13. Februar 2016, Endstand 0:1

 

Was soll man zu so einem Spiel schreiben? Wenn man es sich einfach machen will, so etwas wie „wenn die Tore vorne nicht gemacht werden, kassiert man halt hinten.“ Eine andere einfache Variante wäre zu sagen, dass diese Saison einfach eine gebrauchte ist. Oder einfach die Schuld auf den Schiedsrichter schieben? Das wäre dann doch zu einfach. Oder nicht? Die Leistung des Unparteiischen gegen Osnabrück war zumindest diskussionswürdig und sicher einer der Gründe, weshalb am Ende nur der Gästeblock im Holstein-Stadion jubeln durfte.

 

Fußball kann einfach manchmal so unfair sein.

 

Zuletzt konnte Holstein zu Hause gegen den CFC und auswärts gegen Fortuna Köln einen überzeugenden und vor allem siegreichen Auftritt hinlegen. Keiner hatte Zweifel daran, dass man sich auch gegen den VfL Osnabrück nicht schlecht verkaufen würde.

 

Nachdem Tim Siedschlag sich in der Karnevalshochburg einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, rückte Finn Wirlmann in die Startaufstellung.

 

 

Die 5.039 Zuschauer, davon mindestens 500 aus Osnabrück, sahen von Beginn an ein unterhaltsames und spannendes Spiel. Holstein bot eine der besten Vorstellungen dieser Saison und spielte sich eine Chance nach der anderen heraus. Der VfL zeigte dagegen phasenweise "Antifußball, wie er sonst nur in Italien zu sehen ist".Trotz des Fehlens von Choreo, schafften beide Kurve einen passenden Rahmen für den Nord-Klassiker. Und nicht nur auf dem Rasen und den Rängen ging es temperamentvoll zu. Nachdem VfL-Trainer Enochs sich aufgrund eines Fouls von Evseev an Dercho in Richtung der Kieler äußerte, platze Kalle Neitzel der Kragen und ermahnte seinen Kollegen auf die gewohnt charmante Art, sich doch lieber um die eigenen Leute zu kümmern und seine Jungs in Ruhe zu lassen.

 

 

Tore hielten die ersten 45 Minuten trotz zahlreicher Chancen für Holstein allerdings nicht bereit. Zwar zappelte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Ball im Osnabrücker Tor, doch der Schiri entschied auf Abseits. Später war auf den Fernsehbildern zu sehen, dass sich der vermeintlich im Abseits stehende Fetsch auf gleicher Höhe befand. Und auch die Wrestlingeinlage im Strafraum von Dercho an Evseev war elfmeterwürdig. Doch Schiedsrichter Zorn gab weder Tor noch Strafstoß und so ging es mit 0:0 in die Pause.

 

Die zweite Halbzeit ermöglichte den Gästen die ersten Chancen. Doch der Ball fand trotz aller Bemühungen auf beiden Seiten nicht seinen Weg ins Tor. Obwohl die Hausherren insgesamt die stärkere Leistung zeigten, hatte sich das Kieler Publikum kurz vor Schluss bereits mit einem torlosen Remis abgefunden. Die Nachspielzeit hielt jedoch noch einen echten Dämpfer bereit. Osnabrücks Menga profitiert von einem Abpraller und haut den Ball in die Maschen. Zeit für eine Ergebniskorrektur gibt es nicht mehr.

 

 

Am Ende steht eine ganz bittere Niederlage zu Buche. Dass die gezeigte Leistung an diesem Spieltag uns in eine erfolgreiche Restsaison Vertrauen lassen sollte, darf dabei nicht untergehen.

 

Die nächsten 3 Punkte holen wir uns einfach in Schwaben ab. Am Freitag Abend geht es im Degerloch gegen die Stuttgarter Kickers.

 

Alle Bilder gibt es in der Galerie.

 

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