18. September 2010, Endstand 1:3

"Nicht alles perfekt, aber trotzdem alles okay"

 

zuckarstangen

Rechtschreibung (nicht perfekt)

 

"Wir haben uns das selbst vermasselt.", so die durchaus treffende Analyse eines Holsteinspielers nach Abpfiff des Antiderbys in der Regio Nord. Denn hätte das Team so weitergespielt wie in der ersten Viertelstunde, dann hätte man Plauen mehr als deutlich zurück Richtung tschechische Grenze geschickt. Mit dem Großteil des Gäste-Fananhangs hat das an diesem Tag gar nicht Not getan, denn deren weiteste Auswärtstour endet dank Träwelling wis se Deutsche Bundesbahn schon in Leipzig. An dieser Stelle unser Mitgefühl, wir können sowas nicht erst seit Oberneuland nachvollziehen.

 

hsv-lebkuchen

Lebkuchen (nicht perfekt)

 

Auf Kieler Seite können hingegen Schauerwetter, HSV-Lebkuchenherzen und Konfettikanonen mit Ladehemmung die Vorfreude nicht trüben, zudem am Einlass wieder auf die sympatische und beliebte oldschool Kartenkontrollvariante umgestellt wurde.

 

choreo

Choreo (ziemlich perfekt)

 

Und bereits kurz nach der dritten Choreo im dritten Heimspiel (da schraubt die Supside aber gerade die Erwartungen für den Rest der Saison hoch) fällt das 1:0 für die Richtigen. Alles zu einem Zeitpunkt, als die Abwehr der Gäste sich noch gar nicht sortiert hatte, als Heider von der Außenlinie per Tunnel auf Sykora legte und als der dann ohne Probleme einnetzte. Herrlich.

 

jubel

Stimmung (zunächst perfekt)

 

Kurz danach sogar die Chance auf das 2:0 durch Chahed, der allerdings am glänzend aufgelegten Torhüter Oliver Birnbaum scheitert (wobei in dieser Szene eher eine Mischung aus Zu-weit-vorgelegt und verstolpert den Torerfolg verhindert). Irgendwie versucht man krampfhaft die "Wer 1:0 führt,..."-Phrase aus dem Kopf zu verbannen, allerdings gelingt dies mit zunehmender Spieldauer deutlich schlechter, da die Plauener nicht nur deutlich kompakter stehen, sondern auch immer mehr zu eigenen Offensivaktionen kommen. Nach bummelig einer halben Stunde ist dann Michael Frech überwunden, 1:1.
So auch der Halbzeitstand in einem Spiel, wo zunächst unser Team, dann aber die Gäste tonangebend sind. Da kann man sich als Unparteiischer natürlich ein wenig im Abseits stehend vorkommen - und muss natürlich dafür sorgen ein wenig mehr im Mittelpunkt stehen.

 

selbstdarsteller

Selbstdarsteller (perfekter)

 

Anders ist die Leistung des Mannes in den Farben des VFC nicht wirklich zu erklären, der nicht nur mit seltsamen Pfiffen, sondern auch mit Kommentaren wie "Halt die Fresse!" um Aufmerksamkeit bettelte. Höhepunkt dann die 61. Minute: Zweifelhafter Elfer nach so etwas wie einem Foul von Jaku plus Gelb für Heider, Tor im Nachschuss (nachdem Torschütze Zimmermann einfach mal mit in den Strafraum läuft) und als Bonus vor Anstoß noch glatt Rot für Heider. Gerüchtehalber will der Referee eine Geld-zähl-Geste gesehen haben. :D Gehört sich natürlich nicht, aber 90% im Stadion mögen ähnliche Gedanken gehabt haben. Dass es Holstein dann nicht mehr wirklich schafft, die Plauener Abwehr unter Druck zu setzen, wird von ein paar Kindern im J-Block mit "Falko Götz, Gutzeit raus"-Rufen quittiert, wofür sie aber von ihrem Vater völlig zurecht Ärger bekommen ("Pöbeln ist okay, aber sowas."). Schließlich bedeutet die 3:1-Niederlage (kurz vor Schluss kann der VFC nach klarem Abseits nochmals netzen) zwar einen kleinen Rückschlag, aber (bitte, bitte) noch lange nicht, dass der Vorstand aktiv werden muss. Da gibt es noch genug andere Baustellen zum Austoben, Stichwort "Fischbrötchen" und "Werbeplatzhalterjingles".

 

bier

Plauener Gastgeschenk (perfekt)

 

Und im sportlichen Bereich gibt es am Mittwoch gegen die Hertha Zweitvertretung schon die Chance, für positive Schlagzeilen zu sorgen. Auswärts ist man ja schließlich noch ungeschlagen.

Dem VFC seien hingegen die drei Punkte und vor allem das Siegbier gegönnt (anscheinend wird so etwas im Vogtland nicht als unprofessionell angesehen)

 

Bilder in der Galerie.

 

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