Rosenstadion/Uetersen, 17. Juli 2011, Endstand 1:5

 

Jakusch - Kwame, Müller, Schulz, Gutzeit - Fischer, Chahed, Sachs, Wetter - Kazior, Wulff – wenn man als aufmerksamer Beobachter der letzten Testspiele diese Aufstellung liest, dürfte einem klar sein, dass gegen den SC Victoria nicht gerade die vermeintliche Stammelf der nächsten Saison bei Anpfiff auf dem Feld stand, sondern eher eine „Experimentalelf“.

 

sachs

 

Dieser Eindruck wurde auch durch die Tatsache gestützt, dass Morten Jensen, Marc Heider, Fiete Sykora (beide mit kleinen Wehwehchen) Jaroslaw Lindner und Patrick Herrmann an diesem Sonntag im Rosenstadion in Uetersen gar nicht aufliefen. Strähle durfte zumindest noch eine ganze Halbzeit ran, Poggenberg, Jürgensen, Steil, Siedschlag, Meyer und der nicht nur aus unserer Sicht große Gewinner der Vorbereitung Deran Toksöz nur die letzten 25. Minuten. Naja, Testspiele sind halt zum Testen da, sonst wären es ja auch keine Testspiele ;)

 

timmer

 

Trotz der ungewohnten Startformation schien es zunächst aber trotzdem wieder business as usual gegen den Hamburger Oberligisten zu werden: 4. Minute, Tim Wulff, 1:0. Danach auch mit der Experimentalelf das aus den letzten Tests gewohnte Pressing, gegen eine mehrfach überforderte Abwehr von Vicky. Allerdings mit eher wenigen guten Abschlüssen, Jakob Sachs hämmerte immerhin von rechts kommend den Ball noch ans Lattenkreuz. Besser machte es Karsten Fischer in der 39. 2:0 Pausenstand, alles gut soweit, auch wenn dem Holstein-Sturm ein wenig die Spritzigkeit, der Überraschungsmoment und die Variabilität der letzten Tests fehlte.

 

kaze

 

Dass sie nicht völlig chancenlos waren, merkten die Zitronengelben dann nach dem Seitenwechsel und stürmten einfach mal unbekümmert drauf los. Den Schuss von Hoose konnte KSV-Keeper Strähle noch mit all seinem Können zur Ecke lenken, aber sechs Minuten später zappelte der Ball dann doch im Holsteiner Netz. Maurizio D‘Urso lies die Kieler Innenverteidigung eher schlecht aussehen, als er einfach durch die Mitte ging und dann den Ball ohne Chance für den Torwart ins rechte Ecke hämmerte. Die stärkste Phase der Victoria, die das Spiel nun ausgeglichener gestaltete, bis die KSV noch mal in den letzten zehn Minuten aufdrehte. Zunächst Fischer per Elfmeter nach Textilvergehen (82.) und dann noch der „Man of the Match“ Tim Wulff mit seinen Treffern zwei (84.) und drei (88.). Endstand 5:1 – annehmbar.

 

timmer02

 

Aber als Fazit kann man sicher feststellen, dass es trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses das schwächste der bisherigen Testspiele war, allerdings dürfen die Beine nach einer harten Trainingswoche auch mal etwas schwerer sein. Und die Uetersener Experimentalelf dürfte man in der kommenden Saison wohl kein einziges Mal als Startformation sehen – aber gut zu wissen, dass man auch auf der Bank keine B-Spieler sitzen hat.

 

wechsel

 

Positiv soll am Ende übrigens noch erwähnt werden, dass obwohl die eigentlich Stadiongastro geschlossen hatte, man auf der Terrasse mit Getränken und Bockwurst versorgt wurde (etwas, was wir bei den Tests in Dänemark schwer vermisst hatten). Für erträgliche 2 € hatte man die die Wahl zwischen Kalbsbockwurst oder dem klassischen Wiener Würstchen aus Schwein – wobei, wer spricht eigentlich von wählen?

 

wurst

 

Als vorbildlicher Tester wurde natürlich je eine Wurst käuflich erworben und getestet. Konsistenz und „Knack“ bei beiden etwa gleich, geschmacklich kam die Kalbsvariante deutlich kräftiger daher, das Pendant aus Schwein hingegen etwas milder (und für den Calcio Culinaria Gaumen auch leckerer). Besonderheit im Rosenstadion sicher die Auswahl zwischen gefühlten 100 Ketchups, wobei wir uns für die türkische Variante entschieden, die allerdings auch als deutsches Ketchup durchgehen würde ;)

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

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