9. September 2017, Endstand 2:1

 

Wer bei Facebook vor zwei Tagen über den „Wusstet Ihr, dass...!?“ - Post gestolpert ist, der wusste schon vor dem Spiel, dass die gemeinsam Historie nicht gerade von Erfolg auf Kieler Seiten gekrönt ist. Natürlich spielte das aber zig Jahre nach der letzten Begegnung keine Rolle mehr. Und auch die aktuelle Formkurve beider Mannschaften sprach dafür, dass ein Ende von Holsteins „Negativserie“ gegen den 1. FC Kaiserslautern möglich war.

 

regenschirme

 

Und was der Pfälzer als „Fritz-Walter-Wetter“ bezeichnet, ist für den Kieler Alltag und sorgte nicht für übermäßiges Stirnrunzeln.

 

 

heimkurve

 

Der verletzte Lenz wurde von Heidinger vertreten. Ansonsten ging es mit der gewohnten Startelf ins Spiel gegen die Roten Teufel. Vor ausverkauftem Haus (10.318 Zuschauer, davon 1.200 Gäste) zeigte sich die Partie anfangs ausgeglichen. Die Lauterer konnten die ersten Offensivaktionen für sich verbuchen, Holstein zog diesbezüglich jedoch nach, allerdings zunächst ohne Erfolg. Insgesamt konnte man die größere individuelle Qualität bei den Pfälzern schon erkennen, aber Lautern konnte diese Fähigkeiten nicht richtig zeigen. Auch die starke Offensive von Holstein kam nicht so richtig ins Spiel, gegen Ende der ersten Halbzeit schien das Spiel mehr in der Hand der Gäste zu liegen.

 

dome

 

 

 

Schiedsrichter Sather sah auf seiner Uhr die Halbzeit näherkommen, da kam ein langer Ball auf den startenden Lewerenz, der den Ball behauptete und Lauterns Müller zum 1:0 überwinden konnte. Holstein war jetzt obenauf und der FCK unsortiert, da rauschte ein Ball in den Fünfer auf Ducksch, doch Holstein Goalgetter geriet in Rücklage und beförderte den Ball in die Wolken.

 

 

 

26. August 2017, Continental Arena, Endstand 1:2

 

Fast auf den Tag genau vier Monate ist Holsteins letztes Gastspiel in Regensburg her. Dass während in der Sommerpause liga3-online.de jene Begegnung nicht einmal in die Top 10 der besten Spiele der Saison aufgenommen hatte, verwundert bis heute. Denn nach dem 3:0 für die Kieler waren sich die meisten Journalisten im April darüber einig, dass man ein hochklassiges, wenn nicht sogar schon zweitligawürdiges Spiel gesehen hatte. Und insbesondere aus Kieler Sicht bedeutete der Sieg einen wichtigen Grundstein für den Aufstieg.

 

Ganz soweit war Holstein am vierten Spieltag der neuen Saison noch nicht. Nach einem Unentschieden, einer Niederlage und einem Sieg, wollten die Störche sich beim Mitaufsteiger erneut in Bestform präsentieren und dabei möglichst Zählbares mitnehmen.

 

Kleber

 

Schweinfurt

 

Ein Teil von CCK nutzte den Trip in die Oberpfalz und genoss am Freitag schon bei hochsommerlichen Wetter entspanntes Sightseeing von der Donau aus. Beim anschließenden Besuch der Herbstdult - einem Volksfest in Regensburg, das mit klassischen Fahrgeschäften, aber auch mit zünftigen Bierzelten aufwartet wurden noch ein paar Maß verköstigt. Ein anderer Part zog den Besuch des Willy-Sachs-Stadion in Schweinfurt vor. Ein gesonderter Bericht über den Abstecher, der an einen Besuch bei Holstein vor 15 Jahren erinnerte, folgt natürlich.

 

Panorama

 

Bei sehr warmen 28° C verzogen sich die rund 300 mitgereisten Kieler verständlicherweise so weit unters Dach, dass sie nicht von der prallen Sonne gegrillt wurden. Der Stimmung und Lautstärke tat das keinen Abbruch.

 

Gästeblock

 

Jahn

 

Im Vorfeld wurde noch um die Einsätze von Kapitän Czichos, Schmidt und auch Lenz gebangt. Doch die Aufstellung brachte positive Nachrichten mit sich: Alle dabei. Auch Fußballgott Herrmann rückte wieder in die Startaufstellung. Und das sollte sich noch auszahlen. Nachdem die ersten rund 20 Minuten des Spiels bereits sehr unterhaltsam waren und von Holstein über weite Strecken bestimmt wurde, legte Patrick Herrmann mit einer zauberhaften Flanke Kingsley Schindler auf, der den Ball aus fünf Metern nur im Tor unterbringen musste. Kollektives Entzücken über diesen tollen Spielzug Herrmanns, der die Führung eingeleitet hatte.

 

20. August .2017, Endstand 3:1

 

Kaum zu glauben, dass schon drei Spieltage 2. Bundesliga für Holstein Kiel rum sind. Und wir können wirklich zufrieden sein. Nachdem die ersten beiden Spiele gegen Sandhausen und Union Berlin den Holstein-Fan mit noch leicht gemischten Gefühlen zurückgelassen hatten, stellen die heute geholten drei Punkte das Kieler Herz vorerst zufrieden.

