3. Februar 2018, Endstand 1:1

 

In der jüngeren Vergangenheit trafen die KSV und der SSV durchaus häufiger aufeinander, häufig unterhaltsam und nicht selten mit dem besseren Ende für die Störche. So trotzte das Kieler Publikum den eisigen Temperaturen und machte sich optimistisch gestimmt auf den Weg zum "Nord-Süd-Schlager des kleinen Mannes", wie Sky die Partie liebevoll betitelte. Inklusive der rund 130 Regensburger schlotterten 9.502 Zuschauer auf den Rängen.

 

Gegenüber des Auswärtsspiels in Fürth gab es erneute Umstellungen. Drexler musste gelbgesperrt von der Tribüne aus zuschauen, und wurde auf seiner Position von Ducksch vertreten. Seydel fungierte als Spitze. Dafür kehrte Kenneth Kronholm zurück ins Tor. Czichos und van den Bergh drohten unter Woche noch mit Magen-Darm auszufallen, waren aber rechtzeitig wieder genesen. Kinsombi stand für Karazor von Beginn an auf dem Rasen. Im Vorfeld hatte Ducksch ein Versprechen abgegeben und das Publikum war gespannt, ob er es halten würde. Doch zunächst durfte nochmal Erik Cohen ans Mikro. Gemeinsam mit Dominick Drexler stand er Sky Rede und Antwort.

 

Drexler und Erik in love

 

West

 

Gäste

 

Nach Anpfiff dauerte es ganze vier Minuten, bis zumindest eine Sache auf der Wunschliste der Holsteinfans abgehakt werden konnte. Ein direkter Freistoß, geschossen von Marvin Ducksch, senkte sich nach einer nahezu perfekten Flugkurve hinter Jahn-Keeper Pentke ins Tor. Normalerweise sind das die Dinger, die sich die KSV fängt. Das Holsteinstadion glich einen Moment lang einem Tollhaus und als Zuschauer ließ man sich schon dazu hinreißen, Aussagen zu treffen wie: „Wenn der Ducksch wieder trifft, dann geht Regensburg heute leer aus.“ Doch übermäßige Euphorie tut selten gut - und so gab es vor dem Spiel den einen oder anderen Kieler, der sich von der vermeintlichen Negativserie, die ja immer sechs Punkte aus sieben Spielen eingebracht hat, runter ziehen ließ.

 

Duckschi

 

Jubel

 

Die 28. Minute hielt dann auch einen Dämpfer bereit. Ein Rechtsschuss von Grüttner sorgte für den Ausgleich. Bis zum Ende der ersten Hälfte war die Partie durchaus ausgeglichen. Kronholm parierte den einen oder anderen Torschuss der Gäste, während Seydel, Ducksch & Co. Alles dafür taten um das Ergebnis auf der Anzeigetafel wieder zugunsten der Kieler zu korrigieren. Doch leider mit mäßigen Erfolg. Trotzdem gestaltete sich das Spiel deutlich attraktiver als in der vorherigen Woche in Franken. In der Pause wurde jede Gelegenheit genutzt, sich aufzuwärmen. Voller Dankbarkeit konnte sich so mancher sogar an hausgemachten, schwäbischen Leckereien erfreuen. Auch wenn wir hier an der Küste in erster Linie die Wiedereinführung maritimer Spezialitäten in Form von Fischrötchen fordern – so eine heiße Brühe mit Maultauschen dürfte bei den aktuellen Temperaturen sicher mehreren Kielern gefallen (Eddi, du bist zurecht einer der 111 Gründe, Holstein Kiel zu lieben).

 

Maultaschen

 

Fischbrötchen, jetzt!

 

Eingang West

 

Meh

 

Ein spielerischer Leckerbissen war die zweite Halbzeit gewiss nicht. Aber dennoch waren die Störche schwer bemüht, den Appetit auf ein Ende der Sieglos-Serie zu stillen. Doch leider ging es hungrig nach nach Hause, im Falle von Kingsley Schindler wurde ein Treffer sogar zu Unrecht aberkannt (natürlich eine knappe Kiste, aber im Zweifel doch bitte für den Angreifer).

 

Trotz größtem Einsatzes blieb es am Ende beim 1:1. Doch die Saison abschreiben, wie tatsächlich auf dem Weg zurück zum Auto von einem Rentner-Duo zu hören war, muss man die Saison noch lange nicht. Es gilt weiterhin, dass der Kieler stolz auf das sein kann, was die Störche in der bisherigen und immer noch eine der stärksten Spielzeiten gezeigt hat.

 

Und mit Holstein am kommenden Freitag auf den Betze zu reisen ist doch mal sowas von geil.

 

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