Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

Nach dem im wahrsten Sinne Wortes ins Wasser gefallenen Test am Dienstag in Norderstedt, steht heute um 18 Uhr wohl der wichtigste Test der Vorbereitung auf dem Plan. Gegner ist Sønderjysk Elitesport ein alter Bekannter.


Am kommenden Donnerstag steigt SønderjyskE in der zweiten Qualifikationsrunde in die Europa League ein, Gegner ist Strømsgodset IF aus Norwegen. Dass SønderjyskE im internationalen Geschäft steht, ist durchaus als ein kleines Wunder anzusehen, verfügt der Verein aus Haderslev doch traditionell doch eher über ein schmaleres Budget in der dänischen Superliga.

 

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So richtig fassen konnte man es in Haderslev wohl erst, als man am letzten Spieltag nach Rückstand noch mit 2:1 bei Brøndby IF gewann, begleitet von über 1000 Anhängern. Eine für dänische Verhältnisse unglaubliche Zahl, besonders für den Verein aus dem Süden Jütlands, dessen Fans gerne auch schon einmal als „die Deutschen“ bezeichnet werden.

TERMIN UPDATE +++ Das SHFV-Pokal-Achtelfinale findet am 15. Juli um 19 Uhr im Stadion an der Geerdsstraße statt. +++ TERMIN UPDATE +++ Alle weiteren Termine siehe unten +++

 

Seit dem 19.06. befinden sich die Störche in der Sommervorbereitung.  Hier eine Übersicht der Termine.

 

Sommerfahrplan

 

So. 19.06. 14.00 Uhr Trainingsauftakt

Fr. 24.06. 19.00 Uhr SV Henstedt-Ulzburg (A)

Di. 28.06. 18.30 Uhr TSV Klausdorf (A)

Fr. 01.07. 18.30 Uhr Heider SV (A)

Di. 05.07. 18.30 Uhr Eintracht Norderstedt (A)

Fr. 08.07. 18.00 Uhr SønderjyskE (H)

Fr. 15.07. 19.00 Uhr SHFV-LOTTO-Achtelfinale (A) VfR Neumünster

Mo. 18.07. 17.00 Uhr Hertha BSC Berlin II (H)

Fr. 22.07. 17.30 Uhr FC Schalke 04 (H)

29.-31.07. 1. Spieltag FSV Frankfurt (H)

 

Mit dem Namen John Rapaglia können vielleicht nicht alle Kieler etwas anfangen, wenn es allerdings „der von John's Burger“ heißt, wissen die meisten Bescheid. Der gebürtige New Yorker, der seine „real tasty burgers“ sonst nur exklusiv zur Kieler Woche unter das Volk brachte, ist seit letztem Jahr dauerhaft in der Gutenbergstraße 16 zu finden. Etwas überraschend, wenn es nach dem Klischee über Amerikaner geht, ist die zweite Leidenschaft des gelernten Meeresbiologen, Fußball. Sportliche Heimat: Holstein-Stadion - Leidenschaft: gute Burger – verliebt in: Kiel = ein Fall für CCK!

 

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CCK: Hallo John, wie bist du eigentlich nach Kiel gekommen?
John: Das erste Mal bin ich im August 2008 nach Kiel gekommen. Ich hatte einen Job an der Universität, an der gerade der „Future Ocean“ Exzellenz-Cluster ins Leben gerufen wurde. Es gab eine große Einstellungswelle und ich war einer der Wissenschaftlichen Mitarbeiter.

 

CCK: Aber da muss doch noch etwas gewesen sein, warum du dich in die Stadt an der Förde verliebt hast...
John: Das ist eigentlich eine lustige Geschichte. Als erstes: Meine Mutter ist Deutsche, sie kommt aus Ausgsburg. Okay, damit kommt sie eigentlich nicht wirklich aus Deutschland. Wie auch immer – ich wusste, dass ich einen Job hier finden wollte, denn als Wissensschaftler ist Deutschland einfach ein gutes Pflaster. Und als Meeresforscher hast du die Wahl zwischen Bremen, Bremerhaven, Hamburg, Rostock oder Kiel. Das Stellenangebot hat mich dann hierher gebracht.

Ich bin direkt aus Venedig hierher gekommen, definitv eine der schönsten, wenn nicht sogar die schönste Stadt der Welt. Einer der ersten Orte, den ich nach meiner Ankunft in Kiel gesehen hab, war die „Altstadt“ - und ich war nicht sehr beeindruckt. Am selben Abend war ich dann noch in der Kieler Bauerei und jemanden gefragt, ob es noch andere Plätze zum Weggehen gäbe. Die Antwort war nur: „Nein, das hier ist das einzige“ und ich dachte mir: „That kind of sucks!“ Ich bin dann aber trotzdem noch ein bisschen spazieren gegangen, die Bergstraße hoch und die Holtenauer entlang und dachte mir, hier sieht es schon besser aus.

