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Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

Schon in der Winterpause wagte CCK einen kleinen Blick auf potenzielle Neuzugänge, das wollen wir uns nun auch zur Sommertransferperiode trauen. Denn obwohl es laut Sportdirektor Ralf Becker keinen großen Umbruch geben wird und auch mit einem Großteil der Aufstiegsmannschaft bereits verlängert wurde, gibt es für das „Abenteuer 2. Bundesliga“ doch noch die eine oder andere Baustelle im Kader. Dies gilt natürlich auch für den wünschenswerten Fall, dass Marvin Ducksch und Christopher Lenz nach den beendeten Leihen trotzdem bei der KSV verbleiben.

 

Realitische Kandidaten zu finden, ist dabei keine leichte Aufgabe, gibt es doch eine Vielzahl von Variablen: Talent oder erfahrener Spieler? Schnapper oder prominenter Name? Und wie wäre es mal wieder mit einem sympathischen Dänen? Hier unsere kleine Diskussionsgrundlage:

 

Gerrit Wegkamp

Derzeitiger Verein: VfR Aalen

Bei Wegkamp handelt es sich um einen großen, bulligen Stürmer mit Kopfballstärke. Vom Typ her ist so einer noch nicht bei Holstein im Kader. In der Saison 2014/2015 konnte er sich bei Fortuna Düsseldorf nicht so recht durchsetzen und hat über den FC Bayern München II den Weg zum VfR Aalen gefunden. Dort hat er in der noch laufenden Saison 11 Tore erzielt – unter anderem das Weitschußtor gegen Holstein in der Hinrunde. Seit Vertrag läuft zum 30.06.2017 aus.

 

Maximilian Ahlschwede

Derzeitiger Verein: FC Hansa Rostock

Der Vertrag des rechten Verteidigers läuft zum Saisonende aus und nach derzeitigem Stand lässt der FCH ihn ziehen. Ahlschwede ist mit 1,86 m etwas größer als Patrick Herrmann (1,80 m) und hat sich bisher auch offensiver präsentiert. Hier ist die Frage, ob der gebürtige Bad Oldesloer als BackUp oder als direkte Konkurrenz zu Patrick Herrmann fungieren würde.

 

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Pierre Kanstrup

Derzeitiger Verein: SønderjyskE

Kanstrup stammt aus der Jugend von Brøndby IF. Der 28-jährige ist kopfballstark, körperlich gut dabei und kann sogar Europa League-Erfarhung vorweisen. Sein Vertrag in Dänemark läuft zum Saisonende aus. Viele Chancen, nochmal außerhalb Dänemarks in einer renommierten Liga zu spielen werden sich für ihn nicht ergeben. Aufgrund der zahlreichen Testspiele, dürfte er den Verantwortlichen bei Holstein nicht unbekannt sein. Ob er sich mit der Rolle als Innenverteidiger Nummer vier zufrieden geben würde, ist allerdings fraglich. Aufgrund seiner Erfahrung dürfte er den Anspruch haben, in der Stammelf spielen zu wollen.

 

1. Die Fähre Brachwitz

 

Inzwischen war es zu einen schönen Ritual geworden, bei Auswärtsspielen gegen den Halleschen FC nicht den direkten Weg zu nehmen. Stattdessen ging es über altes Kopfsteinpflaster zur Saale-Fähre Brachwitz.

 

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Dieser Umweg sei allen Besuchern der Händelstadt empfohlen, zudem sich in der Dölauer Heide noch die Chance auf eine leckere Grillwurst bietet.

 

2. Rot-Weiß Erfurt

 

Der Nachfolgeverein des Cricket Club Erfurt ist eine der Konstanten der 3. Liga. Seit der Premierensaison 2008/09 gehören die Thüringer zum festen Inventar der Spielklasse. Vereine steigen auf, Vereine steigen ab, Erfurt ist immer noch da.

 

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Vor Osnabrück und Wehen-Wiesbaden rangiert der RWE deshalb logischerweise auf dem ersten Platz der „Ewigen Tabelle“. CCK drückt die Daumen, dass es zumindest niemals wieder nach unten geht.

 

3. Die Feuerwurst bei Mainz II

 

Ausflüge an den Bruchweg in Mainz waren immer mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden. Das lag allerdings weder an der Anfahrt, noch an den Horden von polnischen Hooligan-Modulen, sondern an der im Stadion erhältlichen Feuerwurst.

 

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Denn die sorgt tatsächlich für ordentlich Feuer im Mund und weiteren Verdauungstrakt. Ist aber trotzdem auch sehr lecker.

Der Aufstieg in Großaspach ist wohl für viele, die Holstein die Treue halten, das Ziel einer langen Reise. Erst so langsam beginnen sicher die meisten zu realisieren, was da soeben erreicht wurde. Als Matthias seine Emotionen in einen Artikel gegossen hatte, wollte ich zunächst nur einen Facebook-Kommentar dazu posten. Aber schnell musste ich erkennen, dass dies den Rahmen gesprengt hätte: zu unterschiedlich sind die persönlichen Erinnerungen.

