20. Dezember 2015, Endstand 0:4

 

So unterschiedlich können 0:4-Niederlagen sein.

 

wimpelübergabe

 

Holsteins U19 ging nicht gerade als Favorit in die Pokalbegegnung. Allerdings war das Viertelfinale gegen den Nachwuchs von Borussia Dortmund bereits vor Anpfiff der größte Erfolg der Kieler A-Jugend.

 

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Andrang

 

Die im Vorfeld gerührte Werbetrommel hatte Wirkung gezeigt. Gut 940 Zuschauer drängten sich um den Kunstrasenplatz im Projensdorf.

 

Und die wurde für ihr Kommen belohnt. Obwohl die Gäste bereits nach 12 Minuten in Führung gingen, konnte der Störche-Nachwuchs sich phasenweise gegen die technisch starken Dortmunder zur Wehr setzen. Über die gesamte Länge des Spiels konnten sich die Gastgeber sogar immer wider Chancen herausspielen. Auch wenn es am Ende leider nicht zu einem Ehrentreffer reichte, verkaufte sich die Holsteiner U19 wirklich gut. Sowohl der eigene Trainer Christian Riecks zeigte sich nach Abpfiff zufrieden, als auch der Dortmunder Coach gab zu, dass die Kieler seinem Team in der ersten Hälfte mehr Probleme bereitet hatten, als gedacht.

 

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coimbra

 

Zum Ende des Jahres war diese Begegnung nochmal ein echtes Highlight und hoffentlich darf sich die A-Jugend im nächsten Jahr über den einen oder anderen neugewonnenen Fan freuen.

 

enttäuschung

 

riecks

 

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18. Dezember 2015, Endstand 0:4

 

Freitagabend, Flutlicht, der Duft von Glühwein in der Luft und hier und da eine Weihnachtsmannmütze auf den Rängen.

 

Es hätte ein wirklich schöner Jahresabschluss werden können. Nachdem Holstein zuletzt wieder an Stabilität hinzugewonnen zu haben schien, ging man mit vorsichtigen Optimismus in dieses Spiel gegen den Tabellennachbarn.

 

Choreo

 

Flutlicht

 

Als die Westtribüne mit Einlauf der Mannschaften eine Konfetti-Choreo mit dem schriftlichen und akustischen Treuebekenntnis "Nur Holstein Kiel" präsentierte war man durchaus guter Dinge.

 

Herrmi

 

Spielerisch präsentierte sich Holstein nicht durchweg schlecht. Allerdings haderte man mit dem alten Problem Chancenverwertung. Und es waren die Gäste, die nach 33. Minuten in Führung gingen und keine zehn Minuten nochmal nachlegten. Auch die zweite Halbzeit behielt keine vorzeitigen Weihnachtsgeschenke für die Störche bereit. Ganz im Gegenteil: In der 62. und 72. Minuten versenkte der HFC noch zwei Bälle und besiegelte damit die bittere Niederlage. Wohlgemerkt in einem Spiel, in dem Holstein fast doppelt so viele Chancen wie der Gegner herausspielte. Effektivität war an diesem Abend eben der Schlüssel zum Sieg.

 

Endstand

 

Am Ende geht es mit einem faden Beigeschmack in die Winterpause und der Hoffnung, im kommenden Jahr

 

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Stadion am Bruchweg, 12. Dezember 2015, Endstand 0:0

 

Geschafft! Ein Häkchen hinter Mainz und damit hinter das Auswärtsjahr 2015. Okay, eigentlich rechnen Fußballfans eher selten in der Zeiteinheit „Jahr", sondern meistens in „Saison" - aber irgendeinen Aufhänger braucht der Schreiber für diesen Artikel. Zudem herrschte auf der Rückfahrt aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt eine gewisse Erleichterung, dass bis Weihnachten nur noch ein Heimspiel folgt und dass eine weitere etwas weitere Tour geschafft war. Hin und zurück jeweils 620 Kilometer, was eine Distanz darstellt, welche die Fans anderer Teams aus strategisch günstiger gelegenen Städten gefühlt im halben Jahr nicht verfahren. Aber das ist nunmal das Los als Kieler. Das weiß man es auch zu schätzen, wenn das Wetter halbwegs passabel ist (und 2015 meinte es Petrus verdammt gut mit den Auswärtsfahrern), auch wenn Dauerregen von Kassel bis Kiel schon ganz schön nerven kann. Immerhin kommt der Kieler Auswärtsfahrer südlich des Elbtunnels inzwischen recht gut ohne Baustellen durch – leider nicht nördlich. Mehrere hundert Kilometer abgerissen, um sich dann auf Vollsperrungen, Tempolimit etc. zu freuen. Man stelle sich vor, beim Radklassiker Paris-Roubaix würden die Kopfsteinpflasterstücke allesamt vor dem fast schon in Sichtdistanz befindlichen Ziel liegen.

