Promontor utcai Stadion, 01. Oktober 2017, Endstand 0:3

 

Das Schöne an einem Städtetrip mit der Liebsten in eine Großstadt ist, dass man hier meistens genügend Auswahl an Spielen hat, und sich dann mal zu einem verdrücken kann, dessen Terminierung für möglichst wenig Verstimmungen sorgt. So geht es am langen Wochenende zum Tag der Deutschen Einheit, das in Budapest verbracht wird auch nicht zu einem der großen Vereine wie Ferencvaros, Honved oder Ujpest, sondern in den Budapester Südwesten zum Zweitligisten Budafoki MTE.

 

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Großartige Erfolge hat der 1912 gegründete Club nicht vorzuweisen, in der Vorsaison gelang immerhin der Sprung in die 2. Liga. Dort muss man sich wenig überraschend nach unten orientieren: Budafoki steht im Tabellenkeller und empfängt an diesem Spieltag den Tabellenzweiten aus Kiszvárda.
Mit Tram und Bus geht es zum 4000 Zuschauer fassenden Promoter utcai Stadion. Der Ground überzeugt sofort: eine gepflegte Anlage mit einer netten Sitzplatztribüne. Einzig die Laufbahn trübt den Gesamteindruck etwas. Naja, das und die übelst trashige Vereinshymne im 90er Jahre-Eurodance-Style....

 

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Bei strahlendem Sonnenschein finden 500 Zuschauer ihren Weg hierher, wobei sich der Supportkern auf der Tribüne auf Höhe der Mittelinie einfindet. Die Gästefans sind am Ende derselben Tribüne untergebracht, getrennt sind die Lager nur durch ein paar Bauzäune und Flatterband.

 

 

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Auf der Gegenseite sieht man eine kleine Haupttribüne – dabei scheint es sich wohl um die VIP-Area zu handeln. Der Einlass kostet umgerechnet knapp 3 Euro (Stadionheft inklusive), die Gerstenkaltschale gibt es für ca. 1,20€ pro Halben. Da kann man auch die lange Wartezeit beim Einschenken in Kauf nehmen. Das Spiel gestaltet sich recht ausgeglichen, aber bis zur Pause ohne rechte Aufreger. Torlos werden die Seiten gewechselt. Wirklich unterhaltsam wird das Match zwar auch nicht, immerhin fallen jetzt Tore: durch einen Doppelschlag nach einer Stunde legen die Gäste vor, mit dem 0-3 kurz vor Schluss begraben sie endgültig alle Hoffnungen des Heimteams.

 

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Einige nette Pöbeleien zwischen den Anhängern versüßen das Geschehen dann aber doch und dass nach einiger Fragerei für schlanke 5 Euronen noch ein Schal ergattert werden kann, rundet einen feinen Fussballnachmittag ab.