1. März 2019, Endstand: 0:2

 

Die Vorfreude auf Heimspiele ist ja schon irgendwie immer da. Aber es gibt so Spiele, da fiebert der Fan ganz besonders drauf hin. Die Konstellation an diesem Freitagabend gab alles dafür her, richtig heiß auf die Begegnung zu sein. Flutlicht, ausverkauftes Haus, Spitzenspiel – das alles hielt der 24. Spieltag für die Kieler Anhängerschaft bereit. Darüber hinaus wurde dank der sangesfreudigen Reisegruppe aus Berlin auch eine großartige Stimmung erwartet. Von der sportlichen Perspektive – ein Sieg würde die KSV mindestens für eine Nacht auf den Relegationsplatz befördern - mal ganz abgesehen. Wer als Holsteinfan da keine Vorfreude empfand, dem ist auch nicht zu helfen. Vor dem Fest wurde es allerdings nochmal andächtig. Zu Ehren des letzte Woche an Krebs verstorbenen Holstein-Fans Björn fand ein Trauermarsch statt, vor Anpfiff wurde eine Schweigeminute abgehalten.

 

björn

 

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fcublock

 

Dementsprechend war die Stimmung heimseitig anfangs noch etwas gedämpft. Auch die Gäste aus der Bundeshauptstadt brauchten etwas, um warm zu werden. Auf dem frisch verlegten Rasen hingegen ging es direkt zur Sache. Die KSV mit dem ersten angriff noch in der ersten Minute, Union mit der passenden Antwort. Es sah zunächst danach aus, dass es das erwartete hochklassige Spiel werden könnte. Doch bereits nach wenigen Minuten schienen die Störche in ihrem Vorwärtsdrang ins Stocken zu geraten. Die Eisernen klar zweikampfstärker und defensiv ein Bollwerk. Holstein hingegen defensiv mit Unsicherheiten. Das wurde in der 27. Minute bestraft. Felix Kroos trofft zum verdienten 1:0 für die Gäste. So ein richtiger Weckruf für die KSV war das Tor allerdings nicht. Zwar schien sich das Spiel gegen Ende der ersten Hälfte etwas zugunsten der Kieler zu stabilisieren, so richtig Fahrt nahm es allerdings nicht auf. Zu stabil stand die gegnerische Defensive.

 

okugawa

 

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Auch die zweite Hälfte brauchte keine lange Abtastphase. Doch trotz aller Bemühungen, blieben Holsteins Angriffe zu harmlos. Weniger harmlos hingegen entwickelte sich die Stimmung auf dem Platz. Der Schiedsrichter, der sich schon in der ersten Hälfte mit einigen Entscheidungen den Unmut des Heimpublikums eingehandelt hat, bekam zunehmend mehr zu tun und bewies dabei nicht immer ein glückliches Händchen. Doch am Schiedsrichter konnte der Spielstand keineswegs festgemacht werden. Die Störche ohne Zugriff aufs Spiel und wenig kreativ. Union hingegen clever und spielstark. Die Gäste zeigten deutlich, dass sie verdient im Aufstiegsrennen zur Spitzengruppe gehören. Doch so lange der Schiedsrichter nicht zum Feierabend pfeift, gibt sich die Kieler Mannschaft ja bekanntlich nicht geschlagen. Doch statt einer zündenden Idee für einen möglichen Ausgleich, gab es in der Nachspielzeit erst einen Pfostentreffer für die Gäste und wenige Sekunden später das 2:0. Damit war auch dem optimistischsten Kieler klar, dass würde hier nichts mehr.

 

walter

 

schirme

 

runde

 

Schade um die Chance, sich weiterhin oben mit festzukrallen. Aber auch weiterhin kein Grund, trübsal zu blasen. Schließlich gab es in 24 Ligaspielen nur fünf Niederlagen - ein Wert, der sich angesichts der Prognosen vor der Saison ganz ordentlich darstellt.

 

kielsiehtrot

 

Und für die, die immer noch darauf hoffen, dass Holstein ein Aufstiegskandidat ist: Auch nach Ende dieses Spieltages sind es "nur" fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. ;)

 

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