22. Februar 2020, Endstand: 0:1

 

Es gibt Niederlagen, die so richtig nerven. Es gibt Niederlagen, die einen wütend machen. Und es gibt Niederlagen, die erstaunlich wenig emotional hingenommen werde. Das 0:1 gegen Heidenheim gehörte wohl in die letzte Kategorie. Denn zumindest kämpfte Holstein über 90 Minuten, was von der Westtribüne positiv aufgenommen wurde und weshalb es von dort auch noch lange nach Abpfiff durch das Stadion hallte. Hauptthema in den Nach-Spiel-Analysen war eh der Regen, beziehungsweise der Zustand des Rasens.

 

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Und der sah vor Anpfiff schon so suboptimal aus, dass ernst zunehmende Gerüchte kursierten, dass das Spiel auf der Kippe stehe. Nach dem Warmmachen gab es von Schiedsrichter Robert Kempter allerdings den Daumen nach oben – allerdings war auch klar, dass ein gepflegtes Kurzpass-Spiel an diesem Sonnabend wohl ausfallen würde. Auf der Holsteiner Seenplatte wurden wohl oder übel hohe Bälle das Mittel zum Zweck.

 

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Trotz der unangenehmen Verhältnisse, gab es auf beiden Seiten relativ schnell gut Chancen zu sehen. Dabei sorgte Gelios gegen Kleindienst und Schnatterer gleich zweimal innerhalb der ersten zehn Minuten dafür, dass Holstein nicht einem Rückstand hinterherlaufen musste. Allerdings verfehlte auch der erste gute Torschuss der Özcan sein Ziel. Beide Teams boten ein für die Platzverhältnisse wirklich akzeptables Spiel, bei dem die ganz großen Möglichkeiten oder gar Treffer allerdings aus blieben.



Nach der Halbzeitpause, in der es von der Fans des 1. FC Union Berlin einen Preis als bester Gastgeber in der Liga gab, änderte sich am Niveau des Spiels nicht viel. Bälle blieben immer wieder auf dem morastigen Boden hängen. „Kampfschweine“ wie Ignjovski oder Özcan konnten trotzdem überzeugen, wobei es auch faszinierend war, wie Lee immer wie eine kleine Raseninsel fand, um seinen Gegenspieler nass zu machen.

 

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Der Keeper der Heidenheimer geriet aber nur bedingt unter Druck, was auf der Gegenseite nicht viel anders aussah. Trotzdem gelang den Gästen am Ende der Treffer des Tages: Ein Schuss von Multhaup verendete kurz vor der Torlinie, Theuerkauf rutschte hinein – 0:1.



Holstein Bemühungen, doch noch einen verdienten Punkten einzufahren, waren am Ende nicht von Erfolg gekrönt. Die Kleidung der Holsteiner war jedoch ein guter Arbeitsnachweis. Um die Mission Klassenerhalt müssen sich in Kiel aber trotzdem keine Sorgen gemacht werden. Vielleicht gibt es beim Montagabend-Spiel in Hannover ja schon die nächsten Punkte dafür.

 

 

Aus Block 501 gab es nach dem Spiel die passende Motivation dafür – als die meisten Zuschauer bereits das Stadion verlassen hatten, waren die Gesänge bis außerhalb der Tribünen gut zu hören.

 

P.S. Glückwunsch, Humpel zu 100 Zweitliga-Spielen in Folge! 

 

humpel

 

P.P.S. Auch wenn die deutliche Mehrheit bereits die passende Antwort gegeben hat: Wer es nicht einmal schafft, sich während einer Schweigeminute anständig und respektvoll zu verhalten, hat im Holstein-Stadion nichts verloren.



gedenken

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

 

 

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