1. März 2016, Ostseestadion, Endstand 1:0

 

Endlich können wir mal etwas Positives zum Thema Ansetzungen sagen. Wenn schon Englische Woche auswärts, dann wenigstens Rostock. Mit rund 200 Kilometern Anfahrt war der Anpfiff auch für einen Teil der in Kiel arbeitenden Bevölkerung durchaus realistisch erreichbar. Und auch wenn, wie bereits im Vorbericht klargestellt, wir weit entfernt von einem Derby sind, so hat diese Begegnung durchaus ihren Reiz. Insbesondere sportlich kann Holstein gegen die anderen Ostseestädter eine gute Ligabilanz vorweisen. Bisher konnte der FCH noch nicht gegen Kiel gewinnen.

 

flutlicht

 

Es galt, diese Bilanz auch unter Flutlicht weiter aufrecht zu erhalten. Auf Seiten Holsteins gab es weiterhin kleinere Verletzungssorgen. Willi Evseev fiel weiter aus, Kegel war am vergangenen Samstag hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Und so stellte Karsten Neitzel gegenüber dem Heimspiel gegen den VfR Aalen erneut um. Schmidt, Siedschlag und Schäffler durften wieder von Beginn an auf dem Rasen spielen. Kegel, Heider und Wirlmann blieben zunächst auf der Bank.

 

schals

 

gästeblock

 

Das Bild im Inneren des Ostseestadion war nicht mal mehr eine halbe Stunde vor Anpfiff durchaus ernüchternd. Die Schreiberin erinnert sich noch gut an ein Spiel des FCH gegen Carl-Zeiss Jena vor genau 4 Jahren und 11 Monaten. Bereits eine Stunde vorher war es rappelvoll -18.000 Zuschauer kamen damals. Zu Anpfiff wurde die bekannte Greifen-Choreo präsentiert und auch damals befand sich Hansa in Liga 3 – allerdings auf der Überholspur in Richtung 2. Liga. Die Süd war auch gegen Kiel wieder gut gefüllt, im Rest des Stadions sind die Auswirkungen der aktuellen sportlichen Situation dann aber doch sichtbar. Zwar konnte durch den Sieg gegen Cottbus die akute Abstiegzone verlassen werden, Platz 17 und 29 sind aber keinesfalls ein beruhigendes Polster.

 

eckfahne

 

Auf Kieler Seite sah es einen Hauch besser aus- mit 34 Punkten ist die Schutzzone aber ebenfalls noch nicht erreicht. Apropos Schutzzone – das avancierte zu unserem Lieblingswort vor der Partie. Da ein Teil der Autobesatzung nicht vom Pressparkplatz einmal ums Stadion herum laufen wollte/sollte, wurden sie in eben diese Zone hingeshuttelt. An jedem Kontrollposten wurde die entweder Ordnern oder Polizei erklärt - insgesamt zeigten sich die Schutzbediensteten aber durchaus kooperativ an diesem Tag. Wasserwerfer und Helikopter ließen eigentlich das Gegenteil befürchten. Insgesamt kam der Gästeblock auf geschätzte 300 Besucher. Zum Vergleich: in der Saison 2013/2014 waren es 600 und 2014/2015 dann sogar 800 Zuschauer, aber für einen Dienstagabend ging das wirklich okay. Denn auch akustisch konnte sich der Kieler Anhang immer mal wieder bemerkbar machen.

 

 

Die ersten 35 Minuten der Partie gehörten den Gästen. Der FCH konnte sich vor insgesamt 10.000 Zuschauern zunächst nicht wirklich gegen die Kieler Mannschaft durchsetzen.

 

lewe

 

Holstein kombinierte sich auf so etwas ähnlichem wie Rasen ganz gut bis zum gegnerischen Strafraum, viel weiter aber meistens nicht. Zunächst brachte Dominik Schmidt den Ball zumindest einmal in Richtung Tor, Manuel schafte es sogar den Ball in selbigem zu versenken - leider aus doch recht deutlicher Abseits-Position. Hansa probierte es lang und weit und kam nach 37 Minuten zur ersten, dicken Chance. Ziemers Ball verfehlte das Kieler Tor allerdings knapp. Ein paar Minuten später dann Hansa mit mehr Glück. Herrmann rutscht leicht Weg, Erdmann zieht ab - keine Chance für Zentner: 1:0 für die Gastgeber.

 

Spätetens in der zweiten Hälfte lautete von Kielern und Rostockern das Fazit: Das hat mit Fußball nicht so viel zu tun. Eher eine Mischung aus Kampf und Krampf, aus der wenig Chancen, dafür aber einige Spielunterbrechungen resultierten. Die Hoffnungen auf den eigenen Punktgewinn schwanden, ohne dass Hansa viel besser gespielt hätte. Da blickte man doch mal auf die anderen Partien des Tages und stellte fest, dass zum Beispiel in Chemnitz der Frahn-Effekt noch irgendwie ausbleibt. Irgendwann war dann auch die Nachspielzeit des Rumpelspiels vorbei, bei dem die Rostocker erstmals in der 3. Liga voll gegen Kiel punkten konnten.

 

fetsch

 

Ein Heimsieg gelingt Holstein dann hoffentlich gegen Energie Cottbus am Sonnabend - nicht, dass die "bösen Plätze" wieder zu nahe rücken.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

 

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