Die Waldwiese ist und bleibt einer der schönsten Plätze in Kiel. Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, befindet sich der traditionsreiche Ground mitten in der Stadt, genauer gesagt liegt er an der Hamburger Chausee. Auch wenn die Holstein Woman hier inzwischen auch ihre Heimspiele austragen, lassen Farben und Name über dem Eingangstor keinen Zweifel daran, wer hier zuhause ist – der VfB Kiel.

 

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Der Vorgängerverein des heutigen VfB ist der SV Hohenzollern-Hertha Kiel, unter der Sportplatz an der Waldwiese mit dem Ligaspiel SV Hohenzollern-Hertha gegen Holstein Kiel am 2. September 1923 eingeweiht wurde. Die Gäste verteilten zur Premiere aber keineswegs Geschenke - durch Tore von Lagerquist und Ohm (2) gewann die KSV mit 3:0. Fünf Jahre später wurde Hohenzollern-Hertha konkursbedingt aufgelöst, und der VfB wurde der Nachfolger.

 

Doch bot die Waldwiese auch anderen Vereinen eine Heimat, vor allem dann, wenn mit einem hohem Zuschaueraufkommen zu rechnen war. So diente der Platz von 1963 bis 1966 der SV Friedrichsort als Ausweichspielstätte in der, damals zweitklassigen, Regionalliga. Auch wurde Feldhandball wurde vor vollen Rängen gespielt, unter anderem trug der THW Kiel 1950 das Halbfinalspiel in der Deutschen Feldhandball-Meisterschaft.

 

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Panoramastadion, 5. August 2016, Endstand: 2:1

 

Bei Panoramastadion stellt man sich vielleicht etwas mehr vor, als es in Nöttingen tatsächlich zu sehen gibt. Das heißt aber nicht, dass man nicht mal vorbei schauen kann, wenn man in der Gegend ist. Und das waren wir.

 

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Auf dem Weg zu Holsteins Auswärtsspiel in Aalen, bezogen wir unser traditionelles Nachtlager in Karlsbad nahe Karlsruhe. Nur sieben Kilometer von genanntem Stadion entfernt. Ein zusätzlicher Anreiz war der Gegner an diesem Freitagabend. Der FC 08 Homburg Saar war im ersten Spiel der neuen Saison bei Regionalliga-Aufsteiger FC Nöttingen zu Gast. Mit dabei der neue Torhüter der Saarländer: Niklas „Jockel“ Jakusch.

 

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Ursprünglich war ein Besuch nicht geplant. Aber der Feierabend konnte drastisch vorverlegt werden, der Verkehr ermöglichte zügiges Durchkommen und trotz katastrophaler Parkplatzsituation konnten wir eine nah gelegene Lücke für uns beanspruchen. So fand sich die CCK-Reisegruppe Nord noch in der ersten Hälfte im Stadion ein.

 

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„Möge der Geist des VfB Nordmark die bewährte Tradition fortsetzen und den Verein einer sicheren Zukunft entgegenführen“. (Fritz Clausen, Vereinschronik VfB Nordmark)

 

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Die Geschichten von „lost grounds“ sind selten fröhliche. Nicht immer ist es allerdings so, dass zusammen mit dem Stadion/Sportplatz auch der Verein stirbt. Im Fall vom VfB Nordmark Flensburg war dies leider der Fall. Im September 2015 wurde der noch auf dem Papier existierende Verein endgültig aufgelöst. Das Ende des 1921 gegründeten, ehemaligen Eisenbahnervereins hatte sich über mehrere Jahre erstreckt.

 

Im September 2012 hatte das Flensburger Tageblatt getitelt: „Ein Verein kämpft ums Überleben“, doch bereits ein Jahr vorher waren erste Ideen der Stadt öffentlich geworden, die bauliche „Lücke“ zwischen Bahnhof, Campus und Innenstadt attraktiv zu schließen. Damit standen auch erstmals Ideen zur Bebauung der Sportanlage am Mühlendamm alias Willi-Merkl-Platz samt umliegend genutzten Flächen des VfB Nordmark im Raum. Diese hatte der Verein von der Bahn gepachtet, nach Auslaufen des Vertrags besaß die Stadt aber ein Vorkaufsrecht (wohl aber nicht das nötige Kleingeld). Zunächst fanden klärende Gespräche statt, über einen neuen Heimplatz wurde nachgedacht, insgesamt kehrte auch sportlich vermeintliche Ruhe ein. Doch die unsichere Zukunft hing wie ein Damoklesschwert über dem Verein. Eine letzte Hoffnung war ausgerechnet der Sylter Mäzen Volker Koppelt, der schon bei anderen Vereinen vergeblich versucht hatte, in Richtung Profifußball durchzustarten.

 

Da sich der sportliche Erfolg auch in Flensburg nicht in kurzer Zeit einstellte, gab Koppelt im Mai 2014 seinen Ausstieg bekannt. Mit ihm sollte auch das letzte Aushängeschild, die Verbandsliga-Mannschaft verschwinden. Im Juni desselben Jahres fand sich niemand mehr, der im sterbenden Verein für den Vorstand kandidieren wollte. Im Herbst wurden die Schlösser am Vereinsheim ausgetauscht, im Winter wurde der Pachtvertrag von der Bahn fristlos gekündigt. Keine Mannschaften, keine Heimat – 94 Jahre Sportgeschichte, davon 40 Jahre in Nachbarschaft der Eisenbahn fanden ein trauriges Ende. Seitdem beginnt der Platz langsam zu verwildern.

