Bei den Lesetipps bleiben wir diese Woche bei unserem eigenen Verein, denn der „Döntjes" von der Supside ist (endlich) da und „für eine kleinere, zumeist heitere, fiktive Erzählung oder tatsächliche Anekdote aus dem Alltag" (so erklärt uns Wikipedia den Namen) macht der Saisonrückblick mächtig was her: DINA5, 135 Seiten, Leimbindung, komplett in Farbe - sieht schon mal prima in Bücherregal oder auf dem Nachttisch aus, doch kommt es bei solchen Veröffentlichungen natürlich vor allem auf den Inhalt an.

 

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Und da gibt es zunächst einmal, was sollte man bei einem Saisonrückblick auch anderes erwarten, alle Begegnungen inklusive Test- und Aufstiegsspielen aus Sicht der aktiven Szene (prima Ergänzung zum ebenfalls kaufenswerten Aufstiegsbuch ;) ). Die Berichte sind mal mehr oder mal weniger ausführlich, gerne auch mit kleinen Spitzen oder vollen Breitseiten gegen die, die es nach Meinung der Autoren verdienen.

Wo die Auswärtsfahrten länger werden und es dank des Wetters auch wieder mehr Abende auf der Couch geben wird, gibt es von uns uns in regelmäßigen Abständen wieder einige Leseempfehlungen. Schwerpunkt liegt dabei heute auf dem Mutterland des Fußballs:

 

The Victorian Football Miscellany
Paul Brown
ISBN 978-0956227058

 

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Dieses Jahr feierte die FA, also das englische Pendant zum DFB, ihr 150jähriges Bestehen. Einen Blick auf die anekdotenreiche Frühphase des Fußballs auf der Insel wirft „The Victorian Football Miscellany" von Paul Brown, das dieses Frühjahr erschienen ist. Neben Statistiken, Fakten, und kleinen Biografien über die ersten Protagonisten des Sports mit dem runden Leder, sind es vor allem die skurrilen und für England typischen Geschichten, die glänzend unterhalten und den Leser das ein oder andere Mal zum Lachen bringen. So riefen zum Beispiel einige verärgerte Vereine 1888 nach der Gründung der Football League mit der Football Combination eine Konkurrenzliga ins Leben, welche ihrer Ansicht nach die englischen Werte viel besser repräsentierte. Hauptunterschied war, dass es in der Football Combination keinen vorgegebenen Spielplan gab, sondern die Vereine die Aufeinandertreffen eigenständig organisieren sollten. Ein Experiment, das gründlich misslang: Nicht einmal eine Saison konnte beendet werden.
Diese und andere kurzweilige Geschichten gibt es auf 179 Seiten, noch allerdings nur in englischer Sprache.

 

Ist etwas faul im Staate Dänemark? Was da los? Mehr dazu bei bold.dk

 

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Okay, Januar ist zwar etwas vorbei...aber ein Hopping-Fanzine mit derart vielen CCK-Referenzen muss ein gutes Heft sein ;)

 

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Insgesamt haben unsere Freunde aus dem Arminia Hannover Umfeld neben 35 eigenen Spielberichten noch 102 weitere Spielberichte aus dem In- und Ausland auf insgesamt 128 Seiten zu Papier gebracht. Darunter neben Champions- und Europa League-Spielen auch der Besuch des Belgrader Derbys im November 2012, sowie Berichte aus Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Serbien und Spanien.

 

Empfehlenswerte Lektüre! 

 

Verkaufspreis 3,20€ sowie bei Versand noch einmal 1,45€ Porto. → http://www.lahmannhuegel.de/

 

„Liebe“ und „Herz“ - wenn man ehrlich ist, mag es zunächst etwas seltsam anmuten, dass diese beiden Begriffe mit am häufigsten fallen, wenn sich über die angebliche Machodomäne „Fußball“ unterhalten wird. Doch tatsächlich ist es doch so, dass sowohl Fußballanhänger, als auch Fußballanhängerinnen kaum tiefere Gefühle entwickeln als für ihren Lieblingsverein, sich für keine andere Sache auf der Welt mit so viel Herzblut engagieren wie für das runde Leder und für nichts und niemand so schöne Worte finden, wie für die Beschreibung ihrer Leidenschaft „Fußball“.

 

Ein besonderer Ausdruck dieser Hingabe sind die unzähligen Fanzines, die mit viel Liebe zum Detail in nächtelangen Schichten von Fußballenthusiasten zusammengebastelt werden, um sie dann am Spieltag zum Selbstkostenpreis an den Mann oder die Frau zu bringen. Die besten Exemplare erreichen manchmal sogar eine gewisse überregionale Bekanntheit, was umso beachtlicher ist, wenn der zugehörige Verein nur auf regionaler oder gar lokaler Ebene zuhause ist.

 

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Ein Fanzine, dass dies definitiv verdient hat und auch schon mit einer Vorstellung in der 11Freunde geadelt wurde, ist das „All to nah“, die „Rundschrift der Anhängerinnen des Altonaer Fußball-Clubs von 1893“, das seine Leserschaft, die inzwischen deutlich weiter gefächert ist als die Anhängerschaft von Altona 93, in den letzten sechs Jahren mit inzwischen 19 Ausgaben erfreute - und sich dabei vor allem auch erfreulicherweise öfter einmal von der üblichen Fanzine-Themenpalette abhebt.

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