 

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Mein erster Besuch bei Holstein war am letzten Spieltag der Oberliga SH/HH 2000/01. Aus Interesse war ich mit zwei Freunden mal ins Holstein-Stadion getigert, um mir ein bedeutungsloses 0:0 gegen den VfR Neumünster anzuschauen. Die dramatische Relegation gegen Göttingen mit dem Aufstieg am grünen Tisch verfolgte ich damals noch distanziert über die Kieler Nachrichten. In der Folge war ich immer mal wieder bei der KSV, in der Regel zu Highlights wie dem Pokalsieg über Berlin oder zu Spielen gegen Spitzenteams der Regionalliga. Über die Jahre wurden die Besuche häufiger und irgendwann dann zum zweiwöchigen Ritual, zunächst in der Mitte der Gegengerade, später dann in Block J. Mehr als einmal hab ich mich nach studentengerecht durchfeierter Nacht am Samstag verkatert gegen 12:30 unter die Dusche geschleppt, nur um dann kurz nach 13 Uhr in der 91 von wohlmeinenden Freunden gleich wieder das erste Bier in die Hand gedrückt zu bekommen ;)

 

Wann genau ich gespürt habe, dass ich von Holstein nicht mehr loskomme? Bewusst geworden ist es mir spätestens in der Horrorsaison 06/07. Die Zielsetzung seitens des Vereins war ja eine ganz andere, doch dank vieler desaströser Auftritte fanden sich die Störche im Abstiegskampf wieder. Es war dieser Kommentar eines Kumpels nach einem wieder mal vergurkten Heimspiel, der mir das ganze Elend deutlich machte: „Na und? In zwei Wochen stehen wir ja doch wieder hier!“

 

In diese Phase fällt auch eines meiner denkwürdigsten Heimspiele. Sicher sind da auch die Spiele, die bei vielen Holstein-Fans als legendär eingestuft werden und ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, wie der Sieg gegen Mainz im Pokal, das 3:0 – zu Lande und in der Luft – in der verbotenen Stadt oder das 5:1 2011 auswärts gegen das Produkt. Aber damals, ich war in den letzten Zügen meiner Diplomarbeit, gab es ein klassisches 6-Punkte-Spiel gegen Wilhelmshaven. Mit dem 3:1, so dachte ich, wäre zumindest das Schlimmste überstanden. Einen Scheiß ahnte ich...

 

documenta, Herkules, Ahle Worschd – alles für Kassel unverzichtbar. Und in diese Reihe gehört auf jeden Fall auch der KSV Hessen Kassel. Der Traditionsverein aus Nordhessen ist allerdings finanziell in starke Schieflage geraten, Aufsichtsratmitglied Matthias Hartmann stellte unmissverständlich klar: „Es geht ums Überleben des Vereins“.

 

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Doch „Löwen“ geben so schnell nicht auf, und um Ideen und Aktionen zu koordinieren, wurde die Initiative „Der KSV Hessen – für KaSsel unVerzichtbar“ gegründet. Dort kann jeder mitmachen, dem Hessen Kassel am Herzen liegt. Und auch jeder, der der Meinung ist, dass dieses Stück Fußballtraditon nicht untergehen darf.

 

Die aktive Fanszene unserer KSV ist beim Heimspiel gegen Rostock mit gutem Beispiel vorangegangen. Und auch wir sagen: Unterstützt unsere Freunde aus Kassel! Schaut bei „Der KSV Hessen – für KaSsel unVerzichtbar“ vorbei und helft mit.

Es könnte so schön sein. Holstein Kiel hat sich im Laufe der Saison von einem ambitionierten aber glücklosen Team zu einem potentiellen Aufsteiger entwickelt. Drei Spieltage vor Schluss stehen die Störche auf Platz zwei. Quasi mit der Zehenspitze schon in Liga zwei. Das Beste an der Sache? Das Saisonfinale verspricht zwei Heimspielkracher gegen den Ostseerivalen FC Hansa Rostock und den Halleschen FC. Volle Hütte garantiert.

 

Aber hier fangen die Probleme an. Volle Hütte und trotzdem sind einige Leute unzufrieden. Als Kieler ist einem dieser Umstand nicht neu. Denken wir mal zurück an die Pokalsaison 2011/2012. Wie in einem Rausch fegte der Pokalschreck von der Küste in Richtung Viertelfinale. Hier wartete der damals amtierende Meister Borussia Dortmund. Trotz Eiseskälte und selbst bei größtem Optimismus geringer Chance auf Weiterkommen waren die wenigen, frei verfügbaren Karten binnen gefühlt Hundertstelsekunden ausverkauft. Es folgten unverschämte Angebote auf den verschiedensten Plattformen. Viele Kieler schauten in die Röhre. Der Schuldige war schnell ausgemacht und das allseits beliebte Wort „Erfolgsfans“ geisterte durch die sozialen Netzwerke.

