28. September 2013, Endstand 1:2

 

Von einer Krise braucht man noch nicht sprechen, damit der noch gemütliche Mittelfeldplatz nicht gefährdet wird, dürfen aus den kommenden Spielen aber gerne ein paar Punkte mitgenommen werden. Es hätte heute ein schöner Fußballsamstag werden können. Eine Woche nach dem kalendarischen Herbstanfang ist man bei spätsommerlichen Sommerschein bestens gestimmt und hofft gegen den Mitaufsteiger auf einen Heimsieg. Aber nicht nur die Aussicht auf einen Dreier steigert die Vorfreude. Denn das „Döntjes“, das Saisonrückblickheft der Supside hat heute offiziellen Verkaufsstart.

 

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Die Zeit zwischen An- und Abpfiff gestaltet sich jedoch ernüchternd. Die erste Halbzeit arm an Höhepunkte, die Störche, an denen die aktuelle Verletzungslage und das Fehlen des rotgesperrten Marcel Gebers offensichtlich nicht spurlos vorbei gehen, erschreckend harmlos. Elversberg tut es Holstein nach und so ist man froh als der Schiedsrichter zur Pause pfeift. Die scheint den Mannschaften zu lang zu dauern. Gut eine Minute bevor die Offiziellen das Grün betreten stehen schon 22 Mann auf dem Rasen und scharren mit den Stollen.

 

Und zumindest die Gäste lassen ihrer Ungeduld Taten folgen. Nach guter Sprinteinlage legt der Kieler Anti-Liebling Felix Luz den Ball zurück auf seinen Kollegen Rohracker, der den Ball flach zur Führung einschiebt.

 

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Verständlicher Ärger bei gut 4.300 Kielern und Freude bei abgezählten 13 Elversbergern, die heute das Vergnügen haben nicht im eigentlich Gästeblock, sondern im sonst leeren Block O das Spiel zu verfolgen. Zwar hat man in der Dritten Liga sicherlich schon größere und lautere Auswärtsmobs erlebt, Respekt dennoch an die mitgereisten Fans, die eine zehnstündige Fahrt inklusive Stau auf der A7 auf sich genommen haben.

Die Hoffnung, dass der gegnerische Treffer als Weckruf dient wird bereits 4 Minuten später zerschlagen. Nach einem Aussetzer von Danneberg landet der Ball nicht wie vorgesehen bei Kollege Wahl sondern vor den Füßen von Luz, der das Geschenk dankbar annimmt und zum 2:0 einschiebt.

 

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Das Kieler Publikum zu diesem Zeitpunkt bedient. Von den Rängen hagelt es Forderungen nach Kampf und Einsatz. Und tatsächlich – in der 62. Minute spitzelt der allerdings weit im Abseits stehende Marcel Schied den Ball nach Freistoß ins gegnerische Tor. Der Linienrichter behält den Arm unten. Die Kieler stört es nicht, vielmehr freut man sich über den Anschlusstreffen.

 

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Jedoch hat man heute irgendwie nicht den Eindruck, dass einem noch ein Sieg gelingt. Nach dem letzten Kieler Wechsel liegt die Holsteiner Abwehr blank, ohne Innenverteidiger setzt Trainer Neitzel alles auf eine Karte (was soll man bei einem Stand von 1:2 auch mauern). Aber kurz vor Schluss ist klar, zu drei Punkten reicht es heute nicht mehr, ein Punkt wäre vielleicht noch verdient. Doch auch der bleibt uns verwehrt. Nach Erfurt und Duisburg ereilt die Kieler die dritte Heimniederlage in Folge und das dieses Mal auch leider nicht ganz unverdient.

 

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Zu allem Überfluss ist dann nach Spielende auch noch das „Döntjes“ vergriffen. Ein gebrauchter Spieltag. Da kann man nur auf eine zweite Auflage hoffen und als passendes Gegenmittel für das derzeitige Stimmungstief auf ein überzeugendes Spiel und im Besten Falle einen verdienter Sieg am Freitagabend in Stuttgart. Immerhin kann schon ein erster Erfolg verzeichnet werden. Dank großartiger Unterstützung von Fans und Spieler kann der Fanbus in Richtung Baden-Württemberg starten.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

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