Südstadion, 7. Februar 2016, Endstand 2:3

 

Köln und das auch noch am Sonntag vorm Rosenmontag. Da denkt der durchschnittliche Küstenbewohner zunächst einmal „och nöö“, wobei sich die Anwesenheit von einigen Kostümierten im Stadion im Nachhinein als ganz witzig herausstellte (hervorzuheben waren hier natürlich die herrlichen Kickermatte). Die Schmähung „Kiel hat keinen Karneval“ nach Schlusspfiff prallte allerings mal so komplett an uns Norddeutschen ab.

 

kölsch

 

mikewerner

 

karneval

 

mülltönnche

 

gästekurve

 

mariteam

 

Aber zunächst einmal zurückgespult. Das Gefühl vor dem Spiel gegen die heimstarke Fortuna war schwierig zu definieren. Irgendwie hoffte man als Kieler auf ein erfolgreiches Jubiläum von Karsten Neitzel (100. Ligaspiel als Trainer) und der Kantersieg von Wochenende zuvor machte Mut. Allerdings war ein Hauptproblem der bisherigen Saison häufig die fehlende Konstanz gewesen, nicht immer in den Leistungen, häufig aber im Ergebnis. So wäre der zweite Dreier in Folge schon eine kleine Serie.

Das letzte Auswärtsspiel in der Südstadt hatte mit einem gerechten Remis geendet. Den Auswärtssfahrern war dabei vor allem Kusi Kwame in Erinnerung geblieben. Der Ex-Kieler spielt bei der Fortuna eine richtig gute Rolle und grüßte diesmal selbstbewusst vom Cover des Stadionheftes mit den Worten „Ich mach das schon“. Selbstbewusst war aber auch das Auftreten der „Störche“. Kaum war der letzte Bissen der Pre-Match-Stadionwurst mit einem Schluck Kölsch runtergespielt, war der Kölner Keeper bereits das erste Mal geschlagen. Vier Minuten waren gespielt als Fabian Schnellhardt den Ball nach einer Ecke volley zum 1:0 in den Maschen versenkte. Holstein setzte da fort, wo die Mannschaft gegen Chemnitz aufgehört hatte. Zwar konnte Marco König nur vier Minuten später fürs Heimteam ausgleichen, doch ließen die Kieler deswegen die Schultern nicht hängen. Stattdessen weiter mit breiter Brust, allen voran Kapitän Rafael Czichos, der nur eine Minute später Blau-Weiß-Rot wieder in Führung brachte.

 

czichos

 

gästekurve2

 

Holstein danach mit einigen guten Chancen, ein Freistoß von Lewerenz knallte an die Latte. Auch wenn Fortuna zum Ende der Halbzeit das eine oder andere Mal gefährlich vor dem Tor von Robin Zentner auftauchte, ging es mit dem verdienten 2:1 in die Pause.

 

Und aus Gästesicht wurde es direkt nach dem Wiederanpfiff noch besser: Eine sehenswerte Kombination, die eiskalt von Marc Heider abgeschlossen wurde. 3:1 – eigentlich ein beruhigender Vorsprung, aber 45 Minuten sind auch eine Menge Zeit.

 

schaeffe

 

Je länger die Partie dauerte, desto mehr warf Fortuna alles nach vorne. In der 88. Minute mit Erfolg und während die Gästekurve schon skandierte „Auswärtssieg“ wurde es auf dem Feld tatsächlich noch einmal spannend. Doch mit vereinten Mitteln wurden die drei Punkte verteidigt, schlußendlich auch erfolgreich und vor allem verdient.

 

kalle

 

unverständnis

 

zaun

 

Wieder ein Schritt weiter von der Abstiegszone weg – und vor allem bestätigte sich der gute Eindruck aus dem Chemnitz-Spiel, auch was die Winterneuzugänge betrifft. Deren Intergration scheint sehr gut gelungen. Lediglich die Verletzung von Tim Siedschlag trübte das ansonsten sehr runde Gesamtbild.

 

Auf jeden Fall herrscht wieder Vorfreude auf den nächsten Spieltag, dann kommt Osnabrück ins Holstein-Stadion. Warum nicht einfach mal die Serie forführen?

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

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