 

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Viel Platz auf der Westtribüne (Holstein Kiel vs. Hertha BSC II im Jahr 2012)

 

„Wie kann es sein, dass sich im Laufe der Saison keiner für Holstein interessiert, aber wenn der BVB kommt, dann sind sie alle Fans?“, wurde sich vielerorts echauffiert. Tatsächlich wies die KSV am Ende der Saison 2011/2012 einen Zuschauerschnitt von nur 3.756 aus – selbst in der Regionalliga ein eher enttäuschender Schnitt. Die Antwort auf die eingangs des Absatzes gestellte Frage ist relativ einfach. Nur die durchschnittlich 3.756 Zuschauer interessierten sich für Holstein selber. Denen ist es egal, ob auf der anderen Seite des Rasens so spannende Gegner wie der Berliner AK oder TSV Havelse stehen. Sie wollen ihre Mannschaft, die KSV spielen und im besten Fall siegen sehen.

 

Aber sind die restlichen Zuschauer, die dem Viertelfinale beigewohnt haben damit automisch diese verrufenen „Erfolgsfans“? Zieht man mal die zahlreichen Dortmund-Fans die nicht nur in den Gästeblöcken sondern mehr als vereinzelt auch im Rest des Stadions anzutreffen waren ab, so kommt man immer noch auf einen beachtlichen Anstieg der Zuschauerzahl. Wieder die Frage: Alles Erfolgsfans? Mitnichten. Es gibt viele Berufsgruppen, die samstägliche Besuche im Stadion erschweren. Familiäre Verpflichtungen, Finanzen, Gesundheit – das alles und noch viele andere Dinge können einen regelmäßigen Gang ins Stadion verhindern. Kommt es aber zu einer solchen Begegnung wie gegen den BVB, so schaufeln sich die Leute eher mal frei. Zumal das Spiel an einem Wochentag stattfand. Kein seltenes Phänomen. Blickt man zurück auf das diesjährige Spiel gegen den MSV Duisburg auf einem Dienstagabend, so stellt man fest, dass auch hier die Zuschauerzahl größer war, als erwartet.

 

Zurück zum Pokalspiel gegen Dortmund. Berücksichtigt man nun alle vorgenannten Argumente kommt man immer noch auf eine beachtliche Zahl vermeintlich sensationsgieriger Zuschauer, die nicht wegen der KSV gekommen waren. Tatsächlich? Der Zuschauerschnitt am Ende der Saison 2015/2016 betrug 5.193. Gegenüber 2012 also ein Anstieg von rund 1.437. Sind dies immer noch Erfolgsfans? Denn immerhin sind diese Leute ja in der Saison 2011/2012 offenbar nicht im Stadion gewesen. Aber vielleicht doch? Was wenn dieses Pokalspiel sogenannte „Erfolgs- oder Sensationsfans“ angelockt hat? Was wenn die Aufstiegssaison, in der spätestens in den Aufstiegsspielen gegen Kassel wieder Kartenknappheit herrschte, ebenfalls Menschen angelockt hat? Die Saison 2014/2015, in der wir im Grunde genommen 180 Minuten mit einem Bein in der zweiten Liga standen?

 

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Volles Haus in der Relegation gegen den TSV 1860 München im Jahr 2015

 

Was wenn jedes dieser Spiele, in denen über diese offenbar geächtete Gruppe geschimpft wurde, dazu geführt hat, dass aus einer weiteren Handvoll „Erfolgsfans“ treue Anhänger geworden sind? Anhänger, die auch in weniger aufregenden und erfolgreichen Phasen hinter der KSV stehen? Denn wo sonst kommen die knapp 1.500 Zuschauer mehr her, die konsequent jeden zweiten Samstag im Holstein-Stadion stehen und das Heimteam anfeuern. Wenn die Konsequenz von Spielen wie am kommenden Samstag oder in zwei Wochen gegen Halle die ist, dass sich zunehmend mehr regelmäßige und treue Fans am Westring versammeln, dann freuen wir uns über jeden Erfolgsfan.

 

Natürlich ist es für jeden treuen Fan, der es verpennt hat, sich rechtzeitig Karten für eines der beiden letzten Heimspiele zu besorgen, ärgerlich. Aber muss man sich an der Stelle nicht eventuell den Vorwurf gefallen lassen, dass man als treuer Fan schon längst eine Karte hätte haben müssen? Selbstverstädnlich wollen wir diesen Vorwurf nicht pauschal in den Raum werfen. Vielmehr möchten dazu auffordern, gemeinsam mit uns den Aufstieg zu feiern, denn das Spiel in Großaspach ist noch nicht ausverkauft. ;)

 
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