Millerntor Stadion, 26. Oktober 2010, Endstand 1:3

 

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Millerntor - eigentlich das uneingeschränkte Hoheitsgebiet des FC St. Pauli, aber die waren ja schon in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Chemnitz rausgeflogen. Der kleine SC Victoria hatte es da gegen Oberhausen besser gemacht und durfte nun in der 2. Runde gegen den VfL Wolfsburg ran. Da aber die Hoheluft (eigentlich die Heimspielstätte der Zitronengelben) zwar über eine schöne Tribüne verfügt, allerdings nicht über ein fernsehbildtaugliches Flutlicht, musste man zwangsbedingt umziehen. Einerseits natürlich schade, andereseits für die Spieler und den Anhang sicher ein Erlebnis, von dem man in der Victoriaklause nach lange reden wird.

Und die Ränge waren auch durchaus gut gefüllt - zumindest sofern geöffnet. Insgesamt fanden sich 7000 Leute an, die größtenteils auf eine weitere Sensation hofften.

 

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Übrigens kann man jetzt schon, wo zwei Tribünen fertig sind und die erste Ecke geschlossen wurde, erahnen, was für ein geniales Stadion das Millerntor wird, wenn es denn fertiggestellt ist. Freunden der englischen Fußballstadionarchitektur dürfte das Herz aufgehen.
"Kleine Hamburger ärgern die Wölfe" war das Motto des Spiels und der Victoria merkte man an, dass sie dies auch wirklich tun wollten. Allerdings war es wie so häufig beim Vergleich Erst- gegen Fünftligist: Die einen wollen, aber können nicht, die anderen könnnen, aber wollen nicht.

 

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Das Team aus der Autostadt trabte teilweise wirklich recht lustlos über den Platz, und eröffneten den Hamburgern, die natürlich mit viel Herz spielten, so einige gute Offensivaktionen. Trotzdem 0:1 zur Pause, was im Gästeblock so recht keiner mitbekommen hatte. Nach der Pause dann relativ schnell zwei Treffer, die das Spiel entscheiden. Wolfsburg spielte danach größtenteils recht unmotivierte Grütze, gefährdet war der Sieg der Großen aber trotzdem nie wirklich.Immerhin gelang Vicky noch der vielumjubelte "Ehrentreffer" durch Stephan Rahn, der schon in der ersten Runde genetzt hatte.

 

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So waren die Fans der Gastgeber wahrscheinlich am Ende zufriedener als die des VfL, zumindest gab es Standing Ovations von den Rängen und Dank für den guten Support vom Feld. Bei den Wölfen muss man abwarten, wann der ehemalige englische Nationalcoach McLarren den Schirm rausholt ;)
Dicker Pluspunkt des Abends war die bei Gastro: Das normale Millerntorcatering (gute Krakauer, leckere Fischbrötchen) plus das nette Catering in den alten Citroens von der Hohenluft (weltklasse Kaffee und Glühwein). Highlight war aber die hausgemachte Erbsensuppe mit richtig viel Einlage (und das sagt jemand, den man mit 90% der Erbsensuppen jagen kann).

 

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Komplett hausgemacht, ohne jegliche Zusatzstoffe oder andere Pulverchen, gut gewürzt und richtig heiß - das erfeut den kulinarischen Hopper an einem kalten Herbstabend. Minuspunkt: Fin Bartels ist auf den Stadionbechern nicht verewigt und der Getränkeverkäufer ist auch noch der Meinung, dass das so gut sei. Von Kielern gibt es dafür ein dickes "Buuuuh"!

 
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