Ostseestadion / DKB-Arena, 20.Juli 2013, Endstand 0:0


Es gibt Spiele, die so wie sie sind, genau richtig sind. Vielleicht mit kleinen Schönheitsfehlern, aber dem Anlass angemessen. Die meisten Kieler Anhänger wünschten sich für unseren Start in Rostock wohl vor allem ein vernünftiges Ergebnis, eine gute Stimmung und das richtige Drittliga-Feeling ab der ersten Minute.

Und wirklich. Das Einzige, was sich an diesem Tag als nicht drittligatauglich erweist, ist die Deutsche Bahn. In Bad Kleinen ist man doch tatsächlich überrascht, dass bei bestem Sommerwetter, während der Ferien und an einem Hansa-Spieltag Menschen, ja sogar viele Menschen den Zug in Richtung Rostock nehmen. Der eingesetzte Zug deutlich unterdimensioniert. Die Zugbesatzung also mit Linienbussen zum Stadion. Leider sind so nicht alle pünktlich mit Anpfiff im Block. Macht dann aber nicht so viel. Die ersten Minuten auf dem Rasen bestehen ohnehin aus gegenseitigem Abtasten. Stimmungstechnisch ist man aber ab der ersten Minute angekommen. Das hier ist nicht Rehden oder Oberneuland. Das hier ist Rostock!

 

Suedtribuene

 

Gut 13000 Kehlen schmetterten das Hansalied, die Gesänge und Schlachtrufe auf der Südtribüne - Gänsehaut pur. Und mit jedem Kieler, der eintrifft, wird auch der Gästeblock lauter. Anfangs nur in den Sangespausen von Rostock vernehmbar, hört man im Stadion nach und nach auch den Gästeblock immer deutlicher.

 

 

Gaesteblock


Auf dem Rasen ist Holstein ebenfalls ab der ersten Minute angekommen. Ohne jede Angst treten unsere Störche im Hexenkassel Ostseestadion an. Halten den Vorstößen der Rostocker bestens Stand und bringen selber auch das eine oder andere Mal den Ball dicht an das gegnerische Tor. Nur der Abschluss will auf beiden Seiten nicht gelingen.

 

Neitzel

 


So richtig turbulent wird es dann aber in der zweiten Hälfte. Holstein mit gestärktem Selbstbewusstsein spielt richtig schönen Fußball. Die Akteure greifen gut ineinander und das Zuschauen macht richtig Spaß. Als Jörg Hahnel den Ball ausserhalb des Strafraumes den Ball an die Hand bekommt gibt es glatt rot. Der Videobeweis hätte in dieser Szene vielleicht zugunsten Rostocks zählen können. Auf den TV-Bildern ist zu sehen, dass der Ball an den Oberschenkel geht. Videobeweis gibt es noch nicht, also muss Hahnel vom Platz und Holstein bekommt einen direkten Freistoß. Heider steht bereit, ein Pfiff, ein Schuß und Gelb-Rot. Denn der Pfiff kam leider nicht vom Schiedrichter.

 

Heidi

 


Mit ausgeglichener Spielerzahl geht es weiter. Keine Spur langsamer. Keine Spur weniger interessant. Als es dann in der 85. Minute immer noch 0:0 steht lassen auf beiden Seiten die Käfte auch nach. Der Ball wird, meist in den Kieler Reihen, nur noch verwaltet, große Offensivaktionen gibt es keine mehr. Und mit Abpfiff freuen sich 600 Kieler wohl etwas mehr, als die Anhänger Rostocks. Denn man hat den ersten Spieltag in der dritten Liga mit einem vernünftigen Ergebnis, guter Stimmung und echtem Drittliga-Feeling gemeistert.

 

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