Polman-Stadion, 29. Oktober 2016, Endstand 2:2

 

Heracles gegen Sparta, was klingt wie eine historische Schlacht in Griechenland entpuppt sich bei genauerer Betrachtung doch nur als ein normales Ligaspiel in der Eredivisie.

 

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Trotzdem war es für uns etwas besonderes, Almelo war vor ein paar Jahren der erste Verein den wir in den Niederlanden besucht haben und genießt seit dem unsere Zuneigung. Außerdem wurde das Polman-Stadion modernisiert und auch das Wappen des Vereins hat sich geändert, beides zum positiven.

 

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Almelo hatte sich in der letzten Saison mit dem 6. Platz und dem Sieg in den Playoffs für Europa qualifiziert, leider war davon nicht mehr viel zu sehen. In der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation schied man mit zwei Unentschieden gegen den FC Arouca aus und auch in der Liga lief es bisher nicht berauschend. Es war das Spiel des Tabellen 15. (Almelo) gegen den Tabellen 9. (Rotterdam).

 

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Nachdem wir unsere reservierten Karten im Fanshop abgeholt haben ging unser erster Weg natürlich gleich in den, im Stadion integrierten, Supermarkt. Früher gab es auch noch eine Bibliothek im Stadion die musste aber einem Fitnesstudio weichen...für uns war beides uninteressant ;-)

Auf dem Weg nach Chemnitz geht es vorbei an ein einen kleinen Ort, in dem der eine oder andere Holstein-Fan schon gewesen ist. Allerdings war damals eine kleine „Sehenswürdigkeit“ des Ortes noch unbekannt gewesen. Denn in Meuselwitz gibt es nicht nur die heute noch bespielte Bluechip Arena (ehemals Glaserkuppe Zipsendorf oder Ernst-Grube-Stadion), sondern auch noch das Helmut-Just-Stadion, wo einst die durchaus DDR-weit bekannte BSG Motor Meuselwitz kickte. Ehemals fasste das Rund bis zu 12.000 Zuschauer. „Ehemals“ stimmt hier wirklich sehr, denn aufgrund des Kohleabbaus in der Region kam es immer wieder zu Bodenabsenkungen, weshalb die Spielstätte 1993 verlassen wurde. Nach 23 Jahren hat sich die Natur vieles zurückerobert, aber halt nicht alles.

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Glasgow hat „The old firm“, Porto Alegre das „GreNal“ und Belgrad „das ewige Derby“ - die großen Feiertage des Fußballs finden unter direkten Nachbarn statt. Ein besonderes Duell dieser Art findet auch unweit des Nord-Ostsee-Kanals in Dithmarschen statt. Ein Landstrich im Südwesten Schleswig-Holsteins, der als Europas größtes geschlossenes Kohlanbaugebiet bekannt ist, und dafür dass die Bauern der Region am 17. Februar 1500 das zahlenmäßig weit überlegene Heer des dänischen Königs Johann I. und seines Bruders Herzog Friedrich von Holstein besiegen konnten. Ein Ereignis, das bis heute identitätsstiftend für die Menschen zwischen Eider, Elbe und Nordsee ist.

 

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Dort, im Schatten der Brunsbütteler Hochbrücke, liegt auf einem langgezogenen Erdstreifen die Gemeinde Averlak - mit nur 2 m üNHN nur sehr knapp über dem Meeresspiegel, was dem Dorf auch seinen Namen gab (Aver de Lake = „über dem Wasser“). Bei knapp 600 Einwohnern ist es schon keine Selbstverständlichkeit mehr, dass es überhaupt noch einen Sportverein am Ort gibt. In Averlak gibt es sogar zwei. Los ging es 1959 mit dem FC Averlak, gegründet laut Homepage von einer „handvoll sportbegeisteter Leute“. Der Verein entwickelte sich hervorragend, doch kam es in den 1980ern zu internen Streitigkeiten.

 

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Vom FCA spaltete sich 1986 der SV Blau-Weiß ab und startete zunächst in der Kreisklasse E. Inzwischen spielen beide Vereine zusammen in der Kreisklasse A. Und als wären zwei Mannschaften aus demselben 600-Einwohner-Ort nicht schon genug, gibt es von jedem Verein auch noch eine „Zweite“, die zusammen in der Kreisklasse D spielen. Ein wenig profitiert das Dorf dabei auch davon, dass im benachbarten Brunsbüttel, was den Fußball betrifft, vereinstechnisch eher eine Monokultur herrscht.

 

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Zwei Sportplätze gibt es entlang der 3 Kilometer langen Hauptstraße zwar nicht, abseits des Grüns ist aber alles in rot-weiß und blau-weiß getrennt. Das Vereinsheim des SVs hat sich dabei von einer kleinen zu einer inzwischen recht stattlichen Gartenhütte entwickelt. Bei der räumlichen Dichte sind die Derbys selbstverständlich eine besondere Angelegenheit. Auch wenn diese aufgrund der Sperrung des heimischen Platz auf dem benachbarten Sportplatz in Dingerdonn ausgetragen werden.

 

Wieder einmal ein auf und neben dem Feld unterhaltsamer unterhaltsamer Sonntagnachmittag beim Amateurfußball. Nachdem es am letzten Wochenende nach Schellhorn ging, hieß das Ziel diesmal Lehmkuhlen. Dort empfing der TSV Lepahn die Zweite des Raisdorfer TSV.

 

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Ein entspannter Sonntagnachmittag in der Kreisklasse A Plön. Der Platz der 1949 gegründeten Schellhorner Gilde liegt fast schon idyllisch am Lanker See. Einziger Wehrmutstropfen beim ansonsten unterhaltsamen 2:2: Vereinsheim zu, keine Wurst, kein Kaffee.

 

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