„Liebe“ und „Herz“ - wenn man ehrlich ist, mag es zunächst etwas seltsam anmuten, dass diese beiden Begriffe mit am häufigsten fallen, wenn sich über die angebliche Machodomäne „Fußball“ unterhalten wird. Doch tatsächlich ist es doch so, dass sowohl Fußballanhänger, als auch Fußballanhängerinnen kaum tiefere Gefühle entwickeln als für ihren Lieblingsverein, sich für keine andere Sache auf der Welt mit so viel Herzblut engagieren wie für das runde Leder und für nichts und niemand so schöne Worte finden, wie für die Beschreibung ihrer Leidenschaft „Fußball“.

 

Ein besonderer Ausdruck dieser Hingabe sind die unzähligen Fanzines, die mit viel Liebe zum Detail in nächtelangen Schichten von Fußballenthusiasten zusammengebastelt werden, um sie dann am Spieltag zum Selbstkostenpreis an den Mann oder die Frau zu bringen. Die besten Exemplare erreichen manchmal sogar eine gewisse überregionale Bekanntheit, was umso beachtlicher ist, wenn der zugehörige Verein nur auf regionaler oder gar lokaler Ebene zuhause ist.

 

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Ein Fanzine, dass dies definitiv verdient hat und auch schon mit einer Vorstellung in der 11Freunde geadelt wurde, ist das „All to nah“, die „Rundschrift der Anhängerinnen des Altonaer Fußball-Clubs von 1893“, das seine Leserschaft, die inzwischen deutlich weiter gefächert ist als die Anhängerschaft von Altona 93, in den letzten sechs Jahren mit inzwischen 19 Ausgaben erfreute - und sich dabei vor allem auch erfreulicherweise öfter einmal von der üblichen Fanzine-Themenpalette abhebt.

 Natürlich wird auch alles besprochen, was den Verein „Altona 93“ ausmacht und auch Spielberichte gehören zum festen Repertoire, daneben wird aber immer wieder der Blick zu befreundeten Vereinen gewagt, auf den Stadtteil geblickt und auch die Kultur wird nicht vernachlässigt. Dazu gibt es zu jeder Ausgabe von verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen gestaltete Sammelbilder, die meistens alleine schon den Erwerb des „All to nah“ wert sind.

 

Die aktuelle Ausgabe wartet neben einem historischen Spielbericht vom letzten Liga-Punktspiel gegen den Hamburger SV, "Altona 93 auf Sammelbildern" und dem Fußballpoeten allerdings noch mit einem besonderen Highlight auf, das da heißt „Altona 93 – Musik in unseren Ohren“ und in Form einer CD daher kommt.

 

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Dreizehn Songs rund um die Jungs und Deerns von der Adolf-Jäger-Kampfbahn, plus ein Arminia-Hannover-Bonus-Song, bei denen es genretechnisch einmal quer durch den Garten der Musik geht. Natürlich sind No Life Lost mit „Die Elf aus Altona“ auf dem Sampler vertreten und wie zu erwarten, gibt es auch den einen oder anderen Schrammelpunk auf die Ohren, doch erschöpft sich die Vielfalt hier nicht. Von Hip Hop bis zu melodiöserem Rock (Rosa Werneckes „Women of AFC“ ist der Favorit des ersten Durchhörens) wird viel geboten und die Compilation macht die neunzehnte Ausgabe des „All to nah“ zu einer besonderen, eines sowieso schon sehr kaufenswerten Fanzines.

 

Zu erwerben ist das Heft für unglaubliche € 2,50 + x (und bitte beim x großzügig sein, damit die Unkosten wieder reinkommen) im Handverkauf bei den Spielen von Altona 93 oder wo immer ihr Jan Stöver trefft, denn der Kerl steckt hinter diesem wirklich grandiosen Fanzine. Wann er wo ist, erfragt ihr am besten persönlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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