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Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

Da seit Holsteins letztem Zweitliga-Abenteuer schon über 30 Jahre her sind und Social Media damals noch in den Kinderschuhen steckte, wollen wir vor dem Beginn der neuen Spielzeit den Anhängern der KSV ein bisschen die Blog-,Podcast und Internetwelt, aber auch das eine oder andere Fanzine der 2. Liga vorstellen. Natürlich darf da auch nicht der "Übersteiger" vom Millerntor fehlen, der in seiner Print-Version einer der Fanzine-Vorreiter war.

 

Wer seid ihr, wie lange gibt es Euch schon und für welchen Verein schlägt Euer Herz?

Der ÜBERSTEIGER ist eines der ältesten noch existierenden Print-Fanzines in Deutschland und erscheint seit 1993. Seit einigen Jahren gibt es uns nun auch schon als Blog, in dem es nicht nur aber natürlich hauptsächlich um den FC St.Pauli geht. Hierbei verzichten wir größtenteils auf fußballtechnische Expertisen, dies können andere sicher besser, sondern widmen uns eher den Fanthemen drumrum.

 

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Weshalb sollte man bei Euch auf der Seite vorbeischauen?

Das sollten natürlich andere besser beurteilen, aber neben dem Geschriebenen sei Euch vor allem der MillernTon-Podcast empfohlen.

 

Auf welches Stadion (außer dem eigenen) freut ihr Euch in der 2. Bundesliga immer?

Das Bochumer Ruhrstadion. Nach wie vor eines der schönsten in Deutschland.

 

Welche Spezialität/welches Bier sollten die Kieler Auswärtsfahrer bei Euch vor Ort probieren (im Stadion oder generell)?

Normalerweise müssten wir jetzt das Astra anpreisen, aber… naja, könnt Ihr Euch sicher selbst erklären.

 

Stattdessen gilt die Empfehlung dem St.Pauli-Museum im Bauch der Gegengeraden bzw. der dort befindlichen Weinbar.

 

Warum freut Ihr Euch auf Kiel? Gibt es vielleicht sogar eine persönliche Verbindung zur Stadt an der Förde

Da die 2.Liga in den letzten Jahren immer mehr zur „2.Liga Süd“ wurde, freut man sich bei uns natürlich auf eine kurze Auswärtsfahrt.

 

Die Beziehung beider Fanszenen mag (vorsichtig formuliert) „angespannt“ sein, trotzdem (oder gerade deshalb) dürftet Ihr Euch auf eine sehr lautstarke Gästekurve freuen – und wir hoffen natürlich, dass diese dann am Ende auch über drei Punkte jubelt. Die Befürchtung geht aber natürlich auch in die Richtung, dass Marvin Ducksch und dies versaut.

Da seit Holsteins letztem Zweitliga-Abenteuer schon über 30 Jahre her sind und Social Media damals noch in den Kinderschuhen steckte, wollen wir vor dem Beginn der neuen Spielzeit den Anhängern der KSV ein bisschen die Blog-,Podcast und Internetwelt, aber auch das eine oder andere Fanzine der 2. Liga vorstellen. Den Anfang macht der großartige Blog "Textilvergehen" aus Berlin.

 

CCK: Wer seid ihr, wie lange gibt es Euch schon und für welchen Verein schlägt Euer Herz?

Textilvergehen: Wir sind im Kernteam sechs Leute und und trinken bei jedem „Kultklub“, das jemand in Bezug auf den 1 FC Union Berlin sagt, einen Kurzen. Jeden Tag schreiben wir im „State of the Union“ über alles, was Union betrifft. Außerdem machen wir (unregelmäßig) Fotos bei Spielen und zu jedem Spieltag einen Podcast. Textilvergehen.de gibt es seit 2006.

 

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(zum Blog auf das Bild klicken)

 

CCK: Weshalb sollte man bei Euch auf der Seite vorbeischauen?

