31. Januar 2015, Endstand 1:1

 

Was war in der Winterpause nicht alles passiert? Erfolgreiches Trainingslager in der Türkei inklusive einem guten Auftritt gegen Heidenheim und einer klaren Niederlage gegen den türkischen Erstligisten aus Mersin und die endlich vollzogenen Vertragsverlängerungen mit Trainer Karsten Neitzel und Tim Siedschlag. Dennoch ist es der Auftakt der Pflichtspiele, den der gemeine Holstein-Fan herbeisehnt. Und natürlich war es angenehm, das erste Spiel im heimischen Kiel austragen zu dürfen und nicht wieder das Wochenende auf der Autobahn Richtung Südwesten zu verbringen.

 

Am heutigen Spieltag lud das Wetter aber nicht gerade dazu ein, einen Fuß nach draußen zu setzen. Die Temperatur schlich irgendwo um den Gefrierpunkt herum und eine dicke Nebelsuppe versperrte einem die Sicht. Die Supside hatte sich zum Restrundenstart etwas Nettes ausgedacht und präsentierte der Westtribüne heute zwei neue Seidenschals, die auch sehr gut angenommen wurde. Gute Aktion!

 

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Trotz des bescheidenen Wetters und dem nicht ganz so interessanten Gegner schafften es heute gut 4000 Zuschauer auf die Ränge des Holstein-Stadions, davon auch 15 Anhänger des kleinen VfB aus Stuttgart.

 

 

Auf Seiten der Gäste waren zwei Spieler mit dabei, die schon einem größeren Fußball-Publikum in Deutschland bekannt sein dürften, Daniel Ginczek und Konstantin Rausch durften heute in der Zweiten auf dem gut bespielbaren Kieler Rasen ihr Können zeigen. Rausch bringt bei mit seinen 24 Jahren übrigens schon auf 175 Spiele in der 1. Bundesliga. Aber nicht nur diese Zwei machten auf dem Rasen eine gute Figur. Man hatte sogar den Eindruck, dass die KSV mit solch einer engagierten Vorstellung nicht gerechnet hätte. So hatte Kenneth Kronholm garnicht erst die Möglichkeit, gedanklich und körperlich im Torraum festzufrieren und war gegen Daniel Ginczek auf dem Posten. Nach acht Minuten war die KSV das erste Mal richtig gefährlich vor dem Tor der Stuttgarter. Der heute starke Manuel Schäffler schnappte sich das Leder und überwand auch gleich von der linken Ecke des Strafraums aus Benjamin Uphoff. Schäffler merkte man seine Freude über die Überwindung seiner kleinen Torflaute sichtbar an.

 

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Viel Zeit zur Freude blieb aber unglücklicherweise nicht. Irgendwie schienen die plötzlich aufgetretenen Endorphine das Defensivverhalten der Störche ein wenig durcheinandergerüttelt zu haben, denn 60 Sekunden später schien die Abwehr nicht ganz auf dem Posten zu sein. Erst scheiterte Kiesewetter noch an Kronholm, den Schuss konnte der Kieler Schlussmann nur direkt vor die Füße von Tashchy klären. Der hatte dann keine Mühe zu verwandeln.

 

Der guten Stimmung auf den Rängen taten diese Ereignisse jedoch nicht wirklich schlecht,. Es wurde sich einfach warm gesungen. Überhaupt war die Westtribüne heute gut gefüllt. Und die gekommenen Fans sollten auch noch auf ihre Kosten kommen, denn auf dem Feld ging es hin und her. Erst konnte Uphoff einen Schäffler-Versuch nur ganz knapp klären, dann hatte Kronholm drei Minuten später bei einem Ginczek-Schuss den Ball sicher. So richtig stabil wirkte die Kieler Defensive doch auch in der Folge nicht. Insbesondere die Bundesliga-Leihgabe Rausch sorgte auf links für ordentlich Betrieb. Nach 20 Minuten stand dann wieder der Kieler Fünfmeterraum im Fokus. Wanitzek scheiterte abererneut an Kenneth Kronholm. Dann wieder Holstein. Aus dem Mittelfeld schickte man Heider in die Spitze, doch Uphoff hat keine Probleme beim Schuss von Kiels derzeit bestem Torschützen. Gegen Ende der ersten 45 Minuten beruhigte sich die Begegnung etwas. Doch es war schon etwas überraschend, wie schnörkellos und motiviert die Gäste heute zu Werke gingen. Ganz anders als im Hinspiel in Großaspach, als Holstein in einem mäßigen mit 0:1 unterlag. Wirklich gefährlich wurde es nur noch einmal kurz vor der Pause, als Uphoff ein Laufduell gegen Heider ganz knapp für sich entschieden konnte. Jedoch ohne Ergebnis. Danach bat Schiedsrichter Bokop in die Kabinen und über das Zwischenergebnis konnte sich wirklich keiner beschweren.

 

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Die zweite Halbzeit begann anders als der erste Durchgang. Die Gäste waren nicht mehr so offensiv und auch Holstein begann das Pressing weiter in Richtung der eigenen Hälfte, schließlich hatten die Gäste es in der ersten Hälfte ein ums andere Mal geschafft, die hoch stehende Defensive in Schwierigkeiten zu bringen. Nach 55 Minuten rauschte der Ball halbhoch in den Strafraum auf Heider, doch dieser konnte dieGroßchance nicht nutzen. Wenige Minuten später die nächste Riesenchance. Siedschlag findet von rechts den freien Schäffler, doch der kann den Ball fünf Meter vor dem Tor nicht kontrollieren. Die KSV hat das Spiel nun klar im Griff, von Stuttgart kommt fast garnichts, doch Uphoff im Gästetor musste nur noch vereinzelt sein Können unter Beweis stellen.

 

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Am Ende wären auch drei Punkte gegen starke Stuttgarter verdient gewesen. Doch die zweite Halbzeit erinnerte in Sachen Chancenverwertung ein wenig der Hinrunde. Nächste Woche geht’s in die Lausitz, da dürfte die KSV mit der Leistung der zweiten Hälfte nicht chancenlos sein. Alle nach Cottbus!

 

Übrigens: Dass auch gute Musik im Holstein-Stadion eine Chance bekommt, zeigte sich vor dem Anpfiff, als Marcus Wiebusch' Stimme durch das Stadion schallte. Gute Sache!

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

 

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