ausgeschildert ist, dann handelt es sich eher selten um einen Vertreter aus dem Profifußball. Anders jedoch im beschaulichen Baden-Württemberg. Hier könnte sogar, läuft es nach dem Wunsch der kleinen Anhängerschaft, demnächst Zweitligafußball gespielt werden. Und das ohne eigene Autobahnausfahrt. Noch sucht auf den blauen Schildern vergebens nach einem Hinweis, dass hier unter Umständen Vereine wie FC St. Pauli, VfL Bochum oder Karlsruher SC den Rasen umpflügen könnten.Nach dem Aufstieg in 2014 glaubte man noch an ein kurzes Gastspiel in Liga 3. Am Ende reichte es für Platz 15. Im Verlauf dieser Saison hat man sich tatsächlich zu einem Aufstiegsaspiranten entwickelt. 

 
eindorf
 
esel
 
gäste
 
gäste2
 

Aber trotz spärlicher Beschilderung finden sich heute rund 60 Kieler, die über 90 Minuten nicht müde wurde, die Störche anzufeuern, im Gästeblock ein. Gemeinsam mit dem Heimpublikum kommt man damit auf 1100 Zuschauer. Das pittoresk gelegene Stadion damit mehr als spärlich besetzt. 

 

Mit einigen Veränderungen in der Aufstellung ging es in das vorletzte Auswärtsspiel der Saison. Tim Siedschlag blieb mit einer Sehnenreizung zu Hause und auch Robin Zentner blieb aus privaten Gründen dem Spiel fern. Vertreten wurde er von Niklas Jakusch.

 

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Auf der Bank allerdings nicht Schipmann, der im Spiel gegen Eutin für die U23 das Tor hüten musste. Dafür rückte Tjark Grundmann aus der U19 erstmals in den Kader. Nach dem Spiel ging es für ihn zusammen mit Arne Sicker weiter nach Erfurt um dort den Klassenerhalt der A-Jugend zu sichern. Doch zurück ins, an diesem Tag äußerst verregnete Baden-Württemberg. Auch hier ging es um den Klassenerhalt. Denn selbst wenn die Störche rein gefühlsmäßig nichts mehr zu befürchten haben dürften, so kann sich der eine oder andere Pessimist noch den Abstieg herbeirechnen. Um auch diesen Zeitgenossen endlich einen ruhigen Schlaf zu verschaffen, galt es auf der "Fautenhau" möglichst drei Punkte einzusacken.

 
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