Textilvergehen: Wir geben einen ganz guten Überblick über alles, was bei Union so diskutiert wird. Und wer Lust hat, unseren fundierten Analysen und absoluten Quatsch zuzuhören, wird im Podcast bedient.

 

CCK: Auf welches Stadion (außer dem eigenen) freut ihr Euch in der 2. Bundesliga immer?

Textilvergehen: Auf das Erzgebirgsstadion in Aue. Allein schon deshalb, weil es dort immer Wurstgulasch mit Spirelli gibt.

 

CCK: Welche Spezialität/welches Bier sollten die Kieler Auswärtsfahrer bei Euch vor Ort probieren (im Stadion oder generell)?

Textilvergehen: Wurst und Steak vom Holzkohlegrill sind immer empfehlenswert. Aber wirklich gut sind „Omas Purzelchen", die es aber wohl nur im Heimbereich gibt. Sehr leckere Quarkbällchen, die sonst im Treptower Hafen verkauft werden.

 

CCK: Warum freut Ihr Euch auf Kiel? Gibt es vielleicht sogar eine persönliche Verbindung zur Stadt an der Förde.

Textlvergehen: Mal von familiären Verbindungen nach Kiel abgesehen, die einige von uns haben, freuen wir uns vor allem auf ein Wiedersehen mit Patrick Kohlmann.

Seit der vergangenen Woche steht dem Umbau des Holstein-Stadions zu einer Zweitliga-tauglichen Spielstätte nichts mehr im Wege. Den Löwenanteil mit 7 Millionen übernimmt dabei das Land Schleswig-Holstein, die restlichen 3,4 Millionen teilen sich der Verein und die Stadt Kiel.

 

Doch wie wird „unser Wohnzimmer“ neu gestaltet?

 

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Mit einer Übergangsfrist muss das Holstein-Stadion 15.000 Zuschauern Platz bieten, um die Lizenzauflagen zu erfüllen. Auch muss das Flutlicht noch etwas heller erstrahlen – statt 800 Lux werden in der 2. Bundesliga 1200 Lux verlangt.

 

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Mit der Ostkurve verschwindet der letzte Rest „altes“ Stadion. Nach dem Abriss entsteht während der Saison eine neue „feste“ Tribüne mit 5.000 Plätzen. Zur Saison 2018/19 wird dies der neue Heimblock.

 

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Die Westtribüne wird zunächst um 2.000 Plätze aufgestockt. Die Gegengerade wird um 2.000 Plätze erweitert. Der Block L wird zum Gästeblock.

 

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Auf der Haupttribüne ist der Umbau bereits voll in Gange. Die alten Kabinen für die Medienvertreter wurden abgerissen, der gesamte Pressebereich wird erweitert. Insgesamt werden bis zum ersten Spieltag 61 Medien-Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Auch im Inneren der Tribüne wird fleißig gewerkelt: Die Mannschaftskabinen werden vergrößert (Mindestmaß 40 m²), genauso wie die Schiedsrichterkabine (Mindestmaß 20 m²), außerdem müssen die Duschen modernisiert werden.

 

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Mittelfristig ist der „große“ Umbau geplant mit einer Erweiterung auf eine Kapzität von 25.000 Plätzen, sowie einem Parkhaus auf dem Fögeplatz.

Der Aufstieg und die Gedanken an die nächste Saison zaubern einem immer noch ein breites Grinsen ins Gesicht. Doch spätestens an diesem Wochenende gibt es noch eine weitere Vorfreude – die auf den DFB-Pokal! Am Sonntag findet die Auslosung für die erste Hauptrunde in der ARD-Sportschau statt und bereits seit Tagen wird in Foren und bei Facebook (→ CCK-Gewinnspiel!) über die Wunschgegner diskutiert. Das letzte Mal war trotz der Niederlage gegen den VfB Stuttgart ja ein richtig feiner Tag.