 

West 1

 

Fürth 1

 

Nach dem Sieg in der ersten DFB-Pokalrunde ging die Mannschaft mit einem gesunden Selbstbewusstsein in die Partie. Markus Anfang vertraute der Startelf aus dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig. Unter schweren, dunklen Wolken gingen beide Teams von Beginn an sehr offensiv zu Werke. Nach nicht einmal zehn Minuten konnte Holstein schon drei Chancen für sich verbuchen. Allesamt von dem mal wieder großartig aufgelegtem Marvin Ducksch.

 

Der erste Treffer gelang allerdings den Gästen. Nach etwas zu viel Gewühl vor Kronholms Füßen, glitschte der Ball irgendwie zu Gjasula und anschließend ins Tor. Kenny hierbei quasi machtlos.

 

Tor 1

 

Schmidt

11. August 2017, Endstand 2:1

 

Wirkliches Pokalspiel oder eher eine weitere Standortbestimmung – das war vor dem Duell gegen Eintracht Braunschweig die Frage. Nach der Auslosung waren viele Holstein-Fans ein wenig enttäuscht gewesen, dass es kein Erstligist geworden war, nun kam der BTSV irgendwie doch ganz passend. Schließlich waren die ersten beiden Ligaspiele zwar attraktiv gewesen, hatten aber auch Schwächen, vor allem im defensiven Bereich, offenbart. Und so gab es, wie es sich bereits im Training unter der Woche angedeutet hatte, zwei Wechsel. David Kinsombi ersetzte Peitz auf der Sechs und Sebastian Heidinger kam für Patrick Herrmann.

 

Pokal

 

Erst einmal galt es aber den Tag rumzubekommen. 20:45 Uhr ist es eine eher suboptimale Anpfiffzeit. Klar, ist nach der Arbeit noch genügend Zeit für Essen und ein entspanntes Pre-Match-Bierchen, andererseits ist der Kopf für rationale Gedanken fast den gesamten Tag nicht wirklich zu gebrauchen. Irgendwann geht es dann aber doch zum Stadion, wo einiges an Staatsmacht mitsamt Wasserwerfern vor Ort ist. Ja, ist denn heute schon Dresden? Insgesamt wirkt es ein bisschen übertrieben, zudem die gästeseitige Szene vor kurzem knapp 200 Stadionverbote kassiert hat. Das macht sich leider auch im Stadion bemerkbar: Der Gästeblock ist zwar halbwegs gut gefüllt, doch die Stimmung ist eher mau.

 

Panorama

 

Einlauf

 

Im Rest des Stadions herrschte hingegen beste Pokalstimmung, auch wenn das Kribbeln vielleicht nicht ganz so doll war, wie bei früheren Partien. Liegt es daran, dass man einfach älter geworden ist? Oder daran, dass es halt nicht mehr das Duell Regionalliga gegen 1. oder 2. Bundesliga ist? Ist ja auch im Endeffekt egal. Aus den Boxen schallte der neue Song der Denkedrans und Holstein ist an sich schon Grund genug sich zu freuen und so wie die Mannschaft derzeit spielt, bringt es auch wirklich Spaß, dabei zu sein.

 

Lewo1

 

Ducksch1

 

4. August 2017, Stadion an der alten Försterei

 

Panorama

 

18:28 Uhr: Nina Hagens "EISERN UNION" schallt durch das Stadion an der alten Försterei. Alle in rot gekleideten recken ihre Schals in die Höhe, die ohrenbetäubende Stimmung geht selbst vielen Kieler durch Mark und Bein. Spätestens jetzt weiß der Anhang in blau: Holstein spielt in der 2. Bundesliga. Gänsehaut und auch ein paar Tränen der Rührung übermannen die Schreiberin. Es ist nicht die erste Begegnung zwischen den Störchen und den Eisernen. Und trotzdem spürt das Publikum bereits weit vor dem Anpfiff, dass das hier heute ein ganz besonderes Spiel werden kann.

 

Dong Xuan Center

 

Blumen

 

Pho

 

Doch bevor die Autobesatzung das Kultstadion in Köpenick erreicht, wird noch ein Abstecher zu einer anderen, sehr lohnenswerten Location unternommen. Dank früher Abfahrt erreichen wir gegen Mittag das Gelände der ehemaligen VEB Elektrokohle in Lichtenberg. Dort hat sich ein Zentrum vietnamesischer Einwanderer gebildet. Ein Großmarkt, der kaum einen Wunsch offen lässt. Exotische Lebensmittel, Bekleidung, Accessoires und Kitsch aus aller Welt werden angeboten, dazu jede Menge Dienstleistungen: vom Friseur über die Maniküre bis hin zum Tattoo ist alles dabei. Doch das Highlight für CCK sind natürlich die zahlreichen vietnamesischen Restaurants und Imbisse, die sich über das Gelände verteilen. Wir lassen es uns natürlich nicht nehmen, niederzulassen und unter Anderem das Nationalgericht Vietnams zu kosten. Die Pho ist eine Suppe mit Rindfleisch und in unserem Fall auch guter Würzung durch Ingwer, Koriander, Lauchzwiebeln und nicht gerade milden Chilis. Außerdem wird uns vietnamesischer Kaffee serviert. Nichts für den ungeduldigen Koffeinjunkie. Eine Konstruktion aus Sieb und Filter sorgt dafür, dass brühend heißes Wasser langsam - sehr langsam - durch das Kaffeepulver hindurch in ein Glas tröpfelt, in dem sich vorgewärmte süße Kondensmilch befindet. Interessant, aber vermutlich nicht jedermanns Ding.

 

Einlauf

 

Gästeblock

 

Gästeblock 2

 

Ritter Keule

 

Eisern Kurve