Sportplatz Bojum, 6. April 2018, Endstand: 2:2

 

Freitagabend, ein Rasenplatz in Angeln, Kreisklasse B und der Grill ist an - es kann einem schlechter ergehen...

 

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Stadion Wilhelmshöhe, 31. März 2018, Endstand 0:2

 

Auch wenn die „Holsaten“ aus Elmhorn stolz die blau-weiß-roten Landesfarben tragen und in ihrem Wappen das Schaumburger Nesselblatt zu sehen ist – ihr fußballerisches Zuhause ist der Hamburger Fußballverband. Und dort waren auch schon die beiden Vorgängervereine FC Holsatia Elmshorn (1907 gegründet) und SuS Elmshorn (1908 gegründet) beheimatet. Ein Konstante der Vereinsgeschichte sind die Versuche der Fusion mit dem Elmshorner MTV, dem die „Holsatia“ inzwischen seit 2005 wieder angehört.

 

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Noch deutlich vor dem Lokalrivalen „Raspo“, der inzwischen im FC Elmhorn aufgegangen ist, konnten „die Tapferen“ Erfolge feiern. In den 1920ern und nach dem 2. Weltkrieg gehörte Holsatia dem Oberhaus des Hamburger Fußballs an. In den 1960ern konnte sich der Verein zudem für die Endrunde um die Deutsche Amateurmeisterschaft qualifizieren und verpasste nur knapp die Aufstiegsrunde zur Regionalliga. In den 1980ern gelang letztmalig ein Aufenthalt in der Beletage des Hamburger Fußballs – inzwischen ist der Club in der Kreisliga von solchen Höhen doch etwas entfernt.

 

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Trotzdem entpuppt sich der Besuch auf der „Wilhelmshöhe“ als ein kleines Highlight. Hier ist die „Holsatia“, nachdem vorher auf dem Gelände der Reit- und Fahrschule (Elmshorn ist neben Michael Stich, Tim Mälzer und Kölln Flocken vor allem für Reitsport, unter anderem aufgrund des Duos Fritz Tiedemann und „Meteor“, berühmt), seit 1910 zuhause. Und tatsächlich springt das Herz des Fußballromantikers vor Freude, als er am Ende der Stichstraße den wunderschönen Stadioneingang erblickt. Und auch ansonsten kann sich die Spielstätte sehen lassen: Neben Stufen zu beiden Längsseiten, die auf einer Seite von alten Eichen begrenzt werden, gibt es auf der Gegengeraden sogar eine kleine Tribüne.

 

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Stadion am Fliesenwerk, 17. März 2018, Endstand 0:2

 

Der wilde, wilde Osten fängt gleich hinter Gudow an. ;) Naja, diese an Truck Stop angelehnten Zeilen sind sicher nicht ganz falsch, wobei Mecklenburg-Vorpommern immer nur bedingt Ostdeutschland ist. Zwar war das Bundesland ein Teil der DDR, andererseits wird man bei der Begrüßung „Moin“ auch nach 12 Uhr nicht fragend angeschaut. Das spricht eindeutig für Norddeutschland - alles ist halt relativ.

 

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Das gilt im übrigen auch für die Temperaturen. Während drei Kieler, die sich am Vorabend den Ar... abgefroren haben und froh sind, dem blizzard-artigen Schneesturm entkommen zu sein, freut sich der Stadionsprecher über jeden Besucher, der bei „arktischem“ Wind den Weg zum Verbandsligakick gefunden hat. Zugegeben, im Wind ist es etwas schattig, wo diesem allerdings entkommen werden kann, ist es fast schon frühlingshaft.

 

Am Eingang werden faire 4 Euro gelöhnt, gratis dazu gibt es die Information, dass es sich beim Gästetrainer quasi um einen Prominenten handelt. Übungsleiter beim Greifswalder FC ist mit Roland Kroos nämlich der Vater von Felix und Toni Kroos, die beide in der Hanse- und Universitätsstadt das fußballerische Einmaleins erlernten. Ganz so große Söhne im fußballerischen Bereich hat Boizenburg nicht zu bieten. Mit Rainer Kaube (in den 1970ern Stamm-Libero bei Hansa Rostock) und Hans Tauchert aber doch zwei nicht ganz unbekannte Namen. Letzterer war in der Saison 1948/49 neben dem Hamburger SV für elf Spieltage auch noch Trainer bei Ligakonkurrent Holstein Kiel in der Oberliga Nord, so dass es zu dem Kuriosum kam, dass im April 1948 Tauchert bei einem Spiel Trainer beider gegnerischer Mannschaften war. Ein prominenterer Name aus neuerer Zeit, der mit dem Verein in Verbindung gebracht werden kann, ist der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Torsten Koop.