Den nächsten Tag hatte ich mein Vorstellungsgespräch. Im Anschluss hab ich den Schrevenpark und die Gegend drumherum entdeckt, wo ich mir sofort vorstellen konnte zu leben. Im Fenster des Cafe Kooperative hab ich dann noch einen Hund gesehen. Mein erster Gedanke: „That is awesome!“ Und plötzlich war mir klar: Kiel, das passt wirklich. Kurz gefasst: Der Job hat mich hergebracht, mein erster Eindruck war nicht so doll, aber das Schrevenpark-Viertel und unten an der Förde ist es einfach fantastisch.

 

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CCK: Manche Leute in Kiel sagen, dass wenn man als Zugezogener den ersten Winter mit grau und Regen überstanden hat und immer noch hier bleiben will, dass man dann wahrscheinlich für immer bleibt.
John: Bei mir war das vielleicht sogar etwas anders. Bevor ich aus Venedig weggezogen bin, hatten wir dort 40 Grad und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Ich war komplett durchgeschwitzt jeden Tag. Dann komme ich nach Norddeutschland, es regnet, es sind höchtens 15 Grad – und ich war einfach nur happy.

 

CCK: Und was kam dann als erstes: Die Idee einen Burgerladen zu eröffnen oder dein erstes Holstein-Spiel?
John: Ich hatte schon mal die Idee, in Venedig ein Burger-Restaurant zu eröffnen. In Kiel hab ich den Gedanken aufgrund meiner Arbeit erstmal beiseite gepackt. So kam der Besuch im Holstein-Stadion als erstes. Ich weiß auch, welches Spiel das war, nämlich das letzte in der Saison 2008/09 als Holstein aufgestiegen ist, gegen Lübeck. Ich erinnere mich noch, wie nach dem Spiel diese Feuerwehrschläuche über das Feld gezogen wurden, um die Lübecker Fans vom Platzsturm abzuhalten – und natürlich auch die Kieler.

Die ganze Stimmung, das war unglaublich, das war so cool. „It blew my mind.“ Was für eine Atmosphäre in der Regionalliga! Sonst kannte ich so eine Stimmung beim Sport eigentlich nur aus den Topligen, aber in Deutschland spielt es teilweise keine Rolle, wo dein Verein spielt. Auch in den niedrigeren Ligen hat man Stimmung. Das ist fantastisch.

 

CCK: Und wie bist du überhaupt auf den Gedanken gekommen, mal zum Fußball zu gehen? Wir haben ja immer das Klischee, dass Leute aus den USA nicht wirklich etwas mit „soccer“ anfangen können.
John: Einer meiner ersten Freunde in Kiel ist riesen Holstein-Fan und hat mich mitgenommen. Aber ich war schon vorher ein Fan von Fußball, speziell dem deutschen Fußball. Ursprünglich war ich allerdings tatsächlich der typische Amerikaner, für den es nur American Football gab. Bei dem Spiel mit dem runden Ball, so war meine Meinung, würde sich dauernd nur beschwert und reklamiert werden.

Richtig los ging es 2006. Zum Deutschland-Polen-Spiel in der Vorrunde der WM war ich auf dem Fanfest in München. Das hat richtig Spaß gebracht. Eigentlich bin ich nicht durch das Spiel an sich Fußballfan geworden, sondern vielmehr durch die Energie der Fans.

 

CCK: Und hast du denn schon andere Stadien neben dem „Holler“ kennengelernt?
John: Ich bin unter anderem in Bremen zum Europa-Pokal gegen Milan gewesen. Bremen war der Underdog und holte dann ein Unentschieden. Diego spielte damals richtig gut. Dann war ich auch zur WM 2006 beim Länderspiel der USA gegen Italien in Kaiserslautern. Das war schon abgefahren. Außerdem hab ich viele Spiele in Venedig gesehen, als ich noch da gewohnt hab. Ansonsten ist aber das Holstein-Stadion mein fußballerisches Zuhause.

