7. Dezember 2019, Endstand 2:4

Es gibt ja so Teams, die einem nicht liegen. Könnt ihr Euch noch an den letzten Sieg gegen Osnabrück erinnern? Gut viereinhalb Jahre ist das her im März 2015 rangen die Störche dem VfL im Holstein-Stadion ein 1:0 ab. Danach folgten, ob zu Hause oder in der Ferne, nur Niederlagen. Mit dem Rückenwind aus den letzten beiden Spielen gab es dennoch keinen Grund, pessimistisch ins letzte Heimspiel des Jahres, bzw. sogar des Jahrzehnts zu gehen. Trotzdem war die KSV gewarnt. Schließlich empfing man an diesem Sonnabend den Tabellennachbarn, der schließlich genau wie die Störche, erfolgreich gegen die Aufstiegsfavoriten Stuttgart und Hamburg gewesen ist. Zwar nicht ganz so voll wie gegen Hamburg, hatte sich eine ordentliche Zahl Anhänger aus Osnabrück im Gästeblock eingefunden.
 
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Fast erwartungsgemäß verzichteten beide Team auf eine anfängliche Abtastphase und warfen sich direkt ins Zeug. Bereits in der 2. Minute verpasst es Mühling nur knapp, zur frühen Führung zu treffen. Zwei Minuten später bot sich Iyoah die Chancen. Nach acht Minuten zappelte der Ball dann hinter Gelios im Netz, der Osnabrücker Torschütze stand jedoch deutlich im Abseits. Glück gehabt. Wieder zwei Minuten später war es denn Serra, der den Ball im gegnerischen Tor unterbrachte. Führung für die KSV.
 
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Bis dahin war es ein munteres Hin und Her. In den folgenden Minuten wurde es etwa ruhiger auf dem Platz. Bis der Kollege VAR wieder zuschlug. Nach einem Foul an Ex-Storch Heider im Strafraum griffen die Videoassistenten ein und nach genauerer Betrachtung entschied Referee Alexander Sather auf Strafstoß für die Gäste. Alvarez verwandelte eiskalt zum Ausgleich. Die Partie wieder mit etwas mehr Fahrt. Minute 40. brachte dann die erneute Führung für die Störche. Nach einem klaren Handspiel zeigte der Offizielle ohne zu zögern auf den Punkt, Alex Mühling verwandelte souverän zum 2:1.
 
Halbzeit zwei lief dann nicht so gut. Bereits vier Minuten nach Wiederanpfiff egalisierten die Gäste den Spielstand wieder. Holstein noch nicht richtig in der Partie, Freistoß Osnabrück, Tor. Holstein mit Drang auf die Führung. Am Zug jedoch der VfL. In der 64. Minute erzielte Blacha das 3:2 Führung. Trotzdem blieb die KSV vor 11.920 Zuschauern die dominantere Mannschaft.
 
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Die Stimmung zu diesem Zeitpunkt auf Seiten der Gastgeber aber doch etwas gedämpft. In der Folge ließ die KSV zu viele Gelegenheiten liegen und konnte sich auch defensiv nicht mehr gut behaupten. Die Strafe folgte in der 74. Minute mit dem 4:2 für die Gäste. Danach war einfach nur noch der Wurm drin. Der Frust entlud sich in der 82. Minute, als Meffert zu harte Worte an den Schiedsrichter richtete und mit Rot in die Kabine geschickt wurde. Kurz vor Schluss hatte der Ex-Storch Girth sogar noch das 5:2 auf dem Fuß, das Aluminium verhinderte jedoch Schlimmeres.
 
Nach einer soliden und für Holstein gut laufenden Hälfte brach die Werner-Elf leider in den zweiten 45 Minuten ein, ließ zu viel liegen und ermöglichte dem nicht unbedingt überlegenen, aber in dem Moment clevereren VfL Osnabrück diesen deutlichen Sieg. Nun gilt es auswärts in Nürnberg und Sandhausen die Hinrunde positiv ausklingen zu lassen und im neuen Jahrzehnt die Heimbilanz zu verbessern.
 
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