 

Als Erfolge für den Verein, der 1948 unter dem Namen BSG Keramik Boizenburg gegründet und 1951 zunächst in BSG Chemie und dann 1954 in BSG Aufbau umbenannt wurde, können immerhin zwei Aufstiege in die zweitklassige DDR-Liga verbucht werden. Trägerbetrieb neben der Elbewerft war das ortsansässige Fliesenwerk (die Stadt trägt auch den Beinamen „Fliesenstadt“), das in direkter Nachbarschaft zum Stadion liegt und zudem Namensgeber ist. Direkt hinter einem der Tore wurde früher sogar der dafür notwendige Rohstoff abgebaut.

 

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Carrow Road, 6. März 2018, Endstand 0:0

 

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“I can’t read, I can’t write, but I can drive a tractor/I’m a Norwich City-fan and I’m a fucking wanker.”

 

Dass dieses “Bauern”-Klischee bereits kurz vor der Endstation in Norwich mit Vorbeifahrt an einem grün-gelben Landmaschinenhändler tatsächlich bestätigt werden konnte, sorgte für große Erheiterung bei der vierköpfigen Zugbesatzung. Knapp zwei Stunden benötigte der Zug von London und nach dem Einchecken im Hotel wurde zunächst das Zentrum der ca. 140.000 Einwohner zählenden Stadt erkundet. Und das ist tatsächlich einigermaßen sehenswert. So kann man gut am River Wensum spazieren gehen, die mittelalterliche Altstadt auf sich wirken lassen oder es sich in einem der Pubs gemütlich machen.

 

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Selhurst Park, 5. März 2018, Endstand: 2:3

 

Heute sollte es endlich zum zweiten Kick der Tour gehen. Über Jonesy, einen britischen Lad, den wir auf unserer letzten Tour kennengelernt hatten, bekamen wir Karten für diesen kracher. Die in etwa 45€ waren gut investiertes Geld. Für mich hieß es back to the roots, da der Selhurst Park mein allererster Ground in England war, den ich je gesehen habe. Am 18. September 2001 war es mit einem gewissen Herrn T. zusammen. Damals gab es ein 5:0 fürs Heimteam.
Heute sollten auch fünf Tore fallen, dazu später mehr.

 

Salvatore trennte sich von unserer Gruppe da er Palace ebenfalls schon hatte.
Da der Kick seiner Wahl mich aber nicht reizte, hatte ich mich für Palace zum zweiten entschieden und sollte es auch nicht bereuen... 🙂 Vor Ort angekommen, raus aus der Bahn begrüßt einen zu allererst die Ticket Mafia, die heute sehr verstärkt unterwegs war und dann mit dem Cherry Tree auch gleich der erste Pub.

 

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Nach einem Pint ging es dann aber schon weiter, und nach einem kleinen kulturellen Abstecher zum "Former Home of Sir Arthur Conan Doyle" sahen wir die Schönheit des Selhurst Park auch schon am Ende der Straße erstrahlen.
Flutlichtspiele haben immer wieder was besonderes, vor allem wenn es sich um britische Stadien in Wohngebieten handelt.

 

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Noch eine runde um den Block gedreht, einen recht guten Cheeseburger in der Fanzone gegessen (leider gab es weit und breit keine Buden) und dann rein in den Arthur Wait Stand. Unsere Plätze waren recht weit hinten, dafür mit Blick auf die Holmesdale Fanatics, eine der wenigen Ultra Gruppierungen auf der Insel.
Die Jungs gaben gut Gas und hielten sich dabei auch an den Rest des Stadions.
Schon zum Einlaufen der Teams wurde es laut, da fast alle mit sangen. Zu unserer leichten Überraschung standen bei uns auch alle, was uns aber sehr erfreute.

 

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