PokerStars.de-Stadion an der Lohmühle, 7. Oktober 2012, Endstand 0:2

 

Irgendwie hatte man sich schon wieder mit einer Derbyniederlage abgefunden, wann hatte man in der Hansestadt zuletzt schon einmal gut ausgesehen? Natürlich ging es trotzdem mit etwas Vorfreude an die Trave, wo man sich zuerst einmal am Bahnhof die Ankunft des Zuges aus Kiel zu Gemüte führte. Nicht schlecht! Danach aber ab zum Stadion eines Glückspielanbieters. Das Stadion zunächst mäßig gefüllt, so leer hatte man das es lange nicht gesehen. Der Gästeblock begrüßte die Spieler mit blau weiß roten Wurfrollen, von Lübecker Seite kam bis auf ein paar Anti-Gesänge das ganze Spiel nichts.

 

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Irgendwie traurig, dass selbst die eigenen Ultràs keinen Bock mehr haben. Auch auf dem Feld war Kiel von Anfang an überlegen, ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu gelangen. Lübeck dagegen sehr passiv, im gesamten Spiel sollte Morten Jensen nicht ein einziges Mal ernsthaft geprüft werden.

 

Einzig auf den Rängen tat sich einiges, der Gästeblock einige Mal sehr gut zu hören und auch die Haupttribüne mit zahlreichen Kielern konnte einige Male vernommen werden. Nach einer eher peinlichen Halbzeit-Show, in der sich Carsten Köthe nicht recht auf ein Team festlegen konnte, ging es in die zweiten 45 Minuten. Diese verdienten sich das Prädikat "derbywürdig".

 

112jahre

 

Nachdem die Kieler Fans am Geburtstag unseres Vereins erstmal darauf aufmerksam machten, dass man seit 112 Jahren die Nr. 1 im Lande sei, verhielten sich auch die 11 Mann auf dem Rasen engagierterter. Es sollte allerdings noch knappe 20 Minuten dauern, bis der gute Casper Johansen sich auf der rechten Seite durchsetzte, den Ball gekonnt in die Mitte spielte, der kurz zuvor eingewechselte Hebler ließ durch auf den besser postierten Marc Heider, der in klasse Manier den Ball zum Jubel der 600 mitgereisten Fans in die Maschen versenkte.

 

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Anschließend versuchte sich nun auch endlich mal der VFB offensiv zu betätigen. Die entstehenden Räume konnte Kiel einige Male gut nutzen, oft war jedoch noch ein letztes Lübecker Bein dazwischen. Andy Hebler hatte zunächst noch einige gute Momente, bevor eine Viertelstunde vor Schluss die Etscheidung hätte fallen müssen. Zunächst traf Johansen nur den Pfosten, einige Sekunden später warfen sich zwei Gegner noch in einen Heider Schuss. Das Spiel insgesamt nun aggressiver, oft zückte Schiedsrichter Schröder aus Hannover nun den gelben Karton. Kurz vor Schluss dann der Moment des Andy Hebler. Nach feinem Solo vollendete der eiskalt zur 2:0-Endstand. Lübecks Publikum verabschiedete sich nun, während im Gästeblock gefeiert wurde.

 

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Die Party, die laut sehr realitätsfernen HL Live Ticker für den Heimbereich verausgesagt war, beobachtete man nun bei den Gästen. Insgesamt eine gute Kieler Leistung, in der zweiten Halbzeit fand man endlich ein Mittel gegen den Lübecker Beton. Mit etwas über 2800 Zuschauern dürfte es wohl einen Tiefpunkt in der Derbyhistorie sein. Die Lübecker Szene geht wohl gerade mit dem Verein unter, Höhepunkt dürften wohl die peinlichen "Riot Boyz" gewesen sein, die sich neben übelsten Beleidigungen auch den bekannten Lübecker Ziegeunerrufen bedienten. Naja, wer als letztes lacht...

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

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