Bruno-Plache-Stadion, 2. September 2012, Endstand 5:1

 

Neben dem Stadtderby am Nachmittag bot sich unserer Reisegruppe auch noch die Möglichkeit die Holstein Woman ein wenig away zu supporten. Da der Gegner Lokomotive hieß und der Spielort somit das Bruno-Plache-Stadion sein sollte, machte man sich also um 4.15 Uhr auf Richtung Sachsen. Da die Autobahnen wirklich komplett frei waren, musste man nicht einmal rasen, um keine 4 1/2 Stunden später in Leipzig-Probstheida in Sichtweite des Völkerschlachtdenkmals einen selbstgeführten Stadionrundgang zu machen.

 

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Und der lohnt sich in der Heimspielstätte von Lok Leipzig wirklich - immerhin blickt das Stadion auf eine 90-jährige Geschichte züruck und ist durch seinen weitestgehend unverbauten Zustand ein sehens- und erhaltenswertes Beipiel für Stadionarchitektur der Zwischenweltkriegszeit. Erföffnet wurde das Stadion bereits 1922 mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Zuschauern inklusive einer kleinen Tribüne für 800 Zuschauer, womit es zum damaligen Zeitpunkt  das größte vereinseigene Stadion in Deutschland war. Premierengegner war der SC Victoria Hamburg, der aus diesem Grund auch zu Beginn der Saison 2012/13 zum Jubiläumsspiel anreiste. Zehn Jahre später erfolgte ein weiterer wichtiger Ausbau auf ein Fassungsvermögen von 50.000 Zuschauern, in Zuge dessen auch Herzstück der Anlage entstand, die 1932 eröffnete große Holztribüne. 1949 wurde das Probstheidaer Stadion um die noch heute vorhandenen Stehtraversen erweitert und erhielt seinen heutigen Namen zu Ehren des deutschen Leichtathleten und Arbeitersportfunktionärs Bruno Plache. Bis zu 70.000 (!) Zuschauer fanden sich während der DDR-Zeit zu verschiedenen Sportveranstaltungen im Bruno-Plache-Stadion ein, wobei für bedeutende Ereignisse und wichtige Spiele auch Lok Leipzig in das „Stadion der Hunderttausend“, also das Zentralstadion auswich. Nach der Wende wurde das Stadion 1992 vom DFB als nicht zweitligatauglich eingestuft, woraufhin das Stadion bis 1995 renoviert und in seiner Kapazität stark begrenzt wurde. Zusätzlich erhielt es noch 1997 eine Flutlichtanlage, wodurch es sein heutiges Aussehen erhielt.

 

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Alleine wegen des Stadions hatte sich der Tripp nach Sachsen also schon gelohnt, für das Spiel der Kielerinnen hingegen standen die Zeichen schon vor der Partie nicht wirklich gut. Denn mit Jana Leugers und Tina Hild waren zwei Leistungsträgerinnen aufgrund eines Formfehlers nicht spielberechtigt und auf der Auswechselbank befand sich dadurch nur eine Feldspielerin. Naja, dafür war die CCK dabei - was auch von der Co-Trainerin entsprechend gewürdigt wurde. ;) Danach musste man (und 300 weitere Zuschauer) allerdings verfolgen, wie die Holstein Woman über die gesamte Spielzeit gegen den Bundeliga-Absteiger chancenlos blieb. Zur Halbzeit stand es schon 3:0 für Lok - Kiel hatte bis zu diesem Zeitpunt noch nicht einmal eine Torchance gehabt.

 

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Positiv aber die Moral der Störchinnen, die nicht aufgaben und in der zweiten Hälfte sogar offensive Vorstöße zeigten. Für mehr als den Ehrentreffer durch Selina Amrein zum 5:1 kurz vor Schluss reichte es dann an diesem Tag aber nicht mehr.
Stadiongastro übrigens sehr zum empfehlen - sowohl die Roster (Bratwurst), als auch das Steak (Nacken) im Brötchen sind einwandfrei lecker.

 

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Highlight war für uns allerdings die rote Brause, bei der man sich unweigerlich auf die Dorfsportplätze der Kindheit zurückversetzt fühlte. Gut gekühlt schmeckt das Zeug auch gar nicht sooo süß und auf jeden Fall um Längen besser als die österreichische Gummibärchenbrause. Und die stand ja beim Teil zwei des Hoppingstages auf dem Plan...

 

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