1. September 2019, Endstand: 1:1

 

Der FC Erzgebirge Aue konnte die letzten sechs Gastspiele im Holstein-Stadion nicht gewinnen. Eigentlich gute Vorzeichen für die KSV, sich von der ärgerlichen Niederlage am Millerntor zu erholen. Andererseits saß bei Aue zum ersten Mal Dirk Schuster auf der Bank – der Neu-Trainer-Effekt sprach als wiederum gegen Holstein. Gemischte Vorzeichen irgendwie, die 9465 Zuschauer anlockten. Der Ergebnistipp lautete relativ häufig: Naja, irgendwie 1:1, oder so.

 

schuster

 

schubert

 

west

 

aueblock

 

Vorweg: Im Moment ist es etwas schwer, Spiele richtig einzuordnen. Aufgrund der guten letzten Jahre und den mehrfach gelungenen personellen Umbrüchen, macht sich wohl bei jedem im Kopf etwas Katerstimmung breit. Zudem war im Kader in den letzten Wochen sehr viel Bewegung. Fast schon selbstverständlich, dass einiges da noch nicht passt. Die Ausfälle des rot-gesperrten Meffert und des verletzten Sander standen bereits vorher fest, zu allem Überfluss musste aus noch Alexander Mühling nach einer halben Stunde verletzt vom Feld. Fast kein Wunder, dass das Mittelfeld danach nicht so sehr vorhanden war.

 

Doch zurück zum Anpfiff. Bei Holstein gab Daniel Hanslik, bei dem derzeit über eine Leihe diskutiert wird, sein Startelf-Debüt. Die Möglichkeit zur Krönung blieb von Hanslik nach zehn Minuten aber ungenutzt, sein Schuss ging knapp über das Auer Tor. Ein weiterer Alu-Treffer der Störche folgte (die KSV führt hier die Zweitliga-Statistik an), danach war dann erstmal das Feuer aus. Zur Mitte der ersten Hälfte wurden die Gäste aus dem Erzgebirge dann nicht nur dominanter, sondern erspielten sich zudem auch ein Übergewicht an Chancen. Die wenigen guten Möglichkeiten blieben bis zur Halbzeit aber ungenutzt – auf beiden Seiten.

 

thesker

Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff konnte Jan Hochscheidt dann allerdings Reimann aus spitzen Winkel überwinden. Der KSV-Keeper sah dabei nicht gerade souverän aus, konnte sich allerdings wenig später auszeichnen. Der Kölner Keller hatte sich gemeldet und einen Hinweis gegeben. Strafstoß für Aue, der allerdings von Reimann entschärft werden konnte.Vorentscheidung vertagt. Es folgte die attraktivste Phase des Spiels. Die Riesenchance von Iyoha endete mit einem weiteren Pfostentreffer, auf der Gegenseite kratzte Ignjovski dann aber einen Schuss von Baumgart von der Linie.

 

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iyoha

 

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jubel

 

Den Punktgewinn sicherte dann der im Moment konstant beste Holstein-Akteur: Nach einer großartigen Flanke von Thesker nickte Lee aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein.Die weiteren Chancen blieben auf beiden Seiten ungenutzt, wobei Aue kurz vor Schluss eine hundertprozentige gab.

 

Kein schönes Spiel, aber aus den oben genannten Gründen schwer einzuordnen. Vielleicht tut die Länderspielpause ja ganz gut. Den Punkt nimmt man gerne mit.

 

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