 

CCK: An welches Spiel erinnerst du dich denn da am liebsten?
John: Mein Lieblingsspiel bei Holstein war das DFB-Pokalpiel gegen Mainz. Ich hatte drei Jahre in Kiel gelebt und nun wieder einen Job in den USA. Mein Abreisetag war der 24. Dezember, das Spiel drei Tage vorher. Es war also das letzte, große Erlebnis und ich wusste nicht, ob ich jemals außer zu Besuch nach Deutschland zurückkommen würde. Zu dem Spiel hab ich von meinen Kollegen auch mein Holstein-Trikot geschenkt bekommen. Ich weiß noch, dass ich überhaupt nicht daran geglaubt hab, dass Kiel gewinnen könnte. Mainz, Bundesliga,... Aber dann dieses Spiel!

Als ich zurück in die USA bin, hab eine einen Master-Kurs unterrichtet. Die mussten sich dann mit mir das Dortmund-Spiel anschauen. Ich hab der ganzen Klasse alles erklärt. Das war richtig gut, obwohl Holstein verloren hat.​

 

CCK: Und wie kam es dann, dass du doch wieder zurückgekommen bist?
John: Ich liebe New York, ich liebe meine Familie – aber ich habe jeden Tag Kiel vermisst. Im Sommer bin ich dann immer zurückgekommen um die Burger Box auf der Kieler Woche zu machen. Da hab ich dann immer noch nen Monat dran gehängt. Ich mag einfach die Leute und das Leben an der Förde. Und so war mir irgendwann klar, dass ich zurück will. Der Plan mit dem Restaurant kam ungefähr nach der Kieler Woche 2013, definitiv aber 2014. Da ging es los mit der Suche nach einer geeigneten Location.

 

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Trainer des Gegners - Holstein aus der Relegation "gekickt" - trotzdem feiner Kerl

 

Am Sonnabend beim Spiel gegen Wehen-Wiesbaden steht der Mann an der Linie, der im letzten Sommer noch in der Relegation für 1860 das Traineramt bekleidete. Den Job bei der „Ersten“ der Löwen hatte Fröhling erst im Februar von Markus von Ahlen geerbt und wurde so zu dem Mann, an dem Holstein scheiterte. Doch tatsächlich ist dies absolut nicht die einzige Berührung, die zwischen den Störchen und dem gefühlten Hamburger Jung (der eigentlich im mecklenburgischen Bützow geboren ist und bis zur Wende bei Stahl Eisenhüttenstadt kickte) existiert. Und ganz persönlich gab es für den Schreiber noch eine Vielzahl von Treffen, die immer wieder bestätigten, dass es sich bei „TF“ um einen richtig feinen Kerl handelt.

 

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Los ging es mehr oder minder am 13. September 2008. Holstein hatte gerade Altona 93 mit 1:6 von der Hoheluft geschossen und in der Victoria-Klause philosophierten noch einige Fans beider Lager über das Spiel. Auch der ein wenig geknickte Trainer des AFCs gesellte sich auf ein paar Sätze dazu. Sicher keine Selbstverständlichkeit und von daher umso sympathischer. Knapp ein halbes Jahr später wurde Torsten Fröhling bei Altona freigestellt, aufgrund wirtschaftlicher Engpässe. Im Sommer 2009 ging es dann an die Förde. Nach B- und C-Jugend beim FC St. Pauli und A-Jugend in Norderstedt wurde Förhling in Kiel U23-Trainer. Zusammen mit den „Leitwölfen“ Thorsten Rohwer, Matthias Hummel und Timo Bruns wurden die Jung-Störche an den Ligakader herangeführt. Zudem dienten die Spiele der Zweiten regelmäßig als Balsam für die Seele der Holstein-Fans, weil die Erste in der 3. Liga sich nicht so recht aklimatisieren konnte. Sonntags bei den Amas war hingegen alles gut.

 

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Von Mitte September bis Anfang Oktober dann die Zeit als Interimstrainer und Nachfolger von Falko Götz. Ein Sieg gegen Heidenheim, eine Niederlage in Wuppertal (bei der das Team allerdings eine kämpferisch respektable Leistung bot), ein Sieg gegen VfB Stuttgart II – eine Bilanz, mit der viele Holsteinfans gut leben konnten und auch aus der Mannschaft gab es viel Lob für den neuen Übungsleiter. Trotzdem wurde als neuer Trainer Christian Wück präsentiert, während es für Fröhling zurück in die Zweite ging. Die Liga stieg ab, die U23 wurde nachfolgend souverän Meister der Schleswig-Holstein-Liga. Zitat Matze Hummel: „ Eine geile Saison“ - Zitat Fröhling: „Richtig geiler Fußball!“ Irgendwo liegt sicher noch das „Nach dem Winter kommt der Fröhling“-T-Shirt.

 

Ostern