24. Januar 2016, Weserstadion, Endstand 2:1

 

Noch während sich die Störche im Trainingslager am Mittelmeer vorbereiteten, brach in der Heimat der Winter aus. Da Bremens Platz 11 über keine Rasenheizung verfügt, machte schnell die Sorge vor einer Absage des Auftaktspiels die Runde. Tatsächlich stellte sich heraus, dass der Platz der Bremer U23 nicht bespielbar sein würde. Doch statt einer Absage gab es einen Umzug ein paar Meter weiter. Holstein Kiel durfte ins Weserstadion.

 

stadion

 

flutlicht

 

Davon und von dem anhaltenden Tauwetter motiviert, fanden sich tatsächlich stolze 700 Kieler im Gästeblock und vereinzelt auf der Haupttribüne ein. Ostkurve und Gegengerade blieben geschlossen. Bei insgesamt 1.750 Zuschauern war auch keine Not, diese zu öffnen.

 

gästeblock

 

Trotz der kleinen Kulisse machte das Gastspiel im Weserstadion anfangs Spaß. Direkt unter dem Dach der Westtribüne konnte sich der Kieler Anhang dank der guten Akustik ordentlich Gehör verschaffen.

 

Freude bereiteten auch die markanten Flutlichter, die dem letzten Umbau zum Glück nicht zum Opfer gefallen sind. Etwas, dass man bei den Massen an sterilen Arenen oft vermisst.

 

Die Aufstellung hielt keine großen Überraschungen bereit. Die Torhüterfrage scheint nach nach dem Wechsel zurück auf Robin Zentner vorerst geklärt. Auch die drei Neuzugänge Willi, Matze und Sigi hatten in der Vorbereitung überzeugt und spielten von Beginn an. Genau wie Marc Heider, der in der Wintervorbereitung zuverlässiger geknipst hatte als in der Liga.

 

marc

 

Das Spiel begann unterhaltsam. Die junge Bremer Truppe bestimmte am Anfang das Tempo. Kiel hielt jedoch mit. Trotzdem waren es die Gastgeber, die die ersten Chancen herausspielten und vergaben. Über die gesamte Hälfte hielt sich die Zahl der Gelegenheiten bei beiden Mannschaften die Waage. Die größte Möglichkeit hatte Matthias Fetsch in der 26. Minute, der nach einem Abspielfehler in den Bremer Reihen den Ball lediglich ins leere Tor hätte schieben müssen, jedoch vergab. Angesichts der durchaus kurzweiligen und auch aus Kieler Sicht annehmbaren erste Hälfte war es umso ärgerlicher, dass es in der 45. Minute dann die Bremer waren, die nach einem Fehler von Siedschlag in Führung gehen konnten.

 

maik_fabian

 

Anfang der zweiten Hälfte sah es noch so aus, als wenn sich die Kieler von dem Rückstand nicht entmutigen ließen. Eine ganze Zeit vor den Bremern standen die Störche zum Wiederanpfiff bereit. Anfangs legten sie auch ordentlich los. Doch nach einem Ballverlust von Schnellhardt waren es wieder die Bremer, die den Ball in der 55. Minute im Netz versenken konnten. Und nur wenige Sekunden später gab es eine nächste Chance für Grün-Weiß. Die KSV wirkte zu diesem Zeitpunkt etwas ratlos.

Gut eine Viertelstunde später sah es allerdings wieder etwas besser aus. Nach der Einwechslung von Kegel (für den bis dahin blassen Evseev) und Schäffler (für den wieder glücklosen Heider) schien nicht nur der Stadionbeleuchtung ein Licht aufgegangen zu sein.

In der 69. Minute flankte Schäffler auf den direkt vor dem Tor lauernden Lewerenz, der zum 1:2 einschob. Sofort nahm die Partie aus Kieler Sicht wieder Fahrt auf und die Störche schoben direkt eine weitere Chance hinterher. Diese konnte allerdings nicht genutzt werden und die Bremer Defensive fand wieder besser zusammen. Kurz vor Abpiff der Partie brachte der Bremer Nachwuchs den Ball nochmal aufs Tor, doch die Latte verhinderte einen weiteren Treffer. Im Gegenzug kam Schäffler noch einmal zum Zuge, konnte den Ball jedoch auch nicht in den Maschen versenken.

 

Am Ende bleibt es bei einer ganz bitteren Niederlage. Besonders ärgerlich aufgrund der wieder vergebenen Chancen. 

 

sigi

 

Gegen Chemitz wären drei Punkte wichtig, um sich auch mal für das Geleistete zu belohnen.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

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