 

Aber zurück nach Mainz. Nach früher Ankunft, ging es zunächst einmal in den am Stadion gelegenen Supermarkt, auf der Suche nach einheimischen Produkten. Beim Bier wurde dafür ins 75 Kilometer den Main aufwärts gelegene Aschaffenburg ausgewichen. Zum einen, weil sich im Sortiment kein Mainzer Bier befand, zum anderen weil vom Besuch bei der Viktoria das „Schlappeseppel" noch gut bekannt war.

 

 

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Dann noch Pizza für die gesamte Autobesatzung und ab ging es zum Bruchwegstadion, wo sich in der Zwischenzeit weitere bekannte Kieler Gesichter eingefunden hatten. Von Seite des Heimvereins schien das Spiel auf sehr wenig Interesse zu stoßen (die offiziell 789 Zuschauer verteilten sich gut im weiten „Rund") und das obwohl die Erste bereits am Abend zuvor gespielt hatte und die Temperaturen im eigentlich recht angenehmen Bereich lagen. So war nur der Haufen von rund hundert Kielern im Ex-Bundesligastadion (bis 2011 die COFACE-Arena eröffnet wurde) zu vernehmen – und das mal richtig gut!

 

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Auf den Rängen war Kiel bereit, und auch die Spieler standen schon im Tunnel – als die Nase von Schiedsrichter Tobias Reichel zu bluten begann und am Spielfeldrand die Diskussionen losgingen, ob, für den Fall der Fälle, denn ein Zweitschiedrichter da wäre. Die Mainzer zogen sich zunächst einmal in die Kabine zurück, wohingegen Kiel sich auf dem Feld warmhielt und alle versuchten das beste aus der Situation zu machen. Fünfzehn Minuten später konnte es dann auch mit Schiedsrichter losgehen. Bei Kiel musste im Vergleich zum Erfurt-Spiel wieder einmal umgestellt werden. Fabian Schnellhardt war durch eine Einblutung im Muskel zum Pausieren gezwungen, während Ewans Nyarko sein Startelf-Comeback feierte und sich Rafael Czichos nach seiner Gelbsperre zurückmeldete. Zudem rückte Weidlich im 4-1-4-1-System ins Mittelfeld an die Seite von Tim Siedschlag.

 

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5. Dezember 2015, Baustelle Steigerwaldstadion, Endstand 1:3

 

Da es ins Land der guten Würste führte, war es doch klare Sache, dass wir es uns nicht nehmen lassen würden, auch dieses Mal wieder eine frische Roster von der Holzkohle zu verköstigen. Aber das gestaltete sich dieses Mal als nicht ganz so einfach. Aufgrund neuer Straßenführungen verpassten wir leider die Landstraße nach Erfurt, die uns sonst immer an der der Wurst Omi, einer älteren Dame, die an der Straße hausgemachte Thüringer Würste vom Grill verkaufte, vorbei führte.

 

Da bis Anpfiff noch ausreichend Zeit vorhanden war, machten wir uns also auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz. Wir wollten schon aufgeben, als uns die Idee kam, mal vorm örtlichen Einkaufszentrum zu suchen. Und siehe da – Ronnys Holzkohlegrill hielt neben der leckeren Roster auch noch andere Spezialitäten wie z. B. das Brätle, ein Nacksteak, für uns bereit.

 

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flutlicht

 

Frisch gestärkt ging es dann auch schon in Richtung Stadion. Genauer gesagt halb Stadion, halb Baustelle. Eine Hintertortribüne sowie die Gegengerade waren bereits durch einen fast fertiggestellten Rohbau ersetzt. Da Erfurt auch weiterhin für andere Veranstaltungen, wie z. B. Leichtathletik als Standort Bestand haben soll, beinhaltet der 50-Millionen-Bau leider kein Heranrücken ans Spielfeld. Die anwesenden 4.985 Zuschauer, davon ca. 150 aus Kiel (oder aus den 80ern?), tummelten sich etwas komprimiert auf den verbliebenen Rängen.

