25. März 2017, Endstand 1:1

 

Roland Reime ist tot.

 

rip

 

Diese Nachricht platzte überraschend und unerwartet in die morgendliche Vorfreude auf das Duell mit dem 1. FC Magdeburg. So ging es dann auch wenig später mit trotz Frühlingswetters gedämpfter Stimmung zum Stadion. Zu Beginn des Spiels wurde dann dem verstorbenen Präsidenten der KSV gedacht. Ein wirklich bewegender Moment – Ruhe in Frieden, Roland!

 

schweigeminute

 

Applaus – dann Stille von 8.420 Anwesenden. Danach hieß es dann den Hebel wieder auf Fußball umlegen, es stand ja immerhin ein Spitzenspiel an. Dafür hatten auch rund 2.000 Magdeburger ihren Weg an die Förde gefunden. Dies führte rund um das Holstein-Stadion mal wieder zu einem Großaufgebot der Staatsmacht und ebenfalls zu einem Verkehrschaos führt, in dem sich zwischenzeitlich auch einige der Akteure befanden, die sich wenig später auf dem Platz befinden sollten. Aber das scheint ja irgendwie dazu zu gehören.

 

west

 

stadion

 

gäste

 

Immerhin waren die Tribünen zum Anpfiff gefüllt, auf der Westtribüne gab es sogar ein kleines Intro in den Vereinsfaben. Der Anhang der Gäste setzte beim Support weniger auf Optik, sondern vor allem auf Lautstärke, wobei besonders die Wechselgesänge zwischen den beiden Gästeblöcken durchaus zu gefallen wussten.

 

Trotz der notwendigen Umstellungen (der Fußballgott war gelb-gesperrt und Steven Lewerenz hatte sich während der Woche eine Muskelfaserriss zugezogen) legte Holstein selbstbewusst los. Viel Ballbesitz und immer wieder schnelle Vorstöße über Schindler und Drexler führten allerdings nicht zu den wirklich zwingenden Aktionen. Je weiter sich der Minutenzeiger in Richtung Halbzeit drehte, umso gefährlicher kamen die Gäste aus der Elbestadt vor das Holsteiner Tor. Die Chancen von Hammann und Niemeyer blieben allerdings ohne Folge, weshalb es mit einem 0:0 in die Pause ging.

 

duksch

 

sicker

 

Die erste Torchance in Durchgang zwei erarbeitete sich wieder die KSV. Der in die Startelf gerückte Arne Sicker wurde von Drexler bedient, stand bei seinem Schuss allerdings im Abseits. Kurz danach dann Torbjubel – allerdings auf Gästeseite. Kath hatte den Ball an Kronholm vorbeilegen können. Das Heimteam damit im Rückstand, wirkte aber keineswegs geschockt und spielte weiter kontrolliert offensiv. In der 60. hatte Marvin Duksch, welcher der Gästeabwehr enteilt war, die Riesenchance zum Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber beim Versuch, Keeper Zingerle zu überlupfen. Weitere Möglichkeiten blieben ungenutzt – dann wurde allerdings Tim Siedschlag in der 84. Minute im Strafraum gefoult. Elfmeter – den der Gefoulte selbst verwandeln wollte. Wollte, denn Siedos Schuss wurde von Zingerle zur Ecke abgewehrt. Die Enttäuschung dauerte nicht lange – beim Eckball stand Kapitän Czichos zum Einnicken bereit und erzielte den Ausgleich.

 

 

tor

 

abklatschen

 

Zwar ergaben sich in der Schlussphase noch einige gute Offensivaktionen, am Ende stand allerdings das Unentschieden. Unter dem Strich gerecht für beide Teams. Trotzdem gingen viele aber wohl mit einem undefinierten „Glas-halbvoll-oder-halbleer-Gefühl“ nach Hause.

 

runde

 

Ein Punkt gegen den Tabellenzweiten ist sicherlich nicht zu verachten, trotzdem bleiben die Magdeburger erst einmal vier Punkte vor Holstein. Dieser Abstand kann am Dienstag deutlich verkürzt werden, wenn es zum Nachholspiel nach Lotte geht. Die Sportfreunde schwächeln im Moment ein wenig – wenn das Team von Markus Anfang voll punktet ist wieder alles möglich. Wenn...

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

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