Monjasa Park, 8. Juli 2011, Endstand 4:5

 

Auf nach Dänemark, zum ersten Testspiel bei dem nach einem deutschen Bundesligisten und einem schleswig-holsteinischen Verbandsligisten mit einem Team der 1. Division (2. Liga) gegen eine Mannschaft getestet wurde, die vom Niveau her etwa auf Augenhöhe der Störche spielt.

 

fiete

 

Und dazu reisten wir schon mal lieber etwas früher an, man wusste ja nicht, ob dank der Rechtpopulisten mitten in der Ferienzeit die Grenze "dicht" sein würde. Aber was für eine Enttäuschung: Weit und breit nichts, was ansatzweise wie ein Zöllner oder Zollfahrzeug aussehen würde, null Kontrollen, Drogen und illegale Einwanderer würden in Scharen einfallen, der Untergang Dänemarks - für uns aber von daher auch keine Verzögerungen, weshalb wir schon am späten Vormittag die Festungsstadt mit lustig militaristischen Ampelmännchen am Kleinen Belt erreichten.

 

stasttor

 

Auto geparkt und kleinen Stadtbummel gemacht - in der Innenstadt ist verlaufen übrigens recht schwierig, da diese quasi im Schachbrettmuster angelegt ist, und wenn man eine der schnurgeraden Straßen bis zum Ende latscht, kommt man entweder am Wasser oder am Stadtwall an. Praktisch. Außerdem befindet sich am Hafen, wie in fast allen dänischen Städten (die einen Hafen haben) ein "Havnegrillen", wo Hot Dogs und Burger nach altbewährter, dänischer zubereitet werden.

 

burger

 

Natürlich ein Pflichtstopp. Gut gesättigt ging es dann Richtung Stadion, wo ein Teil der Crew erstmal ein Verdauungsschläfchen hielt. Platz dafür war genug, da wir die ersten im "Monjasa Park" waren, die Mannschaften mal ausgenommen.

 

schlafen

 

Und groß Erkundungstour musste es ja auch nicht geben, schließlich wurde der Ground 100 km hinter der Grenze ja schon mehrfach besucht (das letzte Mal war zum Saisonfinale im letzten Jahr, als der FCF nur knapp am Aufstieg scheiterte) und sooo groß ist das 4000 Zuschauer fassende Stadion dann ja auch nicht. Zuschauertechnisch sollte es eine recht maue Veranstaltung bleiben - 100-150 Interessierte (darunter Europas Fußballer des Jahres 1977) bei einem Testspiel eines ambitionierten Zweitligisten sind aber wohl eher normal, wenn zu Spitzenspielen nur rund 1500 Einheimische erscheinen. Gut, aus Kiel waren es diesmal auch nur rund 20 Leute, die Mannschaft und Offizielle mal ausgenommen ;)
Die wurden dann aber mit einer sehr ansprechenden Leistung der KSV belohnt - wobei Torsten Gutzeit bei der Aufstellung diesmal fröhlich variierte. Zunächst begann aber  Fredericia offensiver, wobei Neuzugangkeeper Morten Jensen alle Chancen der Dänen entschärfte. Danach drehte Holstein auf, allerdings wurde Tim Wulff noch ein Tor der Marke Bloemfontein (Wembley-Tor würde ja bedeuten, dass ein Tor gegeben wird, obwohl der Ball nicht über der Linie war) aberkannt, ehe der glänzend aufgelegte Fiete Sykora in der 28. Minute nach Vorarbeit von Lindner netzte, um dann in derselben Minute noch den Treffer von Lindner vorzubereiten.

 

jarek

 

Justice Erhenede (übrigens schon 2008 im Trikot des FC Kolding die Holstein-Abwehr beschäftigte) sorgte fünf Minuten später für den Anschlusstreffer, bevor wiederum Sykora kurz vor dem Halbzeitpfiff per Elfmeter zum 3:1-Halbzeitstand traf. Beste Kieler Spieler der ersten Hälfte: Fiete Sykora und Morten Jensen.
Nach dem Seitenwechsel stürmte wieder erst nur der FC Fredericia - allerdings zunächst ohne Erfolg. Marc Heider hingegen makierte quasi mit der ersten Kieler Chance das 4:1. Ein bisschen Schludrigkeit in der Kieler Abwehr und ungebrochene Moral der Gastgeber führten per Doppelschlag in der 78. Minute dann dazu, dass der Kieler Sieg nochmal in Gefahr geriet.

 

juergie

 

Gesichert wurde der Erfolg von Flo Meyer aber durch einen wunderschönen Schlenzer aus 16 m, auch wenn Fredericia kurz vor dem Abpfiff per Elfer ein letztes Mal Keeper Jensen überwinden konnte. Sehr ansprechende Leistung in der zweiten Hälfte übrigens auch von Neuzugang Toksöz, der sicher nicht nur zum Kader der Zweiten gehören wird.
Selbst wenn es in der zweiten Hälfte etwas spannender als nötig wurde, eine sehr ansprechende Leistung mit gutem Offensivspiel der Störche, dass sich sicher auch bis zum nächsten, dänischen Testspielgegner im 20 km entfernten Vejle rumgesprochen haben wird. Und hoffentlich hat sich bis dahin auch rumgesprochen, dass man zu Testspielen einen kleinen Kiosk aufmachen kann, damit nicht als Mitbringsel gedachte Backwaren schon vor Ort verspeist werden müssen.  

Alle Bilder in der Galerie.

 

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