12. April 2007, Stadion Miejski im. Floriana Krygiera, Endstand 2:0

 

Pogon 01

Erste Station nach einem Einkauf bei Real Stettin (nein, das ist kein Fuballverein, sondern ein Supermarkt) war das Stadion Miejski im. Floriana Krygiera, das Heimstadion von Pogon, welches nach dem erfolgreichsten Spieler der Stadt benannt ist. Eintritt war erfreulich günstig (11 Złoty für einen Haupttribünenplatz für mich und umsonst für Frauke), Kontrolle am Eingang sehr penibel und der erste Eindruck des Stadions war durchaus beeindruckend. Das reine Sitzplatzstadion (die verschiedenfarbigen Sitzschalen ergeben den Schriftzug MKS Pogoń Szczecin, sowie das Wappen des Vereins und einen Fuballspieler) ist angelegt wie ein Hufeisen und nur in zwei Blöcken auf der Haupttribüne überdacht, was es recht einzigartig machen dürfte. Besonders beeindruckend ist die große Flutlichtanlage.
eingang
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flutlicht
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Pogon ist übrigens ein Verein, der viele Höhen und Tiefen durchlebt hat: Letztes Jahr wurde der Verein aufgrund dubioser Finanzierung von der ersten in die vierte Liga geschickt - ist aber trotzdem noch sehr beliebt in der Stadt  und in feiert diesem Jahr sein 60jähriges Jubiläum. In diesem Jubiläumsjahr kann man dann zumindest den Aufstieg in die dritte Liga feiern (kurz vor Ende der Saison ist man ungeschlagen Erster, woran auch Darzbór Szczecinek nicht viel ändern konnte) und auch da auf einen Durchmarsch hoffen.

Zum positiven Gesamteindruck bei Pogon trägt natürlich auch die Stadion"gastronomie" bei. Die Krakauer vom Holzkohlegrill ist die absolut beste Stadionwurst, die ich bis jetzt gegessen habe. Außerdem knabbern 90% der Fans während des Spiels geröstete und gesalzene Sonnenblumenkerne, was zu einem dauernden Knistergeräusch im Stadion führt. Die Dinger können übrigens sehr schnell süchtig machen.

 

wurst

sonnenblumenkerne

 

vom Pogonstadion ging's dann mit Vollgas zum Spiel:

Stal Szczecin - Lech Czaplinek, Stadion Stal, Endstand: 2:1

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Aufgrund der vorverlegten Anstoßzeit  haben wir zwar nicht mehr so viel mitbekommen, aber konnten nach dem Abpfiff noch das Stadion von Stal erkunden, das im Gegensatz zum Stadion von Pogon, das einen gewissen postkommunistischen Charme besitzt, eigentlich nur noch post ist. Die besten Tage hat der Laden eindeutig hinter sich, bietet aber schöne Motive. Das was so aussieht wie ein Sprungturm, ist übrigens die Anzeigetafel, auf die aber schon länger keiner mehr hochgeklettert sein dürfte.  

 

schild

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