10. Februar 2020, Endstand 2:1

Als der Schreiber diese Zeilen beginnt, ist es bereits deutlich nach Mitternacht, Das Blut scheint immer noch zu 50 Prozent aus Adrenalin und zu 50 Prozent aus Glückshormonen zu bestehen. Alter! Was war das bitte für ein Finish? Gelios, unglaublich – Holstein, einfach Wahnsinn!

 

 

ole

 



Die Uhr etwas zurückgedreht. Holstein-Stadion, Montagabend, so um die 85. Minute. Soll schon einmal ein Foto vom vermeintlichen Endstand gemacht werden? Nein, denkt der Schreiber sich, das bringt garantiert Unglück. Und Fußballfans dürften mit zu den abergläubischsten Menschen gehören, die es gibt. Trotzdem drückt der Finger den Auslöser ganz langsam nach unten. Ein Klick. Was soll schon passieren? Nachdem die erste Hälfte etwas durchwachsen gestartet war, konnte Holstein auch ohne den verletzten Fabian Reese nach und nach die Kontrolle über das Spiel gewinnen.

 

özcan

 

jubel

 

Nach einer halben Stunde konnte Salih Özcan nach einem sehenswerten Pass von Porath das verdiente 1:0 erzielen. Von Seiten der Gäste gab es kaum Offensivaktionen zu sehen, insgesamt hinterließen die Kiezkicker einen schwachen Eindruck.

 

vdb


Nach der Halbzeit fand St.Pauli dann auch offensiv etwas mehr statt. Der Ausgleich durch Veermann per Drehschuss in der 52. Minute war dann aber doch etwas überraschend. In die gute Phase der Hamburger platze dann aber das 2:1. Der gerade eingewechselte Janni Serra konnte einen Eckstoß per Kopfball in Netz befördern (69.). Und das nachdem der Mittelstürmer nach überstandenem Muskelfaserriss gerade erst eingewechselt worden war. Hätte eigentlich die Story des Abends werden können.

 

 

 


Aber es sollte ja noch die Schlussphase folgen. In der 86. Minute hätte Serra fast das 3:1 erzielen können, scheiterte allerdings, wodurch die Partie offen blieb. Bereits in der Nachspielzeit dann das Unglück: Hauke Wahl mit Handspiel im Strafraum. Relativ klare Angelegenheit, doch dank Videoassistent verstrichen einige sinnlose Minuten, ehe Veermann antreten konnte. Gelios mit sensationellem Reflex, Jubel...doch nicht!

 

Denn ein Rückpass führte dazu, dass es in der 90 plus keineahnungwas noch einen indirekten Freistoß für St.Pauli geben sollte. Absolut nichts für schwache Nerven, mit vereinten Kräften konnten die Jungs in blau-weiß-rot den Ball aber über die Latte lenken. Was für ein Jubel...aber immer noch nicht Schluss. Noch zwei Eckbälle. Überstanden. Und am Ende durfte endlich auch mal wieder ein Heimsieg bejubelt werden. Der bedeutet 30 Punkte und den sechsten Tabellenplatz.

 

gelios



Auch dem abergläubischen Schreiber plumsten einige Brocken vom Herzen. Wobei er sich auch artig beim Mann des Abends bedankte. Dass Gelios nach Schlusspfiff auf den Zaun durfte hätten vor zwei Wochen wohl nicht alle gedacht.



Unter dem Strich: Was für ein geiles Spiel. Und mit dem getankten Selbstbewusstsein kann es gerne so weitergehen. Vielleicht schon am Wochenende in Aue.



Alle Bilder in der Galerie.

P.S. Und vor dem Spiel haben wir über das Wetter diskutiert. :D

 

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