 

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Mittendrin auf der Haupttribüne auch unser neuer Geschäftsführer Sport Uwe Stöver. Zugegeben, so ganz euphorisch blickte man nicht auf die Begegnung. Die letzten Aufeinandertreffen waren auch Holsteiner Sicht nur von geringen Erfolg gekrönt. Der Letzte Sieg in Erfurt lag acht Jahre zurück.

28. November 2015, Endstand 1:2

 

Irgendwie hatte der Holstein-Fan ja schon gehofft, dass sich nach dem Spiel in Stuttgart irgendeine Art von Selbstvertrauen in den Köpfen der Spieler festgesetzt hatte. Nach 90 Minuten war dann klar, dass so etwas wie Kontinuität wohl noch nicht Einzug in diese Saison gefeiert hatte. Eigentlich war alles angerichtet, es war nicht so kalt wie in den letzten Tagen, der Rasen sah auch ganz passabel aus.

 

Im Gästeblock verliefen sich vielleicht 50 Gäste aus Bayern, schade, da hatte man schon etwas mehr erwartet, trotz einer nicht so großen Fanszene.

 

Gäste

 

Karsten Neitzel vertraute an diesem Sonnabend auf die erfolgreiche Mannschaft vom letzten Wochenende. In den ersten Minuten lief der Ball noch ganz gut durch die blau-weiß-roten Reihen, Schnellhardt und Kegel schafften es ganz gut, die Bälle im Mittelfeld zu verteilen. Oft konnten die Würzburger die KSV nur durch ein Foul stoppen, so auch in der 19. Minute des Spiels, als Kurzweg sich nicht mit fairen Mitteln zu helfen wusste. Schnellhardt trat an, jener Kurzweg brachte den Kopf an den Ball und fälsche unhaltbar für Wulnikowski ab. 1:0 für die KSV! Wieder einmal ein Standard brachte ein glückliches Tor für die KSV, völlig egal, Führung für Holstein!

 

Jubel

 

Man hätte sich gewünscht, dass diese Führung einmal etwas länger Bestand hätte, leider war dieser Wunsch vergebens. 29. Spielminute, Shapourzadeh nimmt Weidlich im Sprint etliche Meter ab, findet in  nahezu leerem Zentrum Daghfous, der Jakusch im Tor keine Chance lässt. Man muss es leider so sagen, Weidlich machte im Vorfeld des Gegentreffers einmal mehr keine gute Figur. Bis zur Pause sah der Zuschauer keine herausragenden Chance mehr, die KSV war aber weiter gewillt, hier noch mit einer Führung in die Kabinen zu gehen, was leider nicht gelang.

 

Nach dem Pausentee suchte Patrick Herrmann sofort wieder den Weg nach vorne, doch sein Schuss schnellte knapp am Tor vorbei. Auch die Würzburger versuchten sich immer wieder im Offensivspiel, entweder fehlte es an Präzision oder Niklas Jakusch musste einige wenige Male sein Können zeigen. Karsten Neitzel wollte es jetzt wissen und brachte Schäffler und Heider für den soliden Sané und Janzer. Doch ihre Bilanz von gemeinsamen drei Treffern in diesem Jahr änderte sich auch in den verbleibenden Minuten nicht, beide Einwechslungen brachten keine Belebung des Spiels.

 

Das Unentschieden und der damit verbundene Punkt war eine Viertelstunde vor Schluss auch Geschichte, Eckstoß für Würzburg, Jakusch unterläuft den durch den Fünfer segelnden Ball und Jabiri trifft am zweiten Pfosten zum 1:2. Holstein versuchte danach noch einmal heranzukommen, musste aber immer wieder aufpassen, nach Ungenauigkeiten im Spielaufbau schnell genug umzuschalten und den Konter der Gäste zu unterbinden. Ein Treffer gelang nicht mehr, sodass Holstein nach zwei Siegen wieder eine Niederlage einstecken musste.

 

Flutlicht

 

Die zweite Halbzeit zeigte einmal wieder die mangelhafte Durchschlagskraft in Holsteins Offensive, besonders Heider und Schäffler konnten keinen frischen Wind nach ihren Einwechslungen auf den Platz bringen. Die KSV bleibt weiter auf Platz 13, allerdings ist das Feld in der unteren Hälfte der Tabelle noch dichter zusammengerückt.

 

Nächste Woche geht’s zum FC Rot-Weiß Erfurt, auch da geht es wieder um drei Punkte.

 

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