18. September 2008, Brøndbystadion, UEFA-Cup, Endstand 1:2

Anlässe nach Dänemark zu fahren gibt es immer eine Menge und Dirks Geburtstag plus die Ermangelung attraktiver Paarungen in Norddeutschland sind definitiv zwei gute.

 

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Kopenhagen ist ja mal auch gar nicht so weit weg und dank der beiden Belt-Brücken kann man ohne zu hetzen in bummelig dreieinhalb Stunden da sein. Bisschen Wehmut kam aber schon auf, dass man nicht weiter bis Schweden gefahren ist.

 

 

 

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Diesmal war aber Brøndby das Ziel, genauer das Brøndbystadion, das relativ versteckt außerhalb des Vororts der dänischen Hauptstadt liegt. Aber nachdem wir es gefunden hatten, kleideten wir uns zunächst wie die Einheimischen

 

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(siehe oben - gute Laune) und gönnten uns anschließend eine landestypische Spezialität (siehe unten - sehr gute Laune).

 

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Danach folgte dann die Verbrüderung mit den Dänen, Zaunfahne wurde von denen mit Respekt bedacht, genau wie die Tatsache, dass wir a) Fans eines Viertligavereins sind (okay, in Dänemark ist das auch ungefähr Kreisliganiveau) und das wir b) zum Fußball einfach mal mitten in der Woche bis nach Brøndby fahren.

Das Brøndbystadion ist übrigens eine schöne, moderne Fußballarena, die aber über eine Menge Charme verfügt. Nachdem Pläne für einen kompletten Neubau vor einigen Jahren auf Eis gelegt worden sind, wurde das Stadion nach und nach modernisiert und bietet heute 29000 Fans Platz (für UEFA-Cup-Spiele wird allerdings aus der Faxe-Tribüne, dem Bereich der Heimfans, eine Sitzplatztribüne, wodurch sich die Kapazität auf 22000 reduziert). Das das Ganze im Gegensatz zu anderen modernen Arenen nicht so steril wirkt, liegt zum einen sicher auch an den netten, aber unauffälligen Ordnern und vor allem an den großartigen, und in ganz Dänemark bekannten Fans, die schon das Warmmachen der Mannschaft feierten. Schick auch die Choreo zu Beginn des Spiels (niedlich die der Trondheimer). Etwas seltsam hingegen das Maskottchen der Dänen.

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Alte Bekannte neben Schieds- und Linienrichtern (Michael Weiner, Mark Bosch og Matthias Anklam fra Tyskland) waren auf dem Platz Peter Madsen (u.a. Wolfsburg, Bochum und Köln) bei Brøndby und die Nummer 7 vom RBK, Besart Berisha, albanischer Nationalspieler und Ex-HSVer.

 

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So beeindruckend die Brøndbyfans waren, so enttäuschend spielte zunächst ihre Mannschaft, sehr defensiv und abwartend, zudem häufig unkreativ durch die Mitte. Rosenborg hingegen versteckte sich kein bisschen und machte in der ersten Hälfte mächtig Druck. Völlig zurecht fiel nach einer halben Stunde dann auch der Führungstreffer für die Gäste, Marek Sapara ließ dem dänischen Keeper keine Chance. Die Fans quittierten dies mit deutlichen Unmutsbekundungen zur Pause. Als die Mannschaft wieder auflief, gab es allerdings wieder positiven Support - was sich die Mannschaft ihnen dankte. Der BIF kam völlig verwandelt aus der Halbzeitpause, deutlich offensiver, deutlich attraktiver - leider aber auch hinten deutlich offener. Und so machte Per Ciljan Skjelbred die dänischen Mühen mit dem 2:0 für den RBK zunichte. Michael Krohn-Dehli, vor der Saison von Ajax Amsterdam gekommen, konnte zwar noch auf 1:2 verkürzen, im Endeffekt hat sich Brøndby aber mit einer grottigen ersten Hälfte eine denkbar schlechte Ausgangslage für's Rückspiel geschaffen.

Mann of the Match wurde völlig zurecht der für Brøndby spielende schwedische Nationalspieler Max von Schlebrügge, wobei auch das 19-jährige Talent Ousman Jallow, der in der Halbzeit eingewechselt wurde und die norwegische Abwehr des öfteren schlecht aussehen ließ, die Auszeichnung verdient gehabt hätte.

 

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Insgesamt für uns Groundhopper aber mal wieder ein sehr schöner Trip nach Dänemark (und im Nachhinein eine verdammt gute Entscheidung nicht nach Hamburg oder Dortmund zu fahren).

 

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