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Klaus Augenthaler, Jürgen Klopp, Manni Schwabl – das sind nur ein paar der Namen derer, die in den letzten 22 Jahren den kleinen Raum unterhalb der altehrwürdigen Tribüne des Holstein-Stadions besucht haben.

 

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1995 übernahm Edmund „Eddi“ Essl, den es 1982 aus seiner schwäbischen Heimat zur Marine nach Kiel verschlagen hatte, die F-Jugendmannschaft von Holstein Kiel. Damals, als das Nachwuchsleistungszentrum im Steenbeker Weg noch nicht die Möglichkeiten bot, die es heute bietet, diente der Fögeplatz den Jugendmannschaften als Trainingsplatz. Mangels Alternativen etablierte sich der 12 Quadratmeter große Raum als Umkleide- und Aufenthaltsraum für die Trainer. Stets mit der Gefahr, sich wegen der niedrigen Deckenhöhe, die aufgrund der Tribünenstufen zum Ende hin immer geringer wurde, den Kopf zu stoßen.

 

Mit der Zeit zogen die Nachwuchsmannschaften rüber ins NLZ. Nur Eddi blieb, denn zu einer seiner Aufgaben gehört auch die Betreuung der Balljungs und der Auflaufmannschaften. Über die Jahre hat er es sich nett gemacht und den Raum um wichtige Utensilien ergänzt: Schreibtisch, Schrank, Kühlschrank und - ganz wichtig – eine Heizung für den Winter, damit die Getränke nicht einfrieren. Denn im Winter konnte es schon mal sehr eisig werden. Dann musste mindestens 24 Stunden vorher die Heizung angestellt werden um am Spieltag gemütliche 15°C zu erreichen. Egal ob Punktspiel oder Pokalspiel, Eddi hatte fast immer Gäste. Besonders solche, die aus dem Stuttgarter Raum kamen, Eddis ursprüngliche Heimat, waren gern gesehen. So kam der eine oder andere Kicker von Gegnern jenseits des Schwabenländles ausgerechnet im hohen Norden in den Genuss heimatlicher Spezialitäten. Mehr als einmal standen ein Topf heißer Maultauschen und original Schwäbischer Kartoffelsalat bereit.

 

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Mit anderen Besuchern wiederum wurde Austausch hopfenhaltiger Kulturgüter betrieben. Manni Schwabl zum Beispiel brachte als Präsident der Spielvereinigung Unterhaching bayrisches Bier mit nach Kiel. Zum Dank gab es norddeutsches Braugut mit auf den Weg zurück gen Süden. „Ganz toll war auch das Pokalspiel gegen Dortmund. Mit Jürgen Klopp und „Teddy“ de Beer hier oben drin. Wir haben uns super unterhalten.“ Doch nicht nur Spieler, Trainer und Funktionäre aus der Fremde statteten Eddi Besuch ab. Lorkowski, Schock, Bollow – auch die Riege der Holstein-Trainer gab sich die Ehre und setzte sich zum Runterkommen ins „Kabuff“.

 

Ohne Frage, auch Eddi hat zu der 67-jährigen Geschichte des Stadions beigetragen. Doch zur Erfüllung der von der DFL geforderten Auflagen gehört auch die Erweiterung der Gäste- und Schiedrichterumkleiden. Dazu gehört es auch, großzügig zu entrümpeln. Doch nachdem Holstein endlich in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist, gibt er sein Kämmerchen gerne her.

 

Selbstverständlich bleibt Eddi der KSV als gute Seele für die Auflaufmannschaften auch weiterhin treu. Das Holstein-Gen hat er darüber hinaus auch weitergegeben: Sein Sohn Alexander, der gemeinsam mit Niklas Jakusch in der Jugend gespielt hat, und seine Tochter Christina sind beide glühende Anhänger der Störche.