 

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Wer es diesmal wird, steht noch nicht fest – dafür sind einige Bestmarken des Pokals allgemein bekannt. Rekordsieger: Bayern München (18), Rekordspieler: Mirko Votava (79), Rekordtorschütze: Gerd Müller (78). Doch wie sieht es mit Holstein Kiels Bestmarken aus – und welche Vereine aus dem nördlichsten Bundesland können auch eine DFB-Pokal-Historie aufweisen? Die Liste hält auf jeden Fall einige, überraschende Namen bereit. Und auch ansonsten gibt Euch CCK einiges an Experten-Wissen für den Sonntagabend an die Hand.

 

→ Tschammer-Pokal-Historie

 

Der Tschammer-Pokal war der erste nationale Pokalwettbewerb in Deutschland. Bei seiner Premiere im Jahr 1935 besiegte Holstein Kiel in der 1. Runde die SpVgg Nordring Stettin am 1. September 1935 mit 7:1. In der zweiten Runde war dann bei Hannover 96 nach einem 4:3 Schluss. Ein Jahr später verlor Holstein Kiel schon in der ersten Runde gegen den SV Polizei Lübeck mit 1:2 n.V.

 

Gleich 1935 gab es übrigens einen Favoritenschreck: Der Bezirksligist Berolina Berlin besiegte die Gauligaklubs SC Victoria Hamburg und Vorwärts-Rasensport Gleiwitz und verlor erst im Achtelfinale gegen den in der Gauliga Hessen spielenden FC Hanau 93. Erster Pokalsieger wurde übrigens der 1. FC Nürnberg.

 

In der Saison 1937 schafften es die Störche nach Siegen gegen den Homberger SV (1:0) und Hertha BSC (5:3) erstmals bis ins Viertelfinale, wo Holstein gegen den späteren Finalisten Fortuna Düsseldorf mit 2:1 verlor. Auch bei der letzten Austragung des Tschammer-Pokals 1943 ging es bis in Viertelfinale, wo man wieder gegen einen späteren Finalisten, den Luftwaffen SV Hamburg, mit 2:4 verlor.

 

Noch eine Runde weiter ging es 1941. Siege gegen den Hamburger SV (2:1), Werder Bremen (2:1), Blau-Weiß 90 Berlin (4:0) und den 1. SV Jena brachten Holstein bis ins Halbfinale, wo die Kieler gegen Schalke 04 (unter anderem mit Fritz Szepan und Ernst Kuzorra) chancenlos waren und 0:6 verloren.

 

→ DFB-Pokal-Historie

 

Der DFB-Pokal wurde erstmals in der Saison 1952/53 ausgetragen. Für die Premiere hatte sich Holstein Kiel nicht qualifizieren können, auch war kein anderer schleswig-holsteinischer Verein im Teilnehmerfeld vertreten. Aus der Oberliga Nord waren der Hamburger SV, der FC St.Pauli, Concordia Hamburg, der 1. SC Göttingen 05, Eintracht Osnabrück, sowie der VfL Osnabrück dabei. Erster DFB-Pokal-Sieger wurde Rot-Weiss Essen durch einen 2:1-Finalsieg gegen Alemannia Aachen.

 

Holstein Kiel schaffte es erstmals 1962 in die Hauptrunde (damals Achtelfinale), verlor allerdings gegen Schalke 04 mit 2:4.

 

Insgesamt erreichten die Störche im DFB Pokal viermal das Achtelfinale (1961/62, 1965/66, 1970/71, 1978/79) und schafften es einmal bis ins Viertelfinale (2011/12). Da war gegen den späteren Pokalsieger Borussia Dortmund Schluss. Trotzdem war das Spiel gegen die Klopp-Elf mit Piszczek, Blaszczykowski, Lewandowski, usw. einer der großen Fußballfesttage an der Förde.

 

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Neben dem 1. FC Magdeburg ist die KSV damit der einzige Verein, der als Viertligist bis ins Viertelfinale gekommen ist.