 

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Tongeren, in der Region Flandern darf für sich in Anspruch nehmen, die älteste Stadt Belgiens zu sein. Die Wurzeln reichen zurück bis zur römerzeitlichen Siedlung Aduatuca Tungrorum, deren Überreste unter anderem in Form der Stadtmauer noch immer sichtbar sind. Doch für fußball-historisch Interessierte hat die Stadt noch ein kleines Juwel zu bieten, welches allerdings eine dunkle Vergangenheit besitzt. Dieser Ort liegt gar nicht entfernt vom Zentrum und ist die Erklärung für den Namen der Straße „Sportpleinstraat“.

 

Denn auf den ersten Blick befindet sich in der kleinen Seitenstraße weder ein Stadion noch ein Sportplatz. Wer aber genauer hinschaut, kann unter Efeu und Büschen die Reste einer alten Mauer entdecken, über die Bäume ragt ein alter Flutlichtmast hervor. Und nach einigen weiteren Metern über den Kiesweg steht der Besucher dieses etwas verwunschen wirkenden Ortes hinter (den Resten) einer alten Tribüne.

 

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Der „lost ground“ gehörte einst Cercle Sportif Tongrois, die erstmals 1908 gegründet wurden, dann allerdings während des 1. Weltkriegs verschwanden. Bereits 1917 wurde der Verein aber wiedergründet, spielte nachfolgend sogar für einige Zeit in der zweithöchsten Spielklasse des Landes und erhielt 1935 die königliche Auszeichnung, sich Royal CS Tongrois nennen zu dürfen.

 

Das Niveau konnte allerdings nicht gehalten werden, erst ging es in die dritte Liga, dann in die vierte, ehe Cercle endgültig in den niederen Ligen strandete. Ein ähnliches Schicksal wiederfuhr zur selben Zeit auch dem Lokalrivalen Patria FC Tongeren. Im Jahr 1969 entschied man sich deshalb, trotz aller Ressentiments, die Kräfte zu bündeln und einen neuen Anlauf zu nehmen. Der neu formierte KSK Tongeren spielte zunächst noch einige Spiele in der Sportpleinstraat, zog dann aber um auf „De Motten“, den alten Heimplatz von Patria. Zunächst mit beachtlichem Erfolg: KSK gehörte zu den Topclubs der zweiten Liga und spielte von 1981 bis 1983 sogar erstklassig. In der zweiten Hälfte der 1990er war der Aufschwung allerdings vorbei und es ging ligentechnisch wieder runter. 2006 fusionierte der Verein erneut, diesmal mit dem FC Hedera Millen und zog ins neue Stadion „De Keiberg“ um. Die großen Hoffnungen wurden allerdings enttäuscht: Nach einer weiteren Fusion spielt der Verein als FC Heur-Tongeren in der 2. Pronvinciale Limburg – also nur noch im Amateurbereich.

 

Der alte Platz von Cercle ist inzwischen seit Jahrzehnten verlassen, die Natur hat sich große Teile zurück erobert. Das Stadion ist zwar noch zu erkennen, inzwischen bestimmen aber Büsche, Disteln und Brennnesseln das Bild. Zwischendrin diente das Areal ganz profan als Weide für Pferde.

Münsterdorfer SV gegen TSV Lägerdorf, ein völlig normales Kreispokalspiel im Süden von Itzehoe. Etwas ungewöhnlich mag vielleicht der Termin auf einen Montag sein. Dies liegt aber daran, dass die Lägerdorfer zwei Tage zuvor noch als Kreispokalsieger in der ersten Runde des Landespokals den VfB Lübeck empfangen haben. Das deutliche Ergebnis von 10:0 für den TSV ist vielleicht etwas hoch, aber aufgrund des Klassenunterschiedes auch nicht ungewöhnlich.

 

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Dass allerdings der Münsterdorfer SV wenige Stunden vor Anpfiff auf sein Heimrecht verzichtet, kann schon verwundern. Flutlicht kaputt, Starkregen, Wildschweine, die den Sportplatz durchwühlen – alles schon mal im Norden gehabt, aber das ist nicht der Grund für den Umzug. Vielmehr befindet sich mitten im 16er des Sportplatzes der Münsterdorfer seit dem Morgen ein 2 Meter tiefes Loch. Beim Mähen des Platzes gab die Erde plötzlich nach. „Wenn mal ein Kind verschwindet, haben wir ein echtes Problem“, sagt ein Mitarbeiter des Vereins.

 

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Denn das Loch von Münsterdorf ist an diesem Tag keine Premiere, bereits viermal kam es zu Erdrutschen auf der Anlage des Vereins. Das rief auch das Interesse der Uni Kiel hervor, die derzeit Messungen auf dem Gelände des MSV durchführen.

 

 

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