14. Dezember 2018, Endstand: 1:2

 

Wir wollen wir ja nicht behaupten, dass wir nach den beiden Auswärtsspielen vorsichtig optimistisch in das vorletzte Spiel des Jahres gegangen sind. Allerdings standen die Zeichen im Vorfeld nicht unbedingt zu unseren Ungunsten. Schließlich hatten die ersten beiden Adventswochenenden zwei spektakuläre Spiele und sechs Punkte geboten. Warum also nicht im Vorfeld des dritten Advents so weiter machen? Serra, der gegen Dynamo noch mit seinem kurzfristigen Ausfall für einen Schreckmoment gesorgt hatte war an diesem Freitagabend wieder fit uns sorgte auch für die einzige Veränderung in der Startaufstellung gegenüber der Partie in Dresden. Größte Veränderung auf Seiten der Bielefelder war hingegen die auf der Trainerbank. Erst am Montag musste Chef-Trainer Saibene seinen Hut nehmen. Uwe Neuhaus nahm seinen Platz ein.

 

Neuhaus

 

Bei winterlichen 2° C und gelegentlichen einzelnen Schneeflöckchen froren sich rund 8.900 Zuschauer die Zehen ab. Zumindest im Gästeblock wurde zu Beginn je beider Hälften etwas dagegen getan. Überhaupt hatten die gut 600 Bielefelder gute Laune mitgebracht. Schon weit vor Anpfiff sorgten sie für eine ordentliche Stimmung am hinteren Ende der Gegengerade. An diesem Abend machte sich das Fehlen der alten Kurve mal wieder unangenehm bemerkbar. An einigen Stellen der Haupttribüne und auch im Innenraum zog es wie Hechtsuppe.

 

Pyro 1

 

Pyro 2

 

Allem Optimismus zum Trotz war es dann aber die Arminia, die sich durchweg besser präsentierte. Die Gäste ließen sich von dem pressinglastigen Spielsystem Kiels nicht aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil – mit viel Biss ging es nach vorne. Holstein hingegen brachte offensiv nur wenig zustande. Erst Kapitän Kinsombi konnte nach etwas über 20 Minuten einen ersten echten Torschuß für die Störche verbuchen. Allerdings ohne den Ball hinter der Linie unterzubringen. Erst im Anschluss dieser Szene schienen zumindest den Kielern auf dem Rasen die Zehen aufzutauen. Doch es waren die Gäste, die in Führung gingen. Nach 34 gespielten Minuten brachte Bielefelds Klos den Ball aus fünf Metern in den Maschen unter. Kurz vorm Pausenpfiff drohte Vogelsammer sogar noch zu erhöhen, zielte allerdings zu direkt in die Arme Kronholms.

 

King

 

West

 

Jubel

 

Dieser zeigte sich in Halbzeit zwei phasenweise wieder von seiner genial-verrückten Seite. Mal holte er unmögliche Dinger raus, mal verursachte dem Kieler Publikum Herzstillstände mit seinen Ausflügen in Richtung Mittelkreis. Aber auch der Kieler Angriff wurde zunehmend gefährlicher. Es entwickelte sich eine intensive Partie. Die Arminia schien deutlich von dem Trainerwechsel zu profitieren. So war es auch ein eine Unsicherheit der Bielefelder Abwehr, die einen Ball erst scharf machten und Serra in der 73. Minuten den Ausgleich ermöglichte. Die Freude über den Augleich hielt leider nicht lange. Nachdem Börner erst die Möglichkeit zum Augleich verursachte, machte er seinen Fehler in der 81. Minute wieder gut und köpfte zur erneuten Gästeführung ein. Die Störche schafften es bis zum Abpfiff nicht mehr die erste Heimniederlage der Saison zu verhindern.

 

An diesem Abend war einfach der Wurm drin. Auch die 0:3 - Niederlage der U23 im kleinen Derby in Lübeck macht es nicht besser. Trotzdem beendet die Ligamannschaft die Hinrunde, je nachdem, wie die Partien des VfL Bochum und des 1. FC Heidenheim ausgehen, mindestens auf Platz sieben.

 

Bei alle dem Pessimismus, der während der Vorbereitung zuweilen herrschte, eine absolut akzeptable Tabellenposition. Mit dem letzten Spiel des Jahres 2018 beginnt auch schon de Rückrunde. Holstein empfängt erstmals seit dem DFB-Pokal 2007 den Hamburger SV. Und nur weil der amtierende Herbstmeister einen Tag vor Heiligabend zu Gast ist, müssen ja keine Geschenke verteilt werden.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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