Klaus Augenthaler, Jürgen Klopp, Manni Schwabl – das sind nur ein paar der Namen derer, die in den letzten 22 Jahren den kleinen Raum unterhalb der altehrwürdigen Tribüne des Holstein-Stadions besucht haben.

 

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1995 übernahm Edmund „Eddi“ Essl, den es 1982 aus seiner schwäbischen Heimat zur Marine nach Kiel verschlagen hatte, die F-Jugendmannschaft von Holstein Kiel. Damals, als das Nachwuchsleistungszentrum im Steenbeker Weg noch nicht die Möglichkeiten bot, die es heute bietet, diente der Fögeplatz den Jugendmannschaften als Trainingsplatz. Mangels Alternativen etablierte sich der 12 Quadratmeter große Raum als Umkleide- und Aufenthaltsraum für die Trainer. Stets mit der Gefahr, sich wegen der niedrigen Deckenhöhe, die aufgrund der Tribünenstufen zum Ende hin immer geringer wurde, den Kopf zu stoßen.

 

Mit der Zeit zogen die Nachwuchsmannschaften rüber ins NLZ. Nur Eddi blieb, denn zu einer seiner Aufgaben gehört auch die Betreuung der Balljungs und der Auflaufmannschaften. Über die Jahre hat er es sich nett gemacht und den Raum um wichtige Utensilien ergänzt: Schreibtisch, Schrank, Kühlschrank und - ganz wichtig – eine Heizung für den Winter, damit die Getränke nicht einfrieren. Denn im Winter konnte es schon mal sehr eisig werden. Dann musste mindestens 24 Stunden vorher die Heizung angestellt werden um am Spieltag gemütliche 15°C zu erreichen. Egal ob Punktspiel oder Pokalspiel, Eddi hatte fast immer Gäste. Besonders solche, die aus dem Stuttgarter Raum kamen, Eddis ursprüngliche Heimat, waren gern gesehen. So kam der eine oder andere Kicker von Gegnern jenseits des Schwabenländles ausgerechnet im hohen Norden in den Genuss heimatlicher Spezialitäten. Mehr als einmal standen ein Topf heißer Maultauschen und original Schwäbischer Kartoffelsalat bereit.

 

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Mit anderen Besuchern wiederum wurde Austausch hopfenhaltiger Kulturgüter betrieben. Manni Schwabl zum Beispiel brachte als Präsident der Spielvereinigung Unterhaching bayrisches Bier mit nach Kiel. Zum Dank gab es norddeutsches Braugut mit auf den Weg zurück gen Süden. „Ganz toll war auch das Pokalspiel gegen Dortmund. Mit Jürgen Klopp und „Teddy“ de Beer hier oben drin. Wir haben uns super unterhalten.“ Doch nicht nur Spieler, Trainer und Funktionäre aus der Fremde statteten Eddi Besuch ab. Lorkowski, Schock, Bollow – auch die Riege der Holstein-Trainer gab sich die Ehre und setzte sich zum Runterkommen ins „Kabuff“.

 

Ohne Frage, auch Eddi hat zu der 67-jährigen Geschichte des Stadions beigetragen. Doch zur Erfüllung der von der DFL geforderten Auflagen gehört auch die Erweiterung der Gäste- und Schiedrichterumkleiden. Dazu gehört es auch, großzügig zu entrümpeln. Doch nachdem Holstein endlich in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist, gibt er sein Kämmerchen gerne her.

 

Selbstverständlich bleibt Eddi der KSV als gute Seele für die Auflaufmannschaften auch weiterhin treu. Das Holstein-Gen hat er darüber hinaus auch weitergegeben: Sein Sohn Alexander, der gemeinsam mit Niklas Jakusch in der Jugend gespielt hat, und seine Tochter Christina sind beide glühende Anhänger